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Mit dieser Studie greifen die Autoren die Debatte um den
Vergleich nationaler Modelle industrieller Organisation auf. In der Auseinandersetzung um
die Erklärung der Auswirkungen supranationaler Wettbewerbsstrukturen auf nationale Regime
stellt ein sektoraler Ansatz -- so die Autoren -- eine hilfreiche empirische Analysebasis
dar. Die Akteure auf der Branchenebene müssen konkrete Antworten auf die Probleme finden,
die sich aus den verschärften Wettbewerbsbedingungen ergeben. Untersucht werden die
Veränderungen der Rekrutierungs- und Ausbildungspolitiken deutscher, britischer und
französischer Banken im Privatkundengeschäft.
Dabei wird gezeigt, dass Marktdruck zu beachtlichen
Wandlungsprozessen in jedem der Bankensektoren geführt hat, aber auch, dass damit
unterschiedliche Resultate verbunden sind. So variiert zwischen den Ländern die relative
Bedeutung von preis-, qualitäts- und innovationsorientiertem Wettbewerb in verschiedenen
Marktsegmenten beachtlich. Ähnliches gilt auch für die Rekrutierungs- und
Ausbildungspolitiken, mit denen die Kreditinstitute in Deutschland, Großbritannien und
Frankreich auf die verschärften Wettbewerbsbedingungen geantwortet haben. Die Studie
kommt zu dem Schluss, dass die Branche eine wichtige intermediäre Arena ist, in der die
Akteure den Wandel von Regulierungssystemen zwischen dem Unternehmen und der nationalen
Ebene verhandeln. Vergleichende Analysen, die die Branchenebene stärker berücksichtigen,
tragen zu einem besseren Verständnis von Wandel bei und weisen die Richtung zur
Weiterentwicklung theoretischer Modelle.
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Vollständiger Text
41 Seiten
Bestell-Nr.:
FS I 95-101 |
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