Presse Presseinformation

Wirtschaft setzt auf reifere Bewerber

Auch zwei Jahre nach dem Schulabschluss haben Bewerberinnen und Bewerber gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz – insbesondere dann, wenn sie sich in dieser Zeit über eine berufsvorbereitende Maßnahme im Übergangssystem weiterqualifiziert haben. Diese sogenannten Altbewerber werden sogar öfter zum Vorstellungsgespräch eingeladen als jene, die sich direkt nach der Schule bewerben. Das haben die WZB-Ökonominnen Dorothea Kübler und Julia Schmid aus der Abteilung Verhalten auf Märkten in einem Feldexperiment herausgefunden, in dem erstmals Rekrutierungskriterien auf dem Ausbildungsmarkt in einem großen Umfang getestet wurden. mehr
Publikationen WZB-Mitteilungen Juni 2015

Jenseits des Staates - zur Architektur globaler Politik

Klimawandel, Migration, Finanzkrisen –  heute können Staaten weniger denn je einzeln den großen Herausforderungen begegnen. Internationale Institutionen und Abkommen gewinnen an Bedeutung. Die Architektur globaler Politik ist Schwerpunktthema des aktuellen Heftes der WZB-Mitteilungen. Forscherinnen und Forscher schreiben darin weniger über eine umfassende „Weltpolitik“, sondern nehmen einzelne Akteure, deren Strategien und Akzeptanz unter die Lupe. mehr
Publikationen Aufsatz

Wer sich überschätzt, delegiert seltener

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem „Rückschaufehler" und der Fähigkeit zum Delegieren? Als Rückschaufehler wird in der Psychologie die Tendenz bezeichnet, die Vorhersehbarkeit eines Ereignisses nach dem Motto „Das habe ich ja vorher schon gewusst“ retrospektiv zu überschätzen. Ein Team der WZB-Abteilung Verhalten auf Märkten hat diese Frage untersucht und während der WM 2010 Probanden gebeten, den Ausgang von Fußballspielen vorherzusagen. Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor und zeigen: Wer sich überschätzt, delegiert seltener. mehr
Presse Aktuelle Analyse

Das Internet bringt keine Wähler zurück

Die repräsentative Demokratie steht unter Druck: Das untere Drittel der Gesellschaft beteiligt sich nicht mehr, Parteien verlieren an gesellschaftlicher Verankerung, die Europäisierung schwächt den demokratisch legitimierten Nationalstaat nicht nur in Südeuropa. Als Heilmittel gelten mehr Referenden, die digitale Demokratie, mehr deliberative Verfahren oder ein stärkerer europäischer Zusammenschluss. Doch solche Änderungen halten in der Praxis nicht das, was sie versprechen, wie WZB-Demokratie-Forscher Wolfgang Merkel in seiner Analyse „Nur schöner Schein?“ für die Otto Brenner Stiftung zeigt. Sie schaffen es vor allem nicht, dass das untere Drittel der Gesellschaft in die Politik zurückkehrt. mehr
Publikationen Feldexperiment zu Bewerbungen

Kopfnoten wiegen schwerer als Fächernoten

Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte nicht nur gute Noten in Mathe, Englisch und Deutsch vorweisen können. Mindestens ebenso wichtig sind deutschen Personalchefs Lehrerbewertungen über die Zuverlässigkeit, Motivation oder Teamfähigkeit von Schülern. Das zeigt eine Studie der WZB-Forscherinnen Paula Protsch und Heike Solga, die jetzt in der European Sociological Review erschienen ist. mehr