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Kulturelle Quellen von Neuheit

Ausserhofer
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Die Forschungsabteilung wurde 2008 gegründet, um kulturelle Faktoren zu untersuchen, die Kreativität fördern und kulturelle Bedingungen, unter denen Neuheit erkannt und wertgeschätzt wird. Die Fragestellung ergänzt somit die Forschung zu technischen und institutionellen Bedingungen der Innovation.

In der Entwicklung des Forschungsprogramms wurde bewusst auf multiple disziplinäre Perspektiven gesetzt, etwa die der Wirtschaftssoziologie, der Kulturökonomik, der Organisationsentwicklung, der Kulturanthropologie, der Politikwissenschaft und der Stadtsoziologie. Die empirischen Fälle der einzelnen Projekte konzentrieren sich auf bestimmte technische, soziale, künstlerische oder organisatorische Innovationen, und sie nehmen kulturelle Konfigurationen in den Blick, die etwa Künstlerszenen, Expertengemeinschaften oder Stadtquartiere formen.

Das Forschungsteam arbeitete mit Interviews, teilnehmender Beobachtung und anderen qualitativen Methoden in sehr unterschiedlichen Situationen der Interaktion zwischen Akteuren in Feldern wie Automobilentwicklung, Produktdesign, Unternehmensberatung und Kommunalpolitik, um so die Phänomene in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen. Diese Methoden wurden ergänzt durch Netzwerkanalysen und durch den Aufbau von Datenbasen, etwa zu künstlerischen Interventionen oder zu Architektenwettbewerben.

Das Programm wurde erweitert durch ein Brückenprojekt zur kulturellen Rahmung von ökonomischen Experimenten, gemeinsam mit der Abteilung „Verhalten auf Märkten“ und das durch die VolkswagenStiftung (Förderlinie "Wissenschaft-Öffentlichkeit-Gesellschaft") geförderte Projekt "Der Wandel der Wissensordnungen politischer Expertise in Deutschland, Großbritannien und den USA (SCOPE)".

Die Forschungsarbeit wurde Ende 2014 abgeschlossen. Als Ergebnisse der Arbeit der Abteilung konnten dabei fünf Muster der Entstehung von Neuheit identifiziert werden: 1) Abgrenzen von Räumen/Umwelten, 2) Aufheben von Regeln/Routine, 3) Kuratieren von Beiträgen/Umständen, 4) Übertragen von Wertformen und 5) In Wert setzen von Neuheiten.