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Direkte oder indirekte Interessenvertretung? Bestimmungsfaktoren für die strategische Einflussnahme von Interessenorganisationen auf die multilaterale Handelspolitik in der WTO

Mitarbeiter/innen
Sabine Mohr
Laufzeit
2002 - 2005
Förderung
WZB
Kooperationen
Kooperationsprojekt mit der "Katholieke Universiteit Leuven" in Belgien

Die Durchführung des Dissertationsprojektes erfolgt in Kooperation mit dem vier Länder (BE, NL, D, FR) und die EU-Ebene umfassenden Projekt „Access and Legitimacy“ an der Katholischen Universität Leuven, Belgien sowie in Zusammenarbeit mit Dr. Bernhard Wessels (WZB). Finanziert wird das belgische Projekte durch den Forschungsfonds Flanders, Belgien. Die Finanzierung der deutschen Teilstudie bzw. des Dissertationsprojektes erfolgt durch das WZB im Rahmen des Doktorandinnen-Programmes.

Forschungsfrage:
Das Projekt hat zum Ziel, Erkenntnisse über die Mobilisierung gesellschaftlicher Interessen im Kontext politischer Mehrebenenprozesse zu erlangen. Gegenstand ist die Einflussnahme deutscher und niederländischer Interessenorganisationen auf die multilaterale Handelspolitik im Rahmen der WTO. Das Projekt untersucht ein breites Spektrum von Interessenorganisationen, das neben Wirtschaftsverbänden oder Berufsvereinigungen auch umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen umfasst. Erklärt werden soll, unter welchen Umständen indirekte (öffentlichkeitswirksame) oder direkte (Lobbying) Strategien angewendet und mit welcher