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Datenbasis
In methodischer Hinsicht sind
bevölkerungsrepräsentative Erhebungen die wichtigsten Instrumente der
Abteilung. Zentral sind die eigenen
>Wohlfahrtssurveys von 1978 bis 1998. In einem umfangreichen
Replikationsteil werden für einzelne Lebensbereiche objektive
Lebensbedingungen und das subjektive Wohlbefinden der Bürger erfaßt.
Variable Teile des Frageprogramms dienen der Operationalisierung
neuer Konzepte, wie „Lebensstile“ im Survey 1993. Inzwischen sind
Analysen der sozialstrukturellen Veränderungen und der
Wohlfahrtsentwicklung über einen Zeitraum von 20 Jahren möglich (Zapf/Habich
1999).
Das zusammen mit der Abteilung
Sozialindikatoren des
¬Zentrums für Umfragen, Methoden und
Analysen, Mannheim (ZUMA),
bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich beantragte
Drittmittelprojekt „Wohlfahrtssurvey 1998 - Wohlfahrtsentwicklung,
Integration und Exklusion im deutsch-deutschen und europäischen
Vergleich“ (Zapf/Habich/Noll) startete 1998. Der Wohlfahrtssurvey 1998
ist zum einen darauf angelegt, seit 1978 erhobene Daten zur
Wohlfahrtsentwicklung in Deutschland fortzuschreiben; zum anderen
werden neue Konzepte zur Operationalisierung von „Integration und
Exklusion“ umgesetzt. Zugleich sollten wesentliche Teile des
Fragebogens als Blaupause für das geplante Euromodul (s.u.) dienen.
Dies erforderte Absprachen mit den möglichen Kooperationspartnern, um
bereits 1998 eine Vergleichbarkeit mit bestehenden Umfragen anderer
Länder zu gewährleisten. Die Balance von Replikation und Innovation
sowie die Angleichung an andere Umfragen ist gelungen (¬Das
Fragenprogramm des Wohlfahrtsurvey). So wurden
Indikatoren der Dimension Integration/Exklusion im deutschen und im
schwedischen Wohlfahrtssurvey vergleichbar erhoben.
Die Feldarbeiten machte
¬Infratest Sozialforschung, München.
Im Gegensatz zu früheren Surveys wurde 1998 eine technische Neuerung -
das „computer assisted personal interview“ (CAPI) - eingesetzt; d.h.
die nach wie vor mündliche Befragung wird durch den Einsatz von
Laptops unterstützt. Die Daten des Wohlfahrtssurvey 1998 werden ebenso
wie frühere Erhebungen über das Zentralarchiv für Sozialforschung in
Köln für Sekundäranalysen allgemein zur Verfügung gestellt werden.
Im Hinblick auf die Bemühungen, eine
Datenbasis für eine europäisch vergleichende Wohlfahrtsforschung zu
initiieren („Euromodul“), konnte im Oktober 1999 der „Wohlfahrtssurvey
Trend 1999“ als Buseinschaltung bei Infratest Sozialforschung
realisiert werden.
Neben den Wohlfahrtssurveys werden
weitere Bevölkerungsumfragen genutzt. Für Deutschland gehört hierzu
insbesondere das
¬Sozio-oekonomische Panel (SOEP).
Dazu zählen auch die inzwischen für wissenschaftliche Analysen
zugänglichen Erhebungen der amtlichen Statistik, wie der Mikrozensus
1995 (Bulmahn 1999), die Zeitbudget-Studie des Statistischen
Bundesamtes oder die IAB-Beschäftigtenstichprobe. Mitarbeiter der
Abteilung waren daran beteiligt, den Zugang zu Erhebungen der
amtlichen Statistik zu öffnen. Für europäische Vergleiche wurden u.a.
die Daten der Hungarian Household Panel Study (HHP), der New
Democracies Barometer (NDB) oder des International Social
Survey-Programms (ISSP) verwendet. Neben Bevölkerungsumfragen führt
die Abteilung von Fall zu Fall auch andere Erhebungen durch. Im Rahmen
der deutschen Teilstudie des Johns Hopkins Comparative Nonprofit
Sector Project wurde z.B. eine Organisationserhebung durchgeführt (s.u.).
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