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Bildung, Arbeit und LebenschancenPublic Health

Bildung, Arbeit und Lebenschancen






Forschungsgruppe
Public Health



 

 
 
Von links:
Hella von Unger, Michael T. Wright, Meggi Khan-Zvornicanin, Barbara Weigl, Stefanie Lenuweit, Rolf Rosenbrock, Michael Bochow, Susanne Kümpers, Katrin Falk, Stefanie Roth, Dorothea Weinrebe, Susanne Hartung, Leon Witzel, Michael Noweski."
     
         
         

> Leiter: Prof. Dr. Rolf Rosenbrock

Public Health ist Theorie und Praxis der auf Gruppen bzw. Bevölkerungen bezogenen Strategien und Maßnahmen der Verminderung von Erkrankungs- und Sterbewahrscheinlichkeiten durch Senkung von Belastungen und Stärkung von Ressourcen.
Public Health analysiert und beeinflusst hinter den individuellen Krankheitsfällen epidemiologisch fassbare Risikostrukturen, Verursachungszusammenhänge und Bewältigungsmöglichkeiten. Dazu gehören auch Fragen der Ausgestaltung und Steuerung von Prävention und Krankenversorgung.

Dominantes Merkmal der gesundheitlichen Lage in reichen Industrieländern sind chronisch degenerative Erkrankungen, die zu einem erheblichen Teil durch Prävention verhütet oder in ein höheres Lebensalter verschoben werden könnten. Nach ihrer Manifestation sind sie in der Regel nicht mehr zu heilen, sondern bedürfen einer kontinuierlichen und integrierten Behandlung und Betreuung durch medizinische, pflegerische und soziale Leistungen. Sowohl die Chancen, gesund zu bleiben, als auch die Möglichkeiten, eingetretene Erkrankungen entsprechend zu bewältigen, sind in der Gesellschaft analog den Verteilungen von Macht, Prestige, Handlungsspielräumen und Wissen ungleich verteilt. Das Problem sozial bedingt ungleich verteilter Gesundheitschancen nimmt derzeit in den meisten Ländern zu.

Zwischen den aus der gesundheitlichen Lage resultierenden Präventions- und Versorgungsbedarfe und der Leistungsstruktur der Gesundheitssysteme besteht eine zunehmende Spannung. Dies verweist auf die Notwendigkeit von Umstrukturierungen und Anpassungen an gewandelte Problemlagen und lenkt den Blick auf die gesellschaftlich relevanten und sozialwissenschaftlich herausfordernden Felder sozialer Innovation in Prävention und Versorgung. Dabei ist ‚Prävention’ weiter zu fassen als die Senkung krankheitsbezogener Risiken: Es geht darüber hinaus um die Erschließung und Bearbeitung der Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Partizipationschancen und Gesundheit.

Die Arbeitsgruppe Public Health untersucht in diesem Kontext Voraussetzungen, Formen, Qualitäten und Effekte sowohl von Maßnahmen und Konzepten als auch von Regulierungen und Institutionen. Ihre besondere Erfahrung und komparative Stärke liegt dabei auf Fragestellungen

  • nach den fördernden und hemmenden Bedingungen bei der Entwicklung, Implementation und Qualitätssicherung gesundheitspolitischer Innovationen
  • nach den erwünschten und unerwünschten, gesundheitlichen und sozialen Wirkungen solcher Innovationen.

Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Forschungsbereiche

  1. > Politische Steuerung und Regulierung (Koordination > Prof. Dr. Rolf Rosenbrock)
  2. > HIV und AIDS (Koordination > Prof. Dr. Michael T. Wright)
  3. > Partizipative Gesundheitsforschung (Koordination > Prof. Dr. Michael T. Wright)
  4. > Alter, Ungleichheit und Gesundheit (Koordination > Dr. Susanne Kümpers)

Die Forschungsgruppe Public Health im WZB ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Public Health (¬ DGPH.).

¬ Flyer zur Forschungsgruppe Public Health


 

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Letzte Änderung: 2010-08-25 16:07