Home Home Kontakt Sitemap Suche
Beendete ForschungsprogrammeSozialstruktur und Sozialberichterstattung

Beendete Forschungsprogramme

Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung





Euromodule
(Diese Abteilung beendete ihre Arbeit Ende Dezember 2002)




Bearbeitung durch:

Prof. Dr. Wolfgang Zapf, Dr. Roland Habich, Petra Böhnke, Dr. Jan Delhey, Ricarda Nauenburg

Kontakt:

e-mail: rhabich@medea.wzb.eu

Inhalt:

Beim Euromodul-Projekt handelt es sich um ein internationales Netzwerk zum Aufbau einer überwiegend europäisch vergleichenden und vergleichbaren Sozialberichterstattung und Wohlfahrtsforschung. Bisher sind Vertreter aus 18 Ländern beteiligt. Ziel ist, einen gemeinsamen Nenner der jeweiligen nationalen Wohlfahrtsforschungen zu finden, so dass objektive Lebensbedingungen, subjektives Wohlbefinden und die Qualität der Gesellschaft europaweit mit einem einheitlichen Instrument analysiert werden können. Damit wird eine Lücke in der europäisch vergleichenden Sozialstrukturanalyse geschlossen. Die bislang vorhandenen internationalen Umfrageprojekte widmen sich entweder vorrangig politischen Einstellungen, erheben lediglich Indikatoren für ausgewählte Lebensbereiche oder sind für wissenschaftliche Analysen schwer zugänglich. Die Europäisierung europäischer Gesellschaften, die nachholende Modernisierung Osteuropas sowie die Wechselwirkungen zwischen europäischer Integration und globale Konkurrenz sozialer Sicherungssysteme erzeugen einen besonderen Problemdruck auf den sozialstrukturellen Wandel, der wissenschaftliche Analysen mit einer geeigneten Datenbasis erforderlich macht. Das Euromodul folgt in seiner Konzeption dem bewährten deutschen >Wohlfahrtssurvey, der objektive und subjektive Dimensionen von Wohlfahrt kombiniert.

Zeitraum:

1998ff.

Methodische Vorgehensweise:

Den theoretischen Rahmen bilden Konzepte der Modernisierung und der Wohlfahrtsproduktion. In dieser Perspektive wird die Transformation, z.B. der postkommunistischen Gesellschaften, als Systemwechsel und nachholende Modernisierung betrachtet, die sich jedoch eigene Entwicklungspfade suchen kann. Die Aufgaben der Sozialberichterstattung sind die Dauerbeobachtung des sozialstrukturellen Wandels und der Wohlfahrtsentwicklung. Im Rahmen des Euromoduls wurden in einer Reihe von europäischen und einem außereuropäischen Land ein gemeinsam entwickelter Fragebogen, der aus zwei Modulen (Kern- und Zusatzmodul) besteht, in existierende Befragungen eingeschaltet oder als eigenständige Befragung erhoben. Diese Vorgehensweise empfahl sich aufgrund der dezentralen Finanzierung des Projekts – und damit der unterschiedlichen finanziellen Ausstattung der nationalen Teams. Bisher wurde das Euromodul in Deutschland, Italien, Slowenien, Ungarn, Schweden, Spanien, der Schweiz, der Türkei, sowie in Süd-Korea durchgeführt. Weitere Länder, u.a. Österreich, Groß Britannien und Südafrika sollen folgen. Die Datengewinnung erfolgt als Querschnittsbefragung mit dem Ziel von Zeitreihen. Es werden standardisierte Face-to-Face-Interviews der erwachsenen Wohnbevölkerung durchgeführt, die Mindestgröße der Zufallsstichprobe beträgt je Teilnehmerland 1000. Die Feldarbeit übernimmt ein kommerzielles Umfrageinstitut.

Ausgewählte Publikationen:

Böhnke, Petra; Delhey, Jan; Habich, Roland (2000): Das Euromodul – ein neues Instrument für die europäische Wohlfahrtsforschung. In: ISI – Informationsdienst Soziale Indikatoren, Ausg. 24, 2000, S. 12-15

Böhnke, Petra (2001): Reporting on Social Standard of Living and Social Participation in Hungary, Spain, and Germany. Welfare in Europe – Euromodule Working Paper Series FS III 01-407/€

Delhey, Jan; Tobsch, Verena (2001): Freiheit oder Wohlstand? Regimeperformanz und Demokratiezufriedenheit in Ostdeutschland und Ungarn. In: Schluchter, Wolfgang; Quint, Peter E. (Hg.): Der Vereinigungsschock. Vergleichende Betrachtungen zehn Jahre danach. Weilerswist, Velbrück Wissenschaft, 2001, S. 437-460



Nach oben
 

Letzte Änderung: 2002-08-07 17:14