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n diesem Papier wird die
geschlechtsspezifische Verteilung von Führungspositionen in europäischen Banken
untersucht. Hierzu werden Ergebnisse einer europaweiten Befragung von
Personalleiter/inne/n sowie weiblichen Führungskräften in den jeweils größten Banken
der 15 EU-Mitgliedsstaaten zum Thema "Frauen in Führungspositionen"
herangezogen. Die Daten zeigen seit Beginn der 90er Jahre einen moderaten Anstieg des
Anteils von Frauen in Führungspositionen, wobei aber weiterhin eine breite Kluft zwischen
dem Anteil an der Gesamtbelegschaft und ihrer Präsenz im Management besteht. Der Anteil
weiblicher Führungskräfte in den höchsten Spitzenpositionen ist nach wie vor sehr
gering. Aus dem vermehrten Eintritt von Frauen ins Management folgen also
nicht zwangsläufig entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen innerhalb des
Managements.
Weiterhin wird die Bedeutung personaler,
struktureller und kultureller Ursachenbündel für die anhaltende
Unterrepräsentanz von Frauen im Management allgemein, und insbesondere in höheren
Führungspositionen analysiert. Hierzu werden zum einen die Einschätzungen der
Personalleiter/innen in Banken sowie der betroffenen Bankmanagerinnen herangezogen. Beide
Seiten stimmen darin überein, dass mit dem Aufstieg innerhalb des Managements
persönliche und familiäre Barrieren an Gewicht verlieren, während die Bedeutung von
Ausschlussmechanismen zunimmt, die auf der strukturellen und kulturellen Ebene angesiedelt
sind. Zum anderen geben die Karriereverläufe und beruflichen Erfahrungen der befragten
Bankmanagerinnen Auskunft darüber, wie die Frauen mit Karrierehemmnissen umgehen und
welche Faktoren sie als relevant für ihren beruflichen Erfolg ansehen.
Die Studie schließt mit einer Betrachtung
der Massnahmen von Banken zur Verbesserung der Situation von Frauen in
Führungspositionen. Die Befragung weist zwar auf eine wachsende Offenheit der Banken
gegenüber allgemeinen Gleichstellungs- und Frauenförderprogrammen hin. Im Hinblick auf
spezielle Fördermassnahmen für weibliche Führungskräfte und gezielte Massnahmen zum
Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen im Management besteht hingegen noch
deutlicher Nachholbedarf. Zur Überwindung der in der Studie identifizierten personalen,
strukturellen und kulturellen Barrieren bedarf es über die individuelle Förderung von
weiblichen Führungskräften hinaus einer stärkeren Verankerung der
Gleichstellungspolitik im Rahmen strategischer Unternehmensziele sowie grundsätzlicher
Veränderungen in der Unternehmenskultur, die sich bislang nur in den wenigsten Banken
abzeichnen.
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Vollständiger Text
84 Seiten
Bestell-Nr.:
FS I 97-104 |
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