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Wer Zeit
schenkt, spendet auch mehr Geld
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16
11 2005 |
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WZB-Tagung über ´Spendenberichterstattung
und Transparenz,
Freitag, 18.05.05
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(Berlin)
Bürger, die in Vereinen oder Verbänden engagiert sind, spenden
häufiger und mehr als nicht engagierte Bürger. Es wird in
Deutschland also nicht so sehr gespendet, um ein fehlendes
persönliches Engagement („Zeitspende“) zu kompensieren, wie oft
angenommen wird. Vielmehr geht persönlicher Einsatz einher mit einer
hohen Spendenbereitschaft: Wer Zeit für die Gemeinschaft gibt, ist
auch finanziell großzügiger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie
des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).
Die Studie belegt auch, dass Personen mit einem höheren
Einkommen zwar deutlich häufiger als der Durchschnittsbürger
spenden. Der Anteil der Spendensumme an ihrem Jahresnettoeinkommen
liegt aber beträchtlich unter dem Durchschnitt. Dies unterstreicht
Forderungen der Politik nach einem höheren Beitrag von Vermögenden
und Gutverdienenden zur Stiftungs- und Spendenkultur, wie sie auch
der designierte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erhob.
Die Daten über das Spendenverhalten gehen aus einer vom WZB
erstellten Studie hervor. Den Rahmen der Studie bildet ein vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
gefördertes Projekt, dessen erste Teilergebnisse am 18. November
2005 im WZB auf einer Fachtagung über den Aufbau einer nationalen
Spendenberichterstattung vorgestellt werden.
Um aktuelle und differenzierte Aussagen zum Spendenwesen treffen zu
können, ist in Deutschland eine kontinuierliche
Spendenberichterstattung erforderlich, wie es sie in den USA,
Großbritannien oder Kanada gibt. Nur so gibt es verlässliche Angaben
über Spendenvolumen, Struktur der Spendenverwendung und zu den
Spendern. Vor allem aber wird mehr Transparenz geschaffen, eine
wichtige Grundlage für eine verbesserte Information und
Spendenberatung der Bürger. Dies wird umso mehr erforderlich, als
das Spenden als Beitrag eines gestaltungswilligen Bürgers für eine
aktive Zivilgesellschaft an Bedeutung gewinnt.
Die Voraussetzungen, Potenziale und erforderlichen Schritte für den
Aufbau einer nationalen Spendenberichterstattung sind Gegenstand der
Fachtagung „Spenden in Deutschland – Analysen und Projekte“
am 18. November 2005 im WZB. Wissenschaft, Politik, amtliche
Statistik, Umfrageforschung, Fundraising und zivilgesellschaftliche
Organisationen sind vertreten. |
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Pressekontakt:
Dr. Eckhard Priller, Abteilung „Ungleichheit und soziale
Integration“, Tel.: 030/25491-362,
E-mail:
priller@wzb.eu
Dipl-Soz. Jana Sommerfeld, Abteilung „Ungleichheit und
soziale Integration“, Tel.: 030/25491-381, E-mail:
sommerfeld@wz-berlin,de
Claudia Roth, Pressereferat, Tel.: 030/25491-510; E-mail: roth@wzb.eu
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