Presse Pressekonferenz am 19. Januar

Pegida - Annäherungen der Protestforschung

Wer sind die Pegida-Anhänger? Was treibt sie auf die Straße? Welche Einstellungen haben sie zum Islam? Ein Team von Sozialwissenschaftlern aus Berlin und Chemnitz um den Protestforscher Dieter Rucht (WZB) hat am 12. Januar dazu Demonstrierende in Dresden befragt. Zusätzlich beobachteten die Experten das Verhalten der Demonstranten, registrierten Slogans, Zeichen und Fahnen sowie die Interaktion zwischen der Polizei und den Demonstrierenden. Ihre Analysen stellten sie am Montag, 19. Januar auf einer Pressekonferenz im WZB vor. mehr
Publikationen Interview in Telepolis

"Think Tanks spielen eine widersprüchliche Rolle"

Think Tanks haben Macht und können – je nach Einflussbereich und finanzieller Ausstattung – viel erreichen. Ihre Einflussnahme wird daher auch mit Argwohn betrachtet. Der WZB-Wissenschaftler Dieter Plehwe forscht seit Jahren über Think Tanks im In- und Ausland. Im Interview mit dem Onlinemagazin „Telepolis“ erklärt er, welche Folgen die Gründung von immer mehr wirtschaftsnahen Think Tanks hat, warum viele Menschen die Organisationen nur noch als elitäre Vereinigungen wahrnehmen und weshalb es vielen der Think Tanks an Transparenz mangelt. Die Forschung über die Denkfabriken ist schwieriger geworden, weil ihre Zahl immer mehr wächst und Einflüsse aus dem In- und Ausland analysiert werden müssen. Das Interview lesen Sie hier: mehr
Presse Europa-Studie

Bildung zahlt sich aus

Trotz der wachsenden Bedeutung von Bildung für Beschäftigung und Einkommen ist der Anteil bildungsarmer Menschen in der Europäischen Union immer noch zu hoch. 8 Prozent der Jugendlichen verlassen die Schule ohne Abschluss. 19 Prozent der 15-Jährigen gelten im EU-Durchschnitt als funktionale Analphabeten. Das zeigt eine WZB-Studie über soziale Ungleichheit in Europa. Gute Bildung zahlt sich in allen EU-Staaten aus. Im EU-Durchschnitt verdienen Hochschul-Absolventen 44 Prozent mehr als Menschen mit einem Berufsabschluss. In Deutschland beträgt dieser Einkommensunterschied 65 Prozent, in Schweden dagegen nur 11 Prozent. mehr
Forschung Beitrag im Journal Demography

Familiengründung – wie bei den eigenen Eltern

Der Einfluss der Herkunftsfamilie auf die Familiengründung spielt noch immer eine wichtige Rolle, obwohl sich demografische Übergänge bezogen auf Partnerwahl, Heirat und die Entscheidung für den Nachwuchs in den letzten Jahren stark geändert haben. 75 Prozent der Kinder zeigen ein ähnliches Muster wie ihre Eltern und bekommen genauso oder ähnlich viele Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre Eltern, haben die beiden Wissenschaftler Anette Fasang und Marcel Raab anhand von Daten aus US-amerikanischen Mittelschichtsfamilien herausgefunden. Der wichtigste Befund: Neben diesen Ähnlichkeiten gibt es auch noch andere Regelmäßigkeiten im Familiengründungsverhalten von Eltern und Kindern. Manche folgen nämlich nicht dem Beispiel ihrer Eltern, vor allem wenn sie sich in der Pubertät nicht mit ihnen verstanden haben. mehr
Publikationen Studie zur Bundestagswahl 2013

Motive, Nominierung, Wahlkampf

An keinem Stammtisch dieser Republik dürfen Kommentare über die „da oben“, die ohnehin nur an Diätenerhöhungen und einer späteren Tätigkeit in Aufsichtsräten interessiert sind, fehlen. Was für ein Engagement hinter der politischen Arbeit im Allgemeinen, aber auch dem Wahlkampf im Speziellen steckt, wird oft übersehen. Zu diesen und anderen Aspekten liefert der Kurzbericht zur Kandidatenstudie 2013 interessante Einblicke. An der Befragung haben mehr als 1000 Kandidatinnen und Kandidaten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien sowie der FDP, AfD und der Piratenpartei teilgenommen. mehr
Publikationen Handbuch Transformationsforschung

Gesellschaften im Wandel erforscht

Transformationsprozesse ganzer Regime sind komplexe Vorgänge mit offenem Ausgang. Es geht dabei nicht nur um eine bewusste Umgestaltung von politischer Praxis, Wirtschaft und Recht, sondern auch um einen tiefgreifenden Einschnitt in die sozialen Verhältnisse, die Lebenswelt und die Kultur der Bürger. Die interdisziplinäre Transformationsforschung widmet sich dieser komplexen Enwicklung. In welcher Form und mit welchen methodischen Ansätzen, das zeigen Raj Kollmorgen, Wolfgang Merkel, Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am WZB, und Hans-Jürgen Wagener im neuen „Handbuch Transformationsforschung“ .  mehr