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Chancen- und Bedarfsgerechtigkeit in der Krankenversicherung und Krankenhilfe nach der Gesundheits- und Sozialreform 2003 2004

Projektleitung
Mitarbeiter/innen
Dr. Peter Bartmann
Laufzeit
10 2007 - 12 2008
Förderung
gefördert durch VolkswagenStiftung
Kooperationen
Diakonisches Werk der EKD e.V., Stuttgart

Im Rahmen des Brückenprogramms der VolkswagenStiftung sollen aus sozialpolitischer Sicht wichtige Fragestellungen in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht und ein Diskussionszusammenhang zwischen Wissenschaftlern und den einschlägigen sozialpolitischen Organisationen hergestellt werden. Im Projekt sollen die Reformen der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Sozialhilfe von 2003/4 auf ihre Auswirkungen für schwer chronisch kranke Menschen mit niedrigem Einkommen überprüft und Regelungsalternativen diskutiert werden. Durch Sekundäranalysen von Sozialdaten soll die  o.g. Fallkonstellation eingegrenzt und der betroffene Personenkreis möglichst genau identifiziert werden. Auf dieser Grundlage sollen in Verbindung mit ergänzender Analyse von qualitativen Studien die Auswirkungen der Gesundheitsreform beschrieben und sodann mit Regelungsalternativen vergleichen werden. Hier werden drei Ansätze verfolgt:

  • erstens ein Krankenversicherungsansatz (berücksichtigt die Bedarfe chronisch Kranker stärker in der GKV),
  • zweitens ein Krankenhilfeansatz (individuelle gesundheitliche Bedarfe werden über die Sozialhilfe geltend gemacht),
  • drittens Ansätze zur Stärkung der privaten Vorsorge neben der GKV.

Bei einer Tagung mit Wissenschaftlern, Vertretern der zuständigen Bundesministerien, der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, von Selbsthilfeorganisationen, Krankenkassen und Sozialhilfeträgen werden die Ergebnisse vorgestellt.

Dr. Peter Bartmann, geb. 1963, evangelischer Theologe und Gesundheitsökonom, Referent für Grundsatzfragen der gesundheitlichen Versorgung im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. Zur Zeit freigestellt für das Forschungsprojekt.