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Kontakt:
Petra
Böhnke, Tel.: 030 25491-230, E-Mail:
boehnke@wzb.eu
Inhaltsbeschreibung:
Soziale Ausgrenzung beschreibt in jüngster Zeit in Politik und
Wissenschaft das Risiko bestimmter Bevölkerungsgruppen, von
Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu
sein. Gesellschaftliche Teilhabe bezieht sich dabei in umfassender
Weise auf ökonomische, soziale, kulturelle und politische Aspekte.
Prekäre Erwerbsverläufe und Arbeitslosigkeit gelten als Schlüssel für
einen solchen Prozess. Definitionen und Dimensionen sozialer
Ausgrenzung sind jedoch nicht einheitlich und eine empirische
Überprüfung steht zu großen Teilen noch aus. Das Projekt stellt in
methodischer Hinsicht den Versuch dar, eine empirische Umsetzung des
Ausgrenzungskonzeptes zu leisten, um wesentliche Thesen des
Ausgrenzungsdiskurses – Polarisierung der Sozialstruktur,
Verwundbarkeit der gesellschaftlichen Mitte, Kumulation sozialer
Benachteiligung, geringe Teilhabechancen in prekären Lebenslagen – zu
überprüfen. Ihm liegt die Einschätzung zugrunde, dass Indikatoren zur
subjektiven Ausgrenzungserfahrung bislang in der empirischen Forschung
unzureichend berücksichtigt werden. Es wird gezeigt, wer in Ost- und
Westdeutschland vom Risiko sozialer Ausgrenzung betroffen ist und wie
relevant einzelne Benachteiligungen für verschiedene
Bevölkerungsgruppen sind, um Ausgrenzungsempfinden zu verursachen.
Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Bedingungen
sozialstruktureller Art gegeben sein müssen, damit sich objektive
Problemlagen in subjektiver Ausgrenzungserfahrung manifestieren. Dies
setzt eine umfassende Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden
sozialwissenschaftlichen Theorien und der gebräuchlichen
Verwendungsweise des Ausgrenzungskonzeptes in Wissenschaft und Praxis
voraus. Ausgangspunkt sind dabei jüngste Forschungsergebnisse, die auf
einen mehrdimensionalen und dynamischen Zugang zu Armut und sozialer
Benachteiligung drängen.
Zeitraum:
2000-2004
Methodische Vorgehensweise:
Sekundäranalyse von Individualdaten, Untersuchungsdesign:
Querschnitt, Längsschnitt, Trend, Zeitreihe
Veröffentlichungen:
Böhnke, Petra (2006): Am Rande der Gesellschaft. Risiken sozialer
Ausgrenzung. Verlag Barbara Budrich, Opladen.
Böhnke, Petra (2005): Mittendrin und trotzdem draußen? Soziale
Ungleichheit in Deutschland. In: WZB-Mitteilungen 110, S. 34-37.
(download:
http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm110/34.pdf)
Böhnke, Petra (2005): Teilhabechancen und Ausgrenzungsrisiken in
Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 37/2005, S. 31-36.
(download unter www.bpb.de)
Böhnke, Petra (2004): Am Rand der erweiterten Union. Soziale
Ausgrenzung aus Sicht der Europäer. In: WZB Mitteilungen 105, S.
37-40.
(download: http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm105/s37-40.pdf)
Böhnke, Petra (2004):Perceptions of Social Integration and
Exclusion in an enlarged Europe. European Foundation for the
Improvement of Living and Working Conditions, Luxembourg, Office for
Official Publications of the European Commission. (download:
http://www.eurofound.eu.int/publications/htmlfiles/ef03106.htm)
Böhnke, Petra (2002):Die exklusive Gesellschaft. Empirische
Befunde zu Armut und sozialer Ausgrenzung. In: Stefan Sell (Hrsg.),
Armut als Herausforderung. Bestandsaufnahmen und Perspektiven der
Armutsforschung und Armutsberichterstattung, Berlin: Duncker &
Humblot, S. 45-64.
Böhnke, Petra (2002): Armut und soziale Ausgrenzung im Alter. In:
Geene, R. / Gold, C. / Hans, Ch. (Hrsg.), Armut und Gesundheit.
Gesundheitsziele gegen Armut - Netzwerke für Menschen in schwierigen
Lebenslagen, Teil I, Berlin: b_books, S.172-179.
Böhnke, Petra (2002): Armut und soziale Ausgrenzung im
europäischen Kontext. Politische Ziele, Konzepte und vergleichende
empirische Analysen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B
29-30/2002, S. 29-38. (download unter www.bpb.de)
Böhnke, Petra (2001): Nothing left to lose? Poverty and Social
Exclusion in Comparison. Empirical Evidence on Germany. WZB
discussion paper, FS III 01-402, 2001. (download: http://skylla.wzb.eu/pdf/2001/iii01-402.pdf)
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