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Beendete ForschungsprogrammeArbeitsmarktpolitik und Beschäftigung

Beendete Forschungsprogramme






Abteilung
Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung

Diese Abteilung beendete ihre Forschungsarbeit zum 31. März 2008. 


 
 
Aktueller Hinweis:

Die Abteilung war in zwei Forschungsprojekten an der Evaluation der Hartz-Reformen beteiligt.

Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Hartz-Kommission: Modul 1a - Neuausrichtung der Vermittlungsprozesse (Projektzeitraum 2004 bis 2006)

Von Oktober 2004 bis Juni 2006 wurde in Zusammenarbeit mit infas, Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn die Neuausrichtung der Vermittlungsprozesse evaluiert.

Zum Download hier

> Fazit und Empfehlungen (PDF, 2,93 MB)
> Zusammenfassung (PDF, 1,67 MB)

>  der vollständige Ergebnisbericht

Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Modul 1a Neuausrichtung der Vermittlungsprozesse (PDF, ca. 8,8 MB)

Evaluation der Experimentierklausel nach § 6c SGB II. Vergleichende Evaluation des arbeitsmarktpolitischen Erfolgs der Modelle der Aufgabenwahrnehmung "Optierende Kommune" und  "Arbeitsgemeinschaft" (Projektzeitraum 2006 bis 2008)

Vom Juli 2006 bis Mai 2008 wurden in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Frankfurt am Main/ Institut für Stadt- und Regionalentwicklung und mit infas, Institut für angewandte Sozialwissenschaft Bonn, die Implementation und die Governancestrukturen der Grundsicherung für Arbeitsuchende evaluiert.

Zum Download hier

>  Zwischenbericht, Mai 2007

Evaluation der Experimentierklausel nach § 6c SGB II
Vergleichende Evaluation des arbeitsmarktpolitischen Erfolgs der Modelle der Aufgabenwahrnehmung „Optierende Kommune“ und „Arbeitsgemeinschaft“. 

Untersuchungsfeld 2: Implementations- und Governanceanalyse (PDF, ca. 4.1 MB)

   
 


Abschlussbericht, Mai 2008

Methodenanhang zum Abschlussbericht (PDF, 3.687 KB)

   


 
Die Europäisierung und Internationalisierung der Wirtschaft, der demographische und technologische Wandel und die Verände-rungen im Erwerbsverhalten der Frauen stellen die nationalen Arbeitsmärkte vor neue Herausforderungen. Die soziale, räumliche und politische Entgrenzung des Arbeitsmarkts - Beseitigung der sozialen oder kulturellen Barrieren der Frauenerwerbstätigkeit, faktische oder gesetzliche Erhöhung der Altersgrenzen, Vollendung und Erweiterung des Europäischen Binnenmarkts - erhöht den Wettbewerb um Arbeitsplätze. Gleichzeitig mindern sich die nationalen Handlungsspielräume der beschäftigungsfördernden Geld- und Fiskalpolitik. Dadurch erhöht sich der Anpassungsdruck auf die nationalen arbeitsmarktpolitischen Institutionen der Lohn-findung, der beruflichen Qualifikation und Weiterbildung, der Arbeitsvertragsgestaltung (Kündigungsschutz, Arbeitszeitregulierung) und der sozialen Sicherung. Die Arbeitsmarktrisiken werden in Form von Flexibilisierung, unregelmäßigen Erwerbseinkommen und Zwang zur regionalen Mobilität zunehmend auf Individuen und Betriebe verlagert. Neue Formen des sozialen Risikomanagements sind gefordert, um Flexibilität und Sicherheit zu gewährleisten.

