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Forschungsbereich: Alter, Ungleichheit und Gesundheit

Koordination

Unsere Forschungsfragen ergeben sich aus den bekannten demographischen und epidemiologischen Entwicklungen: der überragenden Bedeutung der chronischen Krankheiten für Morbidität und Mortalität, der Alterung der Gesellschaft und der sozial ungleichen Verteilung von Gesundheitschancen bis ins hohe Alter. Hieraus resultieren zwei zentrale gesundheitspolitische Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte: die Schaffung integrierter Versorgungsformen für chronisch und mehrfach Erkrankte und die Entwicklung primärer Prävention, mit gleichwertigen Zugangs- und Nutzungschancen auch für sozioökonomisch benachteiligte Gruppen Älterer.

Unser Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung lokaler Innovationen und ihrer Einbettung in übergreifende Politikansätze: Welche gesellschaftlichen Konzeptionen werden mit lokalen Innovationen verfolgt; wie geben diese Antwort auf die genannten Herausforderungen? Was sind die politischen, sozialen und kulturellen Bedingungen des Erfolgs oder Misserfolgs innovativer Lösungen? Welche politischen Entwicklungen, institutionellen Voraussetzungen und Regulierungen wirken auf lokaler/regionaler, nationaler sowie sektoraler Ebene?
Dabei geht es uns um das gesamte Spektrum der gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen, von primärpräventiven Ansätzen, die sich auf Menschen nach dem Ausstieg aus dem Berufsleben beziehen bis hin zur medizinischen und pflegerischen Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter Hochaltriger. Wir nehmen auch die – gesundheitsrelevante! – Verschränkung von gesundheitspolitischen Entwicklungen im engeren Sinne mit weiter gefassten Fragen sozialer Teilhabe und zivilen Engagements in den Blick.

Wir nutzen insbesondere Mehrebenen- und Mehrfachfallstudiendesigns, um die Varianz lokaler Innovationen zu erschließen und ihre Einbettung in Meso- und Makrozusammenhänge analysieren zu können. Wir forschen z.T. transnational vergleichend (in Europa), um Einsichten jenseits national begrenzter Perspektiven zu ermöglichen, und beteiligen uns an nationalen und europäischen Forschungsnetzwerken.

Projekte:      

Lern- und Innovationsprozesse in Systemen ambulanter pflegerischer Versorgung: Schweiz, Deutschland und Schottland

Innovationsblockaden und Innovationschancen integrierter Versorgungsformen: Deutschland und die Schweiz im Vergleich.

NEIGHBOURHOOD –  Autonomieerhalt angesichts von Sturzfolgen in sozial benachteiligten Quartieren und Nachbarschaften (im Forschungsverbund (ama)

INTERLINKS: Gesundheitssysteme und Langzeitpflege für ältere Menschen in Europa - Schnittstellen und Verbindungen zwischen Prävention, Rehabilitation, Qualität der Dienstleistungen und informeller Pflege