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Beendete ForschungsprogrammeSozialstruktur und Sozialberichterstattung

Beendete Forschungsprogramme

Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung





Datensätze
(Diese Abteilung beendete ihre Arbeit Ende Dezember 2002)


WZB - Sozialstruktur und Sozialberichterstattung

Datenbasis

In methodischer Hinsicht sind bevölkerungsrepräsentative Erhebungen die wichtigsten Instrumente der Abteilung. Zentral sind die eigenen >Wohlfahrtssurveys von 1978 bis 1998. In einem umfangreichen  Replikationsteil werden für einzelne Lebensbereiche objektive Lebensbedingungen und das subjektive Wohlbefinden der Bürger erfaßt. Variable Teile des Frageprogramms dienen der Operationalisierung  neuer Konzepte, wie „Lebensstile“ im Survey 1993. Inzwischen sind Analysen der sozialstrukturellen Veränderungen und der Wohlfahrtsentwicklung über einen Zeitraum von 20 Jahren möglich (Zapf/Habich 1999).

Das zusammen mit der Abteilung Sozialindikatoren des ¬Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen, Mannheim (ZUMA),  bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich beantragte Drittmittelprojekt „Wohlfahrtssurvey 1998 - Wohlfahrtsentwicklung, Integration und Exklusion im deutsch-deutschen und europäischen Vergleich“ (Zapf/Habich/Noll) startete 1998. Der Wohlfahrtssurvey 1998 ist zum einen darauf angelegt, seit 1978 erhobene Daten zur Wohlfahrtsentwicklung in Deutschland fortzuschreiben; zum anderen werden neue Konzepte zur Operationalisierung von „Integration und Exklusion“ umgesetzt. Zugleich sollten wesentliche Teile des Fragebogens als Blaupause für das geplante Euromodul (s.u.) dienen. Dies erforderte Absprachen mit den möglichen Kooperationspartnern, um bereits 1998 eine Vergleichbarkeit mit bestehenden Umfragen anderer Länder zu gewährleisten. Die Balance von Replikation und Innovation sowie die Angleichung an andere Umfragen ist gelungen (¬Das Fragenprogramm des Wohlfahrtsurvey). So wurden Indikatoren der Dimension Integration/Exklusion im deutschen und im schwedischen Wohlfahrtssurvey vergleichbar erhoben.

Die Feldarbeiten machte ¬Infratest Sozialforschung, München. Im Gegensatz zu früheren Surveys wurde 1998 eine technische Neuerung - das „computer assisted personal interview“ (CAPI) - eingesetzt; d.h. die nach wie vor mündliche Befragung wird durch den Einsatz von Laptops unterstützt. Die Daten des Wohlfahrtssurvey 1998 werden ebenso wie frühere Erhebungen über das Zentralarchiv für Sozialforschung in Köln für Sekundäranalysen allgemein zur Verfügung gestellt werden.

Im Hinblick auf die Bemühungen, eine Datenbasis für eine europäisch vergleichende Wohlfahrtsforschung zu initiieren („Euromodul“), konnte im Oktober 1999 der „Wohlfahrtssurvey Trend 1999“ als Buseinschaltung bei Infratest Sozialforschung realisiert werden.

Neben den Wohlfahrtssurveys werden weitere Bevölkerungsumfragen genutzt. Für Deutschland gehört hierzu insbesondere das ¬Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Dazu zählen auch die inzwischen für wissenschaftliche Analysen zugänglichen Erhebungen der amtlichen Statistik, wie der Mikrozensus 1995 (Bulmahn 1999), die Zeitbudget-Studie des Statistischen Bundesamtes oder die IAB-Beschäftigtenstichprobe. Mitarbeiter der Abteilung waren daran beteiligt, den Zugang zu Erhebungen der amtlichen Statistik zu öffnen. Für europäische Vergleiche wurden u.a. die Daten der Hungarian Household Panel Study (HHP), der New Democracies Barometer (NDB) oder des International Social Survey-Programms (ISSP) verwendet. Neben Bevölkerungsumfragen führt die Abteilung von Fall zu Fall auch andere Erhebungen durch. Im Rahmen der deutschen Teilstudie des Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project wurde z.B. eine Organisationserhebung durchgeführt (s.u.).



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Letzte Änderung: 2002-08-07 17:20