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Open Access

Die Bibliothek koordiniert alle Aktivitäten des WZB im Bereich "Open Access" und bietet dazu zahlreiche Service- und Beratungsleistungen.

Hintergrund

"Open Access" bedeutet den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien (z.B. Forschungsprimärdaten) über das Internet.

Entstanden ist die "Open Access"-Bewegung als Gegenreaktion auf übermäßige Preissteigerungen im Bereich der kommerziell vermarkteten wissenschaftlichen Zeitschriften. Zudem soll mit der freien Zugänglichmachung wissenschaftlicher Literatur über das Internet  der Mehrfachsubventionierung und Kommerzialisierung öffentlich-rechtlich finanzierter Forschung teilweise entgegengesteuert werden.

Vorteile von Open Access

Open Access-Publikationen bieten Vorteile sowohl für die Urheber von wissenschaftlicher Literatur und Daten als auch für die Rezipienten dieser Informationen:

  • schneller und kostenfreier Informationszugang;
  • erhöhte Zitierhäufigkeit und Sichtbarkeit von Dokumenten;
  • gute Auffindbarkeit der Dokumente über einschlägige Suchdienste (z.B. OIAster, BASE, Google Scholar);
  • Sicherung der Verwertungsrechte von Autorinnen und Autoren.

Formen der Open Access-Veröffentlichung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ihre Forschungsergebnisse hauptsächlich auf zwei Wegen als Open Access-Veröffentlichungen zugänglich machen:

  • "Grüner Weg": Zweitveröffentlichung eines Dokuments auf der eigenen Homepage, der Homepage der eigenen Einrichtung oder einem Dokumentenserver der eigenen Einrichtung ("institutionelles Repositorium") oder einem Server mit Volltexten aus unterschiedlichen Quellen, jedoch mit einem gemeinsamen fachlichen Bezug ("fachliches Repositorium"). Voraussetzung für das Beschreiten des "grünen Wegs" ist, dass vertragliche Regelungen (z.B. Verlagsverträge) einer Parallel- bzw. Zweitveröffentlichung von Forschungsergebnissen nicht entgegenstehen. In vielen Fällen kann allerdings anstelle der Verlagsfassung einer Publikation eine Preprint- oder Postprint-Version der entsprechenden Veröffentlichung online frei zugänglich gemacht werden. Eine erste Orientierung darüber, welche Formen der Parallel-/Zweitveröffentlichung gerade Zeitschriftenverlage gestatten, bietet SHERPA/RoMEO-Datenbank. Zudem besteht die Möglichkeit, über Zuätze zu Verlagsverträgen das Recht auf eine Parallel- bzw. Zweitveröffentlichung von Forschungsergebnissen festzuschreiben.
  • "Goldener Weg": Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in originären Open Access-Zeitschriften, d.h. Online-Zeitschriften, deren gesamte Inhalte kostenfrei im Internet abrufbar sind, wobei in der Regel, analog zu gedruckten Zeitschriften, ein inhaltliches Begutachtungsverfahren vorgeschaltet ist. Einen guten Überblick über Open Access-Zeitschriften mit inhaltlicher Begutachtung der zur Veröffentlichung eingereichten Beiträge bietet das "Directory of Open Access Journals" (DOAJ).

Open Access in Deutschland


Die "Open Access"-Bewegung wird heute in Deutschland von zahlreichen Organisationen aus dem Bereich der universitären und außeruniversitären Forschung unterstützt, namentlich im Rahmen der "Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen". Die entsprechenden Aktivitäten sind gebündelt in der Schwerpunktinitiative "Digitale Information".

Auch die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, der das WZB angehört, bekennt sich als Mitunterzeichnerin der "Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" (2003) ausdrücklich zu den Prinzipien von Open Access. Sie hat einen Arbeitskreis "Open Access" eingerichtet, dem das WZB angehört.

Aktivitäten des WZB

Das WZB hat im Juli 2010 eine Open Access-Leitlinie verabschiedet. Verschiedene Maßnahmen dienen dazu, eine möglichst große Zahl von WZB-Publikationen auch frei über Internet zugänglich zu machen:

Bei Fragen wenden Sie sich an Sebastian [dot] Nix [at] wzb [dot] eu (Sebastian Nix) (Durchwahl: -518).