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Im Fokus der Untersuchung stehen Personen, die eine
Spitzenposition in Wissenschafts- oder Wirtschaftsorganisationen
erreicht haben oder sich auf dem Weg dorthin befinden. Wir möchten
herausfinden, wie die Rekrutierung in Spitzen-Positionen erfolgt
sowie welche Arbeitsanforderungen und Leistungserwartungen mit einer
Spitzenposition verbunden sind. Dabei interessiert uns vor allem,
mit welchen Attributen der Begriff „Spitze“ in den jeweiligen
Feldern versehen wird, wenn die Zugehörigkeit von Männern und Frauen
zu ihr angesprochen wird.
Eine unserer Ausgangshypothesen ist, dass sowohl in der Wissenschaft
als auch in der Wirtschaft unterschiedliche displays an Status- und
Anerkennungszuschreibungen sowie Umgangsweisen bei der Darstellung
und Bewertung von Leistungen existieren.
Wissenschaftlich zielt die Untersuchung somit auf die Vorstellungen
von Leistung und Exzellenz sowie die damit verbundenen
Anerkennungskulturen und Mechanismen der Elitenkonstruktion in den
jeweiligen Feldern. Dabei sind Quervergleiche sowohl zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft als auch zwischen verschiedenen
Personengruppen vorgesehen. Ebenso soll herausgearbeitet werden,
inwieweit subjektive Orientierungen mit objektiven Faktoren wie
Disziplin, Branche oder Organisation verwoben sind.
Die Analyse erfolgt vorwiegend auf der Basis von narrativen
Interviews und konzentriert sich auf fünf Untersuchungsfelder:
(1) den Weg an die Spitze der Wissenschaft,
(2) die Position an der Spitze von Organisationen im
Wissenschaftssystem,
(3) den Weg an die Spitze von Wirtschaftsunternehmen,
(4) die Position an der Spitze der Wirtschaft,
(5) die Darstellung von Frauen und Männern in Spitzenpositionen der
Wissenschaft und Wirtschaft in den Medien.
Die Ergebnisse des Projekts sollen zu einem besseren Verständnis des
Alltags und der Kultur in Spitzenpositionen von Wissenschaft und
Wirtschaft beitragen und das Wissen über die symbolische Vermittlung
von Führung und Geschlecht sowie die davon ausgehende Signalwirkung
erweitern. Antragstellerinnen:
Prof. Jutta Allmendinger, Dr.
Hildegard Matthies, Dr. Dagmar
Simon.
Projektteam:
Hildegard Matthies
(Projektleitung), Denis Hänzi, Jan-Christoph Rogge.
Kooperationspartner:
¬Stefan Fuchs,
¬Corinna Kleinert,
¬Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg.
Finanzierung:

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem
Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. |