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Bildung, Arbeit und Lebenschancen |
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Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung |
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Projektfelder |
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Die Abteilung untersucht fünf miteinander eng zusammenhängende
(und sich zum Teil überlappende) Forschungsfelder:
v Arbeitsmarkt und Sozialstaat:
Formen der sozialen Sicherung von Arbeitsmarktrisiken im Lebenslauf
- Risikomanagement durch Übergangsarbeitsmärkte
v Effizienz und Effektivität der
Arbeitsmarktpolitik
v Europäisierung des Arbeitsmarkts und der
Arbeitsmarktpolitik
v Strukturwandel der Arbeit
v weitere Projekte
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n Arbeitsmarkt und Sozialstaat:
Formen der sozialen Sicherung von Arbeitsmarktrisiken im Lebenslauf
-
Risikomanagement durch Übergangsarbeitsmärkte
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Der Restrukturierung der Schnittstelle Arbeitsmarkt und Sozialstaat wird
mittlerweile die größte Bedeutung für die Lösung der anhaltenden bzw. ständig
drohenden Beschäftigungskrise in Europa beigemessen. Während die Projekte in den
anderen Forschungsbereichen Einzelaspekte dieser großen Frage
angehen, sollen diese in diesem Forschungsbereich theoretisch und empirisch
gebündelt bearbeitet werden. Die These der Abteilung ist, dass die regulative
Idee der Übergangsarbeitsmärkte ein wissenschaftlich fruchtbarer Ansatz ist, den
zum Teil noch vagen Ideen des „aktivierenden“ Sozialstaats, des
„Sozialinvestitionsstaats“, der „präventiven“ oder „proaktiven“
Arbeitsmarktpolitik für den Bereich des Arbeitsmarkts operationale Gestalt zu
geben. Dem Konzept des Risikomanagements durch Übergangsarbeitsmärkte liegt die
Annahme zugrunde, dass durch präventive Risikovorsorge typischer Erwerbsrisiken
im Erwerbsverlauf - Risiko der falschen Berufswahl, der Veralterung erworbener
Qualifikationen, der Veränderung der Berufswünsche, der schwankenden
Arbeitskräftenachfrage, der Veränderung eigener Erwerbswünsche oder
Arbeitszeiten, der Entlassung oder der eigenen Kündigung, der Familiengründung
oder anderer Veränderungen der persönlichen Umwelt (Scheidung oder Umzug des
Lebenspartners), chronischer Krankheit oder Leistungsminderung durch Behinderung
und Alter - das große katastrophale Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit für
Individuen, Wirtschaft und Gesellschaft weitgehend vermieden werden kann.
Diese Risiken sind nicht neu, treten aber häufiger und für viele
Erwerbspersonen zunehmend kumuliert auf. Es stellen sich Fragen wie:
Welche Anpassungsprozesse der Arbeitsmarktpolitik sind in den
Europäischen Beschäftigungssystemen erkennbar? Sind konvergierende
oder divergierende Entwicklungen erkennbar? Lassen sich „Gute
Praktiken“ erkennen? Sind sie übertragbar? Welches sind die
(politisch-ökonomischen) Determinanten eines erfolgreichen
Reformkurses? Aber auch ungelöste fundamentale Fragen der
sozialwissenschaftlichen Theoriebildung, der Entwicklung einer
komplexen Steuerungstheorie („Governance“) insbesondere im
Zusammenhang mit dem noch unausgereiften Konzept des
Risikomanagements und des geeigneten methodologischen Designs zur
vergleichenden Evaluierung von Übergangsprozessen und entsprechender
arbeitsmarktpolitischer Reformprozesse sollen hier gemeinsam
angegangen werden.
