Die Abteilung untersucht das Thema Zuwanderung und Integration aus
unterschiedlichen Perspektiven. Auf der kulturellen Ebene stellt
sich die Frage nach der nationalen Identität und - vor allem unter
dem Einfluss der Zuwanderung von Muslimen - nach dem Verhältnis von
Staat und Kirche. Bei der sozialen Dimension geht es um die
Bedeutung von Sozialkapital und zivilgesellschaftlichen Strukturen
für die Integration von Zuwanderern. Politisch hat das Thema
Migration die Frage nach der „Citizenship“ – also der Zugehörigkeit
eines Menschen zu einer bestimmten politischen und sozialen
Gemeinschaft - neue Aktualität verliehen. Wirtschaftlich sind die
Wanderungsbewegungen eine Herausforderung für die europäischen
Wohlfahrtsstaaten.
Obwohl fast alle europäischen Länder mit Zuwanderung konfrontiert
sind, gehen sie damit unterschiedlich um. Zuwanderungs- und
Integrationspolitik ist stark durch nationale politisch-kulturelle
Traditionen und politische Institutionen geprägt. Die Forschung der
Abteilung ist deshalb konsequent international vergleichend
ausgerichtet, wobei die Frage nach den Zusammenhängen zwischen
institutionellen Strukturen, Integrationspolitik und deren
Auswirkungen in den genannten Bereichen im Mittelpunkt steht.