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Zivilgesellschaft, Konflikte und DemokratieDemokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen

Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie






Abteilung
Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen

     
Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Merkel
 


  Der Fokus des Forschungsprogramms „Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen“ ist auf das Verhältnis von Institutionen und Akteuren gerichtet. Aus dieser Perspektive soll die Leistungsfähigkeit von etablierten und jungen Demokratien an ihrer Input- wie Output-Seite erklärt werden. Die variierenden institutionellen Arrangements demokratischer Systeme werden dabei als Filter und Handlungsrahmen betrachtet, innerhalb dessen die jeweiligen relevanten Akteure die Herausforderungen und Probleme bearbeiten. Institutionelle Filter und Akteurshandeln werden herangezogen, um Varianzen in der Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Demokratien zu erklären. Leistungsfähigkeit bezieht sich hier sowohl auf die Problemlösungskapazität als auch auf die demokratische Performanz. Neben der Frage nach der Stabilität und Anpassungsfähigkeit etablierter Demokratien stehen Fragen nach den Erfolgen von Transformations- und Konsolidierungsprozessen in neuen Demokratien sowie nach deren Defekten im Vordergrund.

Theoretischer Bezugsrahmen ist das Konzept der embedded democracy, das eine integrierte Analyse der fünf Teilregime der Demokratie (Wahlregime, politische Teilhabe, Bürgerrechte, Kontrolle und effektive Herrschaftsgewalt) im Verhältnis zueinander und zu den externen Herausforderungen der Demokratie (vor allem politischer Steuerungsverlust, sozioökonomische Ungleichheit, Regionalisierung und kulturelle Heterogenisierung) erlaubt.

Folgende Untersuchungsfelder stehen im Vordergrund des Forschungsprogramms:


 
die Diagnose der Herausforderungen für die Demokratie, die extern aus ihrer Umwelt sowie intern aus dem Zusammenspiel der Teilregime entstehen.

 
die vergleichende Analyse institutioneller Regelsysteme (Regierungssysteme, Wahlsysteme, Parteiengesetze) und ihrer Beiträge zur Problemlösungsfähigkeit demokratischer Systeme.

 
die vergleichende Analyse relevanter politischer Akteure (Parlament, Regierung, Verwaltung, Opposition, Gerichte, Parteien, Verbände, Bewegungen, Bürgerinitiativen, Vetospielerkonstellationen) und ihrer Beiträge zur politischen Problemlösung.

 
die Bestimmung der Folgen von Problemlösungsfähigkeit und Problemlösungsdefiziten für die Stabilität und den Wandel von Institutionen, Teilregimen und Akteuren sowie der Folgen für die Legitimität und Unterstützung der Demokratie.

In der Abteilung werden Projekte zu allen Teilregimen und allen Problemdimensionen durchgeführt. Die Projekte sind an den Schnittstellen zwischen externen Herausforderungen und Teilregimen einerseits und an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilregimen andererseits angesiedelt. Sie erlauben die Analyse des politischen Prozesses von der Input- bis zur Output-Seite in Teilsequenzen des Gesamtprozesses von den Herausforderungen über die Bürgerrechte, Teilhabe, Wahlen, Kontrolle und Herrschaftsgewalt bis zu den Outputs/Outcomes.

 

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Letzte Änderung: 2010-01-13 18:07