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Gesellschaft und wirtschaftliche DynamikInnovation und Organisation

Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik






Abteilung
Innovation und Organisation




Die Abteilung



In den Forschungsarbeiten der Abteilung "Innovation und Organisation" wird an ausgewählten sozialen und technischen Innovationen die Bereitschaft und Fähigkeit von Organisationen untersucht, Neuerungen zu schaffen, aufzunehmen, voranzutreiben und in breiten Anwendungen umzusetzen. Das Forschungsprogramm zielt auf die empirische Untersuchung der verschiedenen Stufen des Innovationsprozesses und unterschiedlicher Aktions- und Reaktionsmuster von Organisationen. Folgende Themen bilden dabei mittelfristig den Kern der Arbeiten:
 
Mobilität und Verkehr
Die Projektgruppe Mobilität untersucht die physische Mobilität und die Wechselwirkung ihrer gesellschaftlichen, organisatorischen und verkehrspolitischen Ausprägungen. Im Vordergrund stehen insbesondere folgende Fragestellungen:·
 
  Die Zukunft des "Leitbildes der Automobilität": Innovative Nutzungsformen und Fahrzeuge im Zusammenhang neuer Anforderungen an organisationalen Wandel und Organisationslernen in der globalen Automobilwirtschaft.
  Ursachen und Ausprägungen des Wandels von Organisationsformen, politischer Regulierung und nutzerseitiger Nachfrage im gegenwärtigen und künftigen Öffentlichen Verkehr, auch im internationalen Vergleich.
  Soziologie des Verkehrs: systemische Kopplungen von Moderne und Mobilität, u.a. in Form von Nachfragewandel und unternehmerischer Reorganisation von Freizeitverkehr in globaler Perspektive.
 
Internet Governance
Das Internet ist eine transnationale Kommunikationsinfrastruktur mit einem schwach ausgebildeten Koordinationszentrum. Auf die Dezentralität des Internet ist seine Innovationsdynamik zurückzuführen. Das sich international entwickelnde Forschungsgebiet Internet Governance befasst sich mit dem Wandel der technischen und administrativen Regimestrukturen des Netzes. Die in Zukunft anstehenden Forschungsfragen betreffen insbesondere:
 
  transnationale Formen der Willensbildung und Repräsentation in der Netzverwaltung,
  den Zusammenhang von technischer und sozialer Normenbildung im Internet und in der Wissensgesellschaft und
  die Zukunft geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter.
 
Organisationslernen und Kultur
Die Globalisierung der Wissensgesellschaft erfordert die Fähigkeit von Organisationen, Wissen sowohl lokal wie auch transnational zu generieren, zu entdecken, abzurufen und umzusetzen. Damit rücken bisher unterbelichtete kulturelle und politische Dimensionen von Organisationsverhalten und Wissensvermittlung in den Vordergrund der Forschung. Folgende Themenfelder werden in den nächsten Jahren untersucht:
 
  Prozesse zur Entwicklung von neuem Wissen sowie zur Weitergabe insbesondere von Erfahrungswissen und Intuition (tacit knowledge),
  Ansätze zur Erhöhung des Nutzens der kulturellen Vielfalt in multinationalen Unternehmen und anderen Organisationen,
  Rollen von unterschiedlichen Typen von grenzüberschreitenden Einheiten oder Akteuren in organisationalen Lernprozessen vor allem im Hinblick auf die Berücksichtigung des Wissens und der Interessen unterschiedlicher Bezugsgruppen.
 
Wissenstransfer und Netzwerke
Mit der Differenzierung und Spezialisierung von Organisationen im öffentlichen Sektor geht eine Bedeutungszunahme von interorganisationalen Austauschbeziehungen einher. Es entstehen vielfältige öffentlich-private Kooperationsverbünde mit dem Ziel, Sozial-, Prozess- und Produktinnovationen hervorzubringen. Hierbei geht es um folgende Fragestellungen:
 
  Innovationspotenziale in Abhängigkeit von Strukturmustern Sektor- und Organisationsgrenzen übergreifender Netzwerke,
  Transfer, Generierung und Implementation von Wissen und Ideen für Problemlösung und Kompetenzentwicklung,
  Probleme der Legitimation im Zusammenhang mit neuen Formen der Partizipation.
 
Die Forschung der Abteilung Innovation und Organisation wird die Verflechtungen zwischen den vier genannten Themenbereichen zum Gegenstand machen, bspw. durch Untersuchungen von lern- und kulturtheoretischen Aspekten der Wandlungsprozesse in der Automobilindustrie; Vergleiche der Wissenstransferprozesse im Internet und in anderen Organisationsformen. Die Verbindungen zu der Abteilung Internationalisierung und Organisation liegen vor allem in den Bereichen "Dienstleistungsintermediäre und Wissen", und "Transnationale Vernetzungsunternehmen" und mit der Arbeitsgruppe Wissen, Produktionssysteme und Arbeit insbesondere in den komplementären theoretischen Zugängen zu Fragen von Governance im Internet und transnationalen Unternehmen.

 
Kommissarische Leitung
> Prof. Dr. Ariane Berthoin Antal
 


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Letzte Änderung: Januar 2008