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LEERBILD.GIF (856 Byte) Arbeit + Ökologie
Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt

01.03.02


Das Forschungsprojekt wird durchgeführt vom
Projektverbund zwischen dem
Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI)
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung (HBS)

Die Laufzeit des Projekts ist
vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 1999

 


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Arbeit + Ökologie
Projektskizze

Problemstellung
Leitfragen
Projektdesign
Beirat

 

PROBLEMSTELLUNG

Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung hat in Deutschland breite Akzeptanz gefunden, über seine Operationalisierung und darauf fußende Umsetzungsstrategien gibt es dagegen noch keinen Konsens der gesellschaftlich relevanten Gruppen. Im bisherigen Nachhaltigkeitsdiskurs standen internationale ökologische Erfordernisse im Vordergrund. Insbesondere die Gewerkschaften vermissen eine angemessene Berücksichtigung auch nationaler sozialer und arbeitspolitischer Belange, damit Risiken für die Arbeitswelt abgeschätzt und minimiert werden können. Um dem von ihnen unterstützten Ziel einer nachhaltigen Zukunftsentwicklung näherzukommen, sind sie auf der Suche nach einer umfassenden und praktizierbaren sozial-ökologischen Reformstrategie, die auch den Interessen ihrer Mitglieder und ihren Ansprüchen an eine zukünftige Arbeitswelt Rechnung trägt.

Hauptziel des transdisziplinär angelegten Forschungsprojekts "Arbeit + Ökologie" ist es, soziale und arbeitspolitische Aspekte in ihrer Wechselwirkung mit zentralen Elementen von unterschiedlich akzentuierten Nachhaltigkeitskonzepten zu untersuchen. Damit soll die Diskussion in Deutschland mit neuen Aspekten belebt und den Gewerkschaften eine fundierte Grundlage für ihren Strategiebildungsprozeß geboten werden.

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LEITFRAGEN

Die Gewerkschaften haben im DGB-Grundsatzprogramm von 1996 die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu einer wichtigen Aufgabe erklärt. Ihre Suche nach einer sozial-ökologischen Reformstrategie steht unter der Prämisse, daß ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsziele gleichwertig verfolgt werden müssen, wobei erhebliche Defizite vor allem bei der Berücksichtigung der sozialen Dimension von Nachhaltigkeitskonzepten konstatiert werden.

Vor diesem Hintergrund haben sich die drei Forschungsinstitute DIW, WI und WZB mit ihren jeweils spezifischen fachlichen Kompetenzbereichen zu einem Forschungsprojektverbund zusammengetan. Sie werden in enger Kooperation die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Nachhaltigkeitsstrategien und wirtschafts-, beschäftigungs- und arbeitspolitischen Entwicklungstrends untersuchen.

Dabei wird sich das Forschungsprojekt auf drei Leitfragestellungen konzentrieren: (1) das Verhältnis zwischen den sozialen Implikationen von Nachhaltigkeitsstrategien und gewerkschaftlichen Zielen, (2) die Bausteine einer sozial-ökologischen Reformstrategie und (3) die Rolle der deutschen Gewerkschaften in einem gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs.

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PROJEKTDESIGN 

Die Forschungsfragen werden im Rahmen eines Untersuchungsansatzes analysiert, der durch die enge Kooperation verschiedener Fachdisziplinen bei der Entwicklung eines disziplinübergreifenden, integrierten Ansatzes und den praxisbezogenen Dialog mit den Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen Transdisziplinarität erreicht.

Das Projekt ist in drei zeitlich gestaffelte Phasen gegliedert, in denen (1) Querschnittsanalysen durchgeführt, (2) Szenarioanalysen erstellt sowie (3) Strategieelemente erarbeitet werden.

Querschnittsanalysen: Sie dienen der Erfassung und Klärung der vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Nachhaltigkeit und Arbeit, die sich aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Sicht ergeben. Hierbei wird es auf der Makroebene etwa um Fragen von Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsproduktivität, sozialer Sicherheit, Ressourcenverbrauch sowie von ökologischen Problemverschiebungs- und -verstärkungseffekten gehen; auf der Mikroebene werden neue Arbeitsverhältnisse, Arbeitszeiten, Arbeitsformen und Arbeitsbelastungen, das Verhältnis von formeller und informeller Arbeit, Qualifizierung und Beteiligung sowie sozial-ökologische Innovationspotentiale in verschiedenen Bereichen untersucht. Die Analyseergebnisse sollen Grundlagen für die Beurteilung von Szenarien schaffen und die Formulierung von Strategien unterstützen.

Szenarioanalysen: Die Szenariotechnik gehört mit zu den zentralen methodischen Ansätzen des Forschungsvorhabens. Um dem Spektrum verschiedener Positionen in der Nachhaltigkeitsdiskussion gerecht zu werden, sollen zwei Nachhaltigkeitsszenarien entwickelt und analysiert werden, die unterschiedliche Ansätze widerspiegeln. Das sogenannte ökonomisch-soziale Szenario geht von der ökonomischen Kritik an der vorherrschenden Wirtschaftspolitik aus, während das sogenannte ökologisch-soziale Szenario auf der ökologischen Kritik vorherrschender umweltrelevanter Politikmuster basiert. Als Hintergrundfolie für die Beurteilung dieser beiden Nachhaltigkeitsszenarien dient ein sogenanntes angebotsorientiertes Kontrastszenario, das auf einer Fortschreibung zur Zeit dominierender politischer Konzepte beruht. Die Bewertung der Szenarien nach (aus den Querschnittsanalysen gewonnenen) ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien soll Zielkonflikte und -synergien aufdecken und damit der Strategieformulierung dienen.

Erarbeitung von Strategieelementen: Die Analyse und Bewertung der Szenarien soll Strategieelemente ermitteln, die durch Synergien zwischen ökonomischen, ökologischen und arbeitspolitisch-sozialen Zielen gekennzeichnet sind. Diese können - gemeinsam mit weiteren Strategieelementen, die aus der Analyse von Konfliktpotentialen und aus den Querschnittsanalysen gewonnen wurden - einen Beitrag für die Entwicklung einer gewerkschaftlichen sozial-ökologischen Reformstrategie liefern. Die übergreifende Analyse der verschiedenen Szenarien sowie die Erarbeitung von Strategieelementen erfolgt in enger Kooperation der beteiligten Forschungsinstitute sowie in einem systematischen Dialog mit Vertretern der Gewerkschaften und anderer gesellschaftlich relevanter Gruppen.

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BEIRAT

Ein Projektbeirat begleitet das Projekt während der gesamten Projektlaufzeit. Er besteht aus einer speziell berufenen Gruppe von Experten aus Wissenschaft und gewerkschaftlicher Praxis.

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Eine ausführlichere Projektbeschreibung finden Sie unter Projektpublikationen

 

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