Aktuelle Projekte:
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n Effizienz und Effektivität der Arbeitsmarktpolitik
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In diesem Projektfeld geht es um die Frage der Wirksamkeit der
Arbeitsmarktpolitik. Die Abteilung setzt zum einen die Tradition der Verknüpfung
aggregierter Wirkungsanalysen, qualitativer Implementationsstudien und diverser
Methoden des Benchmarking auf regionaler und nationaler Ebene fort, zum anderen
verstärkt sie die Bemühungen mikrosoziologischer und mikroökonomischer
Kausalmodelle zur Wirksamkeit der Arbeitsmarktpolitik auf langfristige
Erwerbsverläufe. Die forschungsleitende Hypothese ist, dass Arbeitsmarktpolitik
um so effektiver und effizienter ist, je mehr ihre Umsetzung auf klarer
zentraler Zielsteuerung und dezentralen Verantwortungsstrukturen basiert. Im
einzelnen geht es um folgende Fragen: Wie und mit welchem Erfolg wird das
Hartz-Konzept zur Reform der Bundesanstalt für Arbeit umgesetzt? Das gilt
insbesondere für die Beschleunigung der Arbeitsvermittlung durch Job-Zentren,
Personalserviceagenturen (PSA) und systematischen Leistungsvergleich. Welche
Erfolgskriterien des Monitoring und Controlling sind relevant? Wie werden
Lernprozesse unter Mitarbeitern, Jobagenturen, Trägern und Regionen erfolgreich
in Gang gesetzt? Welche Auswirkungen haben unterschiedliche Gestaltungen der
Arbeitslosenversicherung, Fortbildungsmaßnahmen, des Kündigungsschutzes, sowie
der Erziehungsurlaubsregelungen und der Infrastruktur der öffentlichen
Kinderbetreuung auf Erwerbsentscheidungen von Haushalten und auf die
langfristigen individuellen Erwerbsverläufe? Wo sind die kognitiven und
institutionellen Barrieren für eine zukunftsgerechte Reform der
Arbeitsmarktpolitik? Was können wir aus den Organisationsreformen (Neue
Steuerungsmodelle, Privatisierung und Kontraktmanagement) anderer Länder lernen?
Aktuelle Projekte:
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n Europäisierung des Arbeitsmarkts und
der Arbeitsmarktpolitik
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Ziel des Forschungsbereiches ist es,
Europäisierungstendenzen in der Arbeitsmarktpolitik der
EU-Mitgliedsländer nachzuzeichnen und zu erklären. Dabei geht es um
den Einfluss supranationaler Institutionen wie der EU-Kommission und
des Ministerrats auf die nationale Gestaltung von
Arbeitsmarktpolitik. Es geht aber auch um die wechselseitige
Beeinflussung der Mitgliedsländer untereinander (Politikdiffusion)
sowie die Verflechtung der sich entwickelnden
EU-Beschäftigungspolitik mit anderen Politikfeldern wie
beispielsweise der EU-Strukturpolitik. Der methodische Zugang in
diesem Forschungsbereich umfasst eine weite Spannbreite von
qualitativen Fallstudien bis hin zu makro-quantitativen Vergleichen.
Aktuelle Projekte:
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n Strukturwandel der Arbeit
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Ziel dieses Forschungsbereichs ist die Analyse des Strukturwandels der Arbeit
unter besonderer Berücksichtigung neuer Arbeitsverhältnisse und des
Qualifikationsbedarfs. Der Strukturwandel der Arbeit stellt die etablierten
institutionellen Arrangements auf drei Ebenen in Frage: auf der institutionellen
Makroebene die Systeme der Arbeitsmarktregulierung, beruflichen Bildung und
sozialen Sicherung, auf der Mesoebene die industriellen Arbeitsbeziehungen bzw.
die Aushandlungsprozesse der Lohn- und Arbeitsbedingungen und auf der Mikroebene
die geschlechterspezifische Arbeitsteilung in Haushalten, die biographischen
Erwerbsmuster sowie die Beteiligungsformen in Betrieben. Alle drei Ebenen sowie
ihre Verschränkungen sind in der Analyse zu berücksichtigen. Analytisch fordert
diese Entwicklung sowohl zu einem „erweiterten Arbeitsbegriff“ als auch zur
expliziten Einbeziehung normativer Aspekte wie Lebensqualität, soziale
Gerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und ökologische Verträglichkeit
heraus.
Zentrale Fragestellungen sind: Wie kann die
Beschäftigungsfähigkeit der Individuen im Struktur- und Formwandel
der Arbeit erhalten werden? Wie kann die Anpassungsfähigkeit der
Betriebe (interne Flexibilität) verbessert werden? Wie ist die
Einkommenssicherung bei Qualifizierungsprozessen gewährleistet?
Welche Art der Finanzierung der Weiterbildung gewährleistet ein
effizientes und gerechtes Risikomanagement? Welche finanziellen
Anreize bestehen zur investiven Arbeitszeitverkürzung? Wie werden
insbesondere Jobrotation und ähnliche Maßnahmen der (betrieblichen)
Personalentwicklung implementiert?
Aktuelle Projekte:
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n weitere Projekte
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