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Die Sozialwissenschaften befassen sich intensiv mit Grundfragen
zeitgenössischer Demokratien: Wo liegen die Defizite, welche
Legitimationsprobleme treten auf, wie kann man die Qualität von
Demokratien messen und vergleichen? Häufig kommt dabei die
historische Dimension aktueller Entwicklungen zu kurz. Die
Forschungsprofessur untersucht deshalb analytisch-empirisch die
Geschichte demokratischer Ideen und Institutionen. Sie blickt zurück
bis ins 3. Jahrtausend v.Chr., auf die ersten Ansätze demokratischer
Elemente (Versammlungsdemokratie), betrachtet spätmittelalterliche
Anfänge repräsentativer Demokratie und beschreibt die Entwicklung
seit 1945 als eine neue Ära komplexer Demokratie (monitory
democracy). Deren Merkmal ist eine Vielzahl von Akteuren, die
Kontrolle ausüben und Transparenz einfordern.
John Keane arbeitet als wiederkehrender Forschungsprofessor
regelmäßig am WZB. Außerdem ist er Professor für Politische
Wissenschaft an der
¬University of
Westminster (London, jk@johnkeane.net), wo er das
¬Centre for the Study of Democracy (CSD)
gegründet hat. |
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