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Zivilgesellschaft, Konflikte und DemokratieMigration, Integration, Transnationalisierung

Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie






Abteilung
Migration, Integration, Transnationalisierung

     
Leitung: Prof. Dr. Ruud Koopmans
 





 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
  Foto: David Ausserhofer
 






 

Das Forschungsprogramm der Abteilung richtet sich auf vier Dimensionen der Migrations- und Integrationsproblematik. Auf der kulturellen Dimension stellt Migration die Frage nach der nationalen Identität und, vor allem unter dem Einfluss der Zuwanderung von Muslimen, nach dem Verhältnis von Staat und Kirche. Auf der sozialen Dimension geht es um die Bedeutung von Sozialkapital und zivilgesellschaftlichen Strukturen für die Integration von Zuwanderern. Politisch hat Migration die Kategorie des Citizenship erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Wirtschaftlich schließlich ist die Nachkriegsmigration in Europa ein einzigartiges Experiment von Massenzuwanderung unter den Rahmenbedingungen ausgebauter Wohlfahrtsstaaten. Inwieweit Zuwanderungsgesellschaften auch Wohlfahrtsstaaten bleiben können, ist eine noch ungelöste Schicksalsfrage für Europa.

Obwohl europäische Länder mit vergleichbaren Migrationsströmen und Integrationsproblemen konfrontiert werden, gehen sie damit oft sehr unterschiedlich um. Dies ist auf die Verknüpfung von Migration und Integration mit Kernbestandteilen des Selbstverständnisses von Nationalstaaten – wie etwa der nationalen Identität, den Zugangskriterien zur Staatsbürgerschaft oder dem Verhältnis von Staat und Kirche –  zurückzuführen. Infolge dessen ist die Zuwanderungs- und Integrationspolitik von Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder den Niederlanden durch nationale politisch-kulturelle Traditionen und nationale politische Institutionen geprägt worden. Die Migrations- und Integrationsproblematik ist deshalb ein Musterbeispiel für den generellen Befund, dass Globalisierung und Transnationalisierung nationale Unterschiede keineswegs verwischen müssen. Der unterschiedliche Umgang mit ähnlichen Problemen lässt nationale Besonderheiten vielmehr deutlicher zutage treten. Die Forschungen der Abteilung werden aus diesem Grund konsequent auf international vergleichende Fragestellungen und Forschungsdesigns ausgerichtet sein.

  Direktor
Prof. Dr. Ruud Koopmans
   
   


 

Letzte Änderung: 2010-01-18 18:27