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Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie |
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Forschungsgruppe Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa |
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Projektgruppe
"Zivilengagement" |
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Beschreibung der
Projektgruppe |
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Die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger für das
Gemeinwohl erhält bei der aktuellen und künftigen Gesellschaftsgestaltung einen
wachsenden Stellenwert und eine zunehmende Wertschätzung. Gleichwohl sind das
Wissen und die Erkenntnisse in diesem Feld noch sehr begrenzt. Das betrifft
sowohl Aussagen zu den Ressourcen als auch zu den Grenzen und Problemen, zu den
Strukturen, den unmittelbaren Effekten sowie langfristigen Wirkungen von
Zivilgesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement. Das Projekt, das vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, zielt
auf die Erstellung eines Berichts zum Zivilengagement in Deutschland auf der
Basis verlässlicher Daten, empirischer Erkenntnisse und Informationen zum
bürgerschaftlichen Engagement.
Im Projektansatz wird die Komplexität der Betrachtungsweise betont. Während zum
bürgerschaftlichen oder, eher traditionell ausgedrückt, zum ehrenamtlichen
Engagement der Bürger in Deutschland zahlreiche Einzelergebnisse vorliegen, hat
sich der unzureichende Kenntnisstand zu den real vorhandenen institutionellen
Zusammenhängen und Wechselwirkungen in den letzten Jahren nicht grundlegend
verbessert. So wurde zwar eine Reihe von Untersuchungen zum Engagement der
Bevölkerung in Deutschland durchgeführt (z.B. die Freiwilligensurveys 1999 und
2004), und auch zu den traditionellen Verbänden, den kirchlichen Organisationen,
Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Stiftungen liegen Studien vor, es fehlen aber
noch immer gesicherte Angaben, die die Ergebnisse der unterschiedlichen
Betrachtungsweisen zu einem Gesamtbild zusammenführen. Defizite bestehen auch zu
der Einschätzung und Messung von Wirkungen des gesellschaftlichen Wandels sowie
zu den Effekten der gesetzlichen Veränderungen der letzten Jahre.
Das Projekt soll in Form des Berichts Beginn einer komplexen und regelmäßigen
Bestandsaufnahme zum Zivilengagement sein, die in anderen Gesellschaftsbereichen
mit einer wissenschaftlich fundierten Berichterstattung bereits zur Verfügung
steht (z.B. Familienbericht, Kinder- und Jugendbericht, Altenbericht, Armuts-
und Reichtumsbericht). Der „Bericht zur Lage, Situation und Perspektive von
Zivilengagement in Deutschland“ hat neben seiner wissenschaftlichen analytischen
Funktion die Aufgabe, der Politik, den zivilgesellschaftlichen Organisationen
und der Wirtschaft praktische Handlungsempfehlungen zu liefern, wie das
zivilgesellschaftliche Engagement weiter zu fördern und zu entwickeln ist; er
wird in einem besonderen Maße familienpolitische Entscheidungen und
familienunterstützende Dienstleistungen berücksichtigen. Gleichzeitig sind im
Projekt unter Nutzung internationaler Entwicklungen und Erfahrungen künftige
forschungspolitische Themenfelder auszumachen sowie die methodischen Grundlagen
und Anforderungen künftiger Berichte darzustellen. |
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Methodische Vorgehensweise: |
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Das Projekt und der Bericht basieren auf sekundäranalytischen Zugängen, indem
relevante Datensätze herangezogen werden. Durch die Bildung eines
Kompetenznetzwerkes sind die aktuellen Ergebnisse der in der Thematik führenden
Forschungsinstitute einzubeziehen. |
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Ausgewählte Publikationen: |
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Bericht zur Lage
und zu den Perspektiven
des bürgerschaftlichen Engagements
in Deutschland
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Projektgruppe Zivilengagement
(Hg) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Mareike Alscher,
Dietmar Dathe,
Eckhard Priller (Projektleitung),
Rudolf Speth
Berlin, Juni 2009,
220 Seiten
> Download Bericht als PDF
(5002,13 KB )
> Expertisen zu dem Bericht |
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Monitor Engagement
Ausgabe Nummer 1. Nationaler internationaler Stand der
Engagementforschung
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Projektgruppe Zivilengagement
(Hg) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Berlin, September 2009,
38 Seiten
> Download Monitor als PDF
(800 KB ) |
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Nähe und Distanz.
Die Zivilgesellschaft braucht den Staat, aber auch Unabhängigkeit
Mareike Alscher, Dietmar Dathe, Eckhard Priller und Rudolf Speth, In:
WZB-Mitteilungen 121, September 2008, S. 18–21
> Download als PDF |
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Letzte Änderung: 2009-10-13 12:07 |
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