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Zivilgesellschaft, Konflikte und DemokratieTransnationale Konflikte und Internationale Institutionen
  Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie
 


 
    Abteilung
Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen
 
         


  Abteilungsbeschreibung
 
 
 

Die internationale Nachkriegsordnung hat eine normative und institutionelle Dynamik ermöglicht, die mit den ihr eigenen politischen Mitteln nicht bewältigt werden kann. So wurden innerhalb des OECD-Kontextes die sog. Bretton-Woods-Institutionen zum Zwecke des wirtschaftlichen Interdependenzmanagements durch neuartige, viel tiefer in nationale Gesellschaften hineinwirkende Institutionen ersetzt. Im Außenverhältnis der OECD-Welt sind die Prinzipien des zwischenstaatlichen Gewaltmonopols und der Nichtintervention zugunsten der Grundnorm der Menschenrechte und der Terrorismusbekämpfung geschwächt worden. Vor diesem Hintergrund lauten die Leitthesen des Forschungsprogramms: Die (welt)gesellschaftlichen und normativen Dynamiken, die durch die internationale Nachkriegsordnung ausgelöst wurden, führen zum einen zu einer Transformation der bisherigen Ordnung und zu Prozessen der politischen Trans- und Supranationalisierung sowohl innerhalb der OECD-Welt als auch im Beziehungsverhältnis zwischen den OECD-Ländern und dem Rest der Welt. Zum anderen führt diese Trans- und Supranationalisierung zu einer ungekannten Politisierung der internationalen Sphäre durch (welt)gesellschaftliche Akteure. In der Folge entstehen Konflikte zwischen Staatenwelt und Gesellschaftswelt, die ein Widerstandspotential gegen die politische und nicht zuletzt auch gesellschaftliche Denationalisierung zum Ausdruck bringen.

In der Abteilung werden Forschungen zur Verrechtlichung internationaler Institutionen, zur Transnationalisierung internationaler Regulation im Falle des Internets, zu Fragen der Legitimation von militärischen Interventionsentscheidungen und zu den Grundlagen und Effekten von transnationalen Bewegungen bearbeitet. Die Forschungsaktivitäten der Abteilung gelten der Frage, wie die Politik auf globale Herausforderungen in den Bereichen der Wirtschaft, Ökologie, Menschenrechte und Sicherheit reagiert.

  Direktor
Prof. Dr. Michael Zürn
   
Forschungsprogramm der Abteilung als PDF


 
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Letzte Änderung: 2008-10-01 18:56