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Bildung, Arbeit und Lebenschancen |
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Forschungsgruppe Public Health |
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Auswirkungen der DRGs |
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Bernhard Braun/Petra Buhr/Sebastian Klinke/
Rolf Müller/Rolf Rosenbrock
Pauschalpatienten, Kurzlieger und Draufzahler -
Auswirkungen der DRGs auf Versorgungsqualität
und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus
Bern: ¬
Verlag Hans Huber 2009
| 312 Seiten |
ISBN 978-3-456-84825-9 |
€ 34,95 / CHF 59,00 |
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Die Umstellung der Krankenhausvergütung auf
Fallpauschalen war von großen Hoffnungen und großen Ängsten
begleitet. Was davon ist eingetroffen?
Seit Anfang 2003 wird fast die gesamte stationäre Versorgung in
deutschen Krankenhäusern nach DRGs (Diagnosis-related Groups)
abgerechnet. Mit der neuen Vergütungsform waren Hoffnungen auf einen
zügigeren und qualitativ optimierten Behandlungsverlauf bei
gleichzeitigen Ausgabensenkungen verbunden. Kritiker der Umstellung
befürchteten Nachteile für Patienten durch die Verkürzung der
Verweildauern (bis hin zur «blutigen Entlassung») und für
Beschäftigte, etwa eine weitere Verdichtung der Arbeit.
Ob diese Erwartungen eintrafen, beantwortet eine bisher einzigartige
integrative Analyse, für die zwischen 2002 und 2008 tausende
Krankenhaus-Patienten, Ärzte und Pflegekräfte mehrmals schriftlich
mit fast identischen Fragen über ihre Wahrnehmung der
Versorgungsqualität und Arbeitsbedingungen befragt wurden. Hinzu
kommen Ergebnisse von qualitativen Fallstudien in vier
Krankenhäusern. Ein Überblick über wesentliche Ergebnisse der
nationalen und internationalen DRG-Folgenforschung rundet das Bild
ab.
Die Untersuchung führt unter anderem zu dem Ergebnis, dass viele der
Befürchtungen noch nicht eingetroffen sind bzw. von den Betroffenen
nicht wahrgenommen wurden. Trotzdem verschlechterte sich z.B. die
Versorgung von Patienten mit mehreren Behandlungsanlässen, und es
verschärfte sich drastisch die «moralische Dissonanz» zwischen
ethischen und professionellen Ansprüchen von Ärzten und
Pflegekräften und ihrem Berufsalltag. Obwohl die Liegezeiten
kontinuierlich weiter abnahmen, verbesserte sich die Aufnahme- und
Entlassungsphase der Patienten auf zum Teil unzulänglichem Niveau
nicht, was einer Verschlechterung gleichkommt. |
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Letzte Änderung:
24. November 2009 |
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