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Zivilgesellschaft, Konflikte und DemokratieZivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie

Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie






Der Schwerpunkt
Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie





Die Abteilungen
   
>  Migration, Integration, Transnationalisierung (MIT)
> Prof. Dr. Ruud Koopmans
   
   
>  Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen (DSL)
> Prof. Dr. Wolfgang Merkel
   
   
>  Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen (TKI)
> Prof. Dr. Michael Zürn
   
   
   
Die Forschungsgruppe  
   
>  Zivilgesellschaft, Citizenship und Politische Mobilisierung in Europa (ZCM)
> 
> 
PD Dr. Dieter Gosewinkel und
Prof. Dr. Dieter Rucht
 
   
   
   
Die Forschungsprofessuren  
   
>  Theorie und Geschichte der Demokratie
> Prof. John Keane  
   
   
> Neue Formen von Governance  
> Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert  
   
   
   
> WZB Rule of Law Center  
  Leiter:  
> Prof. Dr. Wolfgang Merkel  
> Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert  
> Prof. Dr. Michael Zürn  
   
   
   
>  Schumpeter-Nachwuchsgruppe Positionsbildung in der EU-Kommission
Dr. Miriam Hartlapp  
   
   

Thematischer Rahmen des Schwerpunkts

Demokratische Herrschaft und "zivile" Gesellschaft sind zentrale Errungenschaften - und bleibende Herausforderungen in modernen Gesellschaften. Nach herrschendem Selbstverständnis und nach der Rechtsverfassung gilt als ausgemacht, dass demokratische Herrschaft das legitime und leistungsfähige Mittel zur politischen Integration und Konfliktlösung ist. Und es wird angenommen, dass in der Gesellschaft stets ein hinreichendes Maß an "Zivilität" gewährleistet ist, sowohl im Sinne von auf Normen wechselseitiger Anerkennung gegründeten Formen des sozialen Verkehrs, wie auch im Sinne des Engagements für die Gesellschaft als eine gemeinsame Sache aller.

Beide Prämissen stehen auf dem Prüfstand. Sie müssen sich angesichts neuer Regelungsprobleme und Konflikte bewähren, die mit der Globalisierung oder zumindest Transnationalisierung sozialer Dynamiken zusammenhängen. Sie müssen sich bewähren für die neuen Demokratien der Transformationsgesellschaften und Entwicklungsländer, deren ökonomische und kulturelle Geschichte eine andere ist als diejenige, auf der die westlichen Demokratien sich entfaltet haben.

Weltweite ökonomische Verflechtung, globale ökologische Gefährdungen und Migrationsdruck stellen die Handlungsfähigkeit der (nationalen) Staaten in Frage und fragmentieren die (nationalen) Gesellschaften. Welche Anpassungen der Demokratie zeichnen sich ab/sind notwendig? Welche Bedeutung hat politische Steuerung (governance) durch zivilgesellschaftliche Selbstorganisation? Wie wird die demokratische Beteiligung der Bevölkerung/Öffentlichkeit realisiert? Wie entwickeln sich Formen der Gewalt und Formen der Gewaltkontrolle?

Mit dem Spektrum dieser Fragen lässt sich die Thematik des Forschungsschwerpunkts grob umreißen. Im Folgenden werden die Themen und Perspektiven der laufenden Arbeiten zusammengefasst und Konvergenzen und Komplementaritäten zwischen den Forschungseinheiten des Schwerpunkts erläutert..

Governance, Demokratie, Migration und Probleme des internationalen Regierens sind zentrale Forschungsfelder des Schwerpunkts IV. Dabei reicht das Themenspektrum von den Makroinstitutionen der Polity (Verfassungen, Wahlsysteme) über die Funktionen von Netzwerken und sozialen Bewegungen bis zu den Mikroprozessen konkreter Verfahren und Verhandlungssysteme. In diesem Themenfeld bietet sich auch die Zusammenarbeit mit der Forschungsprofessur "Governance" (Schuppert) an, die auch im Zusammenhang mit der neu gegründeten Projektgruppe "Rule of Law" mit den Abteilungen TKI und DSL kooperiert. Nichtregierungsorganisationen sind sowohl in der Abteilung TKI wie in der Forschungsgruppe ZCM ein wichtiges Thema - bei letzteren eher unter der Perspektive der politischen Mobilisierung und des Agenda Setting, bei ersterer mit Betonung der Politikformulierung und -implementierung. Zwischen diesen Arbeitseinheiten bilden auch die zivilgesellschaftlichen Orientierungen von Wirtschaftsunternehmen ein gemeinsames Forschungsfeld. Aspekte der Europäisierung von Öffentlichkeit und des Demokratiedefizits internationalen Regierens werden von DSL, FG ZCM und der FP Governance komplementär untersucht. Die historische Dimension von Demokratisierung und Verfassungsentwicklung wird ebenfalls in der FG ZCM in enger Kooperation mit der FP Historische Sozialwissenschaften untersucht.

Das geplante Dokumentationszentrum zur Gewaltforschung könnte ebenfalls im Schwerpunkt angesiedelt werden. Verbindungen zur Forschungsgruppe ZCM (die die Protestdatenbank ‚Prodat' betreut) und der Abteilung "Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen" liegen auf der Hand.


   

+49 30 25491-    

Tel./Fax      E-Mail
Koordinator:
Professor Dr. Wolfgang Merkel -330/-345      wolfgang.merkel@wzb.eu
     
Sekretariat    
Gudrun Mouna -321/-345       mouna@wzb.eu
Beauftragte und Vertreterin des Koordinators
Dr. Susanne Fuchs -281/-308       fuchs@wzb.eu
     
Sekretariat    
Barbara Wennemer-Abée -586/-308       wennemer-abee@wzb.eu
     
     
 

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Letzte Änderung: 2010-03-11 12:50