Publikationen Sonderheft Leviathan

Erfolg um jeden Preis?

Erfolg oder Scheitern - dazwischen gibt es kaum noch eine Grauzone. So jedenfalls lautet die Diagnose eines Sonderbandes des Leviathan, der Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft, die vom WZB mitherausgegeben wird. Das knapp dreihundert Seiten starke Buch untersucht den Aufstieg des Erfolgs zur gesellschaftlichen Leitwährung und diskutiert die Folgen. Es ist druckfrisch auf dem Markt. mehr
Presse Wenn Eltern Hilfe brauchen

Nicht alle Geschwister beteiligen sich an der Pflege

Geschwister pflegen ihre Eltern, wenn diese alt und hilfsbedürftig werden, nicht in gleichem Umfang. In 75 Prozent aller Fälle übernimmt ein einzelnes Kind die Pflege. Die Mütter werden in erster Linie von den Töchtern gepflegt. Söhne sind nach wie vor seltener bereit, die Pflegearbeit allein zu leisten. In Familien ohne Töchter teilen sich mehrere Brüder die Pflege häufig untereinander auf. Zu diesem Ergebnis kommt WZB-Forscher Marcel Raab gemeinsam mit Kollegen in einer neuen Studie. Warum sich Geschwister unterschiedlich stark bei der Pflege der Eltern engagieren, haben die Forscher mit Hilfe amerikanischer Daten untersucht. mehr
Presse Pressemitteilung

Starke Elternnetzwerke – nicht gut für alle Kinder

Die sozialen Kontakte der Eltern beeinflussen den schulischen Erfolg ihrer Kinder. Wie im Einzelnen  Elternnetzwerke auf die Bildungskarrieren der Kinder wirken, hat WZB-Forscherin Anette Fasang gemeinsam mit zwei amerikanischen Kollegen untersucht. Ihre Studie belegt: Enge Kontakte zwischen den Eltern nützen vor allem Kindern in wohlhabenden Vierteln. In ärmeren Bezirken schaden sie dagegen dem Nachwuchs, weil sie soziale Ungleichheit verstärken und Durchlässigkeit verhindern. mehr
Presse Pressemitteilung

Bessert sich die Lage von Frauen, treibt das die Demokratisierung voran

Wenn sich die gesellschaftliche Situation von Frauen verbessert, stärkt das die Demokratisierung. Jianghong Li (WZB) hat mit den australischen Forschern Paula Wyndow und Eugen Mattes den direkten Zusammenhang zwischen der Lage von Frauen und dem Zustand der Demokratie belegt. Die Wissenschaftler haben Daten aus 123 Ländern ausgewertet, die 1980 nicht demokratisch waren, und von denen viele in den Jahren bis 2005 den Weg der Demokratisierung gingen. Ihre Analyse zeigt: Fortschritte in der Mädchen- und Frauenbildung, ein Anstieg der weiblichen Erwerbstätigkeit und sinkende Geburtenraten sind ein wichtiger Motor für die Demokratisierung.  mehr
Presse Studie

Wer sich arm fühlt, wird eher krank

Wer wenig Geld hat, wird eher krank und stirbt früher. Das ist schon lange belegt. Als arm kann aber auch gelten, wer sich arm fühlt. Wie stark das subjektive Armutsempfinden die Gesundheit beeinträchtigt, haben WZB-Ökonomin Maja Adena und ihr Kollege Michal Myck (DIW Berlin und Center for Economic Analysis, Szczecin) erstmals für die Altersgruppe der über 50-Jährigen nachgewiesen. Ihre Studie für Deutschland und elf weitere europäische Länder zeigt: Ältere Menschen, die sich selbst als arm einschätzen, erkranken deutlich häufiger (38 Prozent) und erleiden eher einen gesundheitlichen Rückschlag (48 Prozent). Auch die Wahrscheinlichkeit, früher zu sterben, ist bei ihnen weitaus höher – bei Männern dieser Altersgruppe um 40 Prozent. mehr