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Im Mittelpunkt dieses Beitrages stehen die
geschlechtsspezifischen Implikationen von Reorganisationsprozessen im Bankensektor. Anhand
einer Literaturauswertung und eigener Forschungsergebnisse wird gezeigt,
dass mit den
gegenwärtig zu beobachtenden Restrukturierungsprozessen Frauen nicht pauschal die
Verliererinnen des Wandels sind. Vielmehr eröffnen sich für sie neue Karrierechancen in
einigen Führungsfunktionen im unteren und mittleren Management. Die graduelle
Feminisierung dieser spezifischen Managementbereiche geht jedoch einher mit dem
Weiterbestehen geschlechtsspezifischer Segregation in anderen Bereichen. Zugleich kommt es
zu einer Entkopplung von Karrierepfaden im Zweigstellenmanagement und sich neu
herausbildenden Aufstiegswegen ins höhere Management. Die Einführung neuer
Organisations- und Führungsmodelle geht also keineswegs per se mit einer Erosion der
Geschlechterhierarchie einher. Ebensowenig kann aber auch von homogenen und
unveränderbaren Mustern der geschlechtsspezifischen Segregation und Diskriminierung
ausgegangen werden. Die Autorin plädiert für eine differenzierte Forschungsperspektive,
in der den unterschiedlichen Betroffenheiten und Interessenlagen von Frauen (und Männern)
in Reorganisations- und Restrukturierungsprozessen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden
sollte.
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Vollständiger Text
25 Seiten
Bestell-Nr.:
FS I 98-104 |
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