Forschung Beitrag im Journal Demography

Familiengründung – wie bei den eigenen Eltern

Der Einfluss der Herkunftsfamilie auf die Familiengründung spielt noch immer eine wichtige Rolle, obwohl sich demografische Übergänge bezogen auf Partnerwahl, Heirat und die Entscheidung für den Nachwuchs in den letzten Jahren stark geändert haben. 75 Prozent der Kinder zeigen ein ähnliches Muster wie ihre Eltern und bekommen genauso oder ähnlich viele Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre Eltern, haben die beiden Wissenschaftler Anette Fasang und Marcel Raab anhand von Daten aus US-amerikanischen Mittelschichtsfamilien herausgefunden. Der wichtigste Befund: Neben diesen Ähnlichkeiten gibt es auch noch andere Regelmäßigkeiten im Familiengründungsverhalten von Eltern und Kindern. Manche folgen nämlich nicht dem Beispiel ihrer Eltern, vor allem wenn sie sich in der Pubertät nicht mit ihnen verstanden haben. mehr
Veranstaltungen Fotoausstellung

Zeitzeugen der friedlichen Revolution im Porträt

Fotoporträts von 15 Ostdeutschen, die während der friedlichen Revolution 1989 eine wichtige Rolle gespielt haben, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung “Remembering East Germany's Peaceful Revolution”, die am 12. November zum Gedenken an den 25. Jahrestag des Mauerfalls im WZB eröffnet wurde. Die Porträts der Bürgerrechtler, Politiker und Künstler sind bis Ende Dezember zu sehen. Die Ausstellung geht auf ein Interviewprojekt der britischen Professorin Molly Andrews zurück. mehr
Personen Forschung und Öffentlichkeit

Gesellschaft für Soziologie ehrt Jutta Allmendinger

Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB, ist von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) mit dem „Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie“ geehrt worden. Der Preis wurde ihr am Montag, dem 6. Oktober, zum Auftakt des 37. Kongresses der DGS in Trier überreicht. Der einwöchige Kongress ist dem Thema „Routinen der Krise – Krise der Routinen“ gewidmet. Für ihre Vermittlung sozialwissenschaftlicher Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit ist Jutta Allmendinger schon 2009 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet worden. mehr
Forschung Presseinformation

Die deutsche Elite denkt kosmopolitisch

Die Elite in Deutschland bekennt sich einheitlich zur Einwanderung und zur stärkeren Öffnung der nationalen Grenzen. Diese Einstellung trennt sie von der übrigen Bevölkerung, die sehr heterogen zu diesen Themen steht. Das haben die beiden WZB-Forscher Marc Helbling und Céline Teney in einer Analyse festgestellt. Sie untersuchten die Einstellungen von 354 deutschen Spitzenkräften aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Militär und Kirche zu Einwanderungsfragen, internationalem Handel, Entwicklungshilfe und supranationalen politischen Institutionen und setzten sie in Bezug zu den Einstellungen der Bürger zu diesen Themen. mehr
Publikationen Kommentar zu WHO und Ebola

Sparetat behindert Krisenintervention

Bei der Ebola-Krise hat die WHO versagt, weil ihre Geldgeber eigene Interessen verfolgen. Ihre Arbeit wird von vermarktbaren Aktionen bestimmt, mit denen sich die Spender schmücken können. Die Seuchenkontrolle gehört nicht dazu. WZB-Wissenschaftlerin Tine Hanrieder von der Abteilung Global Governance beschreibt in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung, welche Interessen die Geldgeber der WHO verfolgen und wie stark damit die Möglichkeiten der Gesundheitorganisation eingeschränkt sind. mehr