Die Abteilung richtet ihr Hauptaugenmerk deshalb auf die neuen Beschäftigungsrisiken, insbesondere auf das Risiko der Lang-zeitarbeitslosigkeit und dauerhaft prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Ihr Interesse gilt den Bedingungen einer effizienten und solidarischen Arbeitsmarktpolitik. Arbeitsmarktpolitik im weiteren Sinne schließt neben Arbeitslosenversicherung, Arbeitsvermittlung und Arbeitsförderung auch diejenigen Institutionen ein, die Erwerbs- und Beschäftigungsentscheidungen stark beeinflussen, also die Regulierung der Arbeit, das berufliche Bildungssystem, die Finanzierung der sozialen Sicherung und die industriellen Beziehungen. Die Analyse der Beschäftigungsdynamik, des Erwerbsverhaltens und Qualifikationsbedarfs sowie der Schnittstelle zwischen Arbeitsmarkt und Sozialstaat sind dabei von strategischer Bedeutung.

Leitidee des Forschungsprogramms ist das > Konzept der Übergangsarbeitsmärkte.

Die Forschungsprojekte der Abteilung sind thematisch fünf Projektfeldern zugeordnet:
 

 n      Arbeitsmarkt und Sozialstaat: Formen der sozialen Sicherung von Arbeitsmarktrisiken
              im Lebenslauf - Risikomanagement durch Übergangsarbeitsmärkte

Die Analyse der Schnittstelle zwischen Arbeitsmarkt und Sozialstaat ist der erste thematische Schwerpunkt. Im Vordergrund steht dabei die theoretische und empirische Analyse des notwendigen Anpassungsbedarfs der Arbeitsmarktpolitik und der sozialstaatlichen Institutionen an die neuen Risiken des Arbeitslebens und die Reformfähigkeit der nationalen Beschäftigungssysteme mit Blick auf die Internationalisierung der Arbeitsmärkte, einschließlich der Europäisierung der Arbeitsmarktpolitik.
 

 n      Effizienz und Effektivität der Arbeitsmarktpolitik 

Ein weiteres Themenfeld ist die Analyse der Effizienz und Effektivität der Arbeitsmarktpolitik. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der Implementation, des systematischen Leistungsvergleichs, des Lernens von guten Praktiken („Benchmarking“) und der rigorosen Evaluierung lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Arbeitsmarktpolitik.
 

 n      Europäisierung des Arbeitsmarkts und der Arbeitsmarktpolitik

Ziel des Forschungsbereiches ist es, Europäisierungstendenzen in der Arbeitsmarktpolitik der EU-Mitgliedsländer nachzuzeichnen und zu erklären. Dabei geht es um den Einfluss supranationaler Institutionen wie der EU-Kommission und des Ministerrats auf die nationale Gestaltung von Arbeitsmarktpolitik. Es geht aber auch um die wechselseitige Beeinflussung der Mitgliedsländer untereinander (Politikdiffusion) sowie die Verflechtung der sich entwickelnden EU-Beschäftigungspolitik mit anderen Politikfeldern wie beispielsweise der EU-Strukturpolitik. Der methodische Zugang in diesem Forschungsbereich umfasst eine weite Spannbreite von qualitativen Fallstudien bis hin zu makro-quantitativen Vergleichen.
 

 n      Strukturwandel der Arbeit

Mehrere Projekte der Abteilung befassen sich mit der Analyse des Strukturwandels der Arbeit. Im Vordergrund steht dabei zum einen die Entwicklung neuer Arbeitsverhältnisse wie Teilzeit, befristete Beschäftigung, Zeitarbeit, Mehrfachbeschäftigung, neue Selbständigkeit oder gemischte Formen bezahlter und unbezahlter Arbeit unter besonderer Berücksichtigung ihrer Implikationen für die soziale Sicherung; zum anderen die Analyse des Qualifikationsbedarfs neuer Arbeitsplätze und Arbeitsformen, die Ermittlung des Qualifikationsbedarfs und ihrer erfolgreichen Umsetzung in individuelle, betriebliche und arbeitsmarktpolitische Qualifikationsentscheidungen.
 

 n      weitere Projekte

> Überblick über alle Projektfelder und Projekte der Abteilung

> abgeschlossene Projekte

 
  Direktor:
Professor Dr. Günther Schmid


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