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Die europäischen Sozialstaaten müssen sich großen
strukturellen Herausforderungen stellen: einer anhaltenden
Beschäftigungskrise, wachsender sozialer Ungleichheit und einem
kriselnden Gesundheitssystem. Bei der Suche nach Lösungen der
sozialen Probleme wird zu stark auf kurzfristige Symptombekämpfung
und zu wenig auf Prävention gesetzt. Der Schwerpunkt „Bildung,
Arbeit und Lebenschancen“ konzentriert sich daher auf die
systematische Erfassung des gesellschaftlichen Strukturwandels und
der daraus resultierenden Probleme. Besonderes Interesse gilt der
Frage, wie staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen so
strukturiert werden, dass sie wirksam zu Beschäftigung, sozialer
Integration und Lebensqualität beitragen können. Zentrale
Forschungsfragen sind zum Beispiel: Trifft es zu, dass uns ‚die
Arbeit ausgeht', die Arbeitsverhältnisse zunehmend flexibel und
gesundheitlich belastend werden? Wie müssen Institutionen angepasst
werden, damit die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen
Gesellschaftssphären verwirklicht wird, auch auf dem Arbeitsmarkt
und im politischen Leben? Wie und mit welchen Folgen verändern
unterschiedliche Staaten ihre sozialen Sicherungssysteme, gerade
angesichts des demografischen Wandels und einer zunehmenden
Internationalisierung?
Der Schwerpunkt besteht aus den Abteilungen "Ungleichheit und
soziale Integration" und „Ausbildung und Arbeitsmarkt“, den
Forschungsgruppen "Public Health", „Nationales Bildungspanel:
Berufsbildung und lebenslanges Lernen“ und „Education and
Transitions into the Labour Market“ sowie den Forschungsprofessuren
„Demographische Entwicklung, sozialer Wandel und Sozialkapital“ und
„Soziale und politische Theorie“ und der
Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Liebe, Arbeit, Anerkennung“. Gemeinsam
wird eine Seminarreihe mit internen und externen Vorträgen
veranstaltet.
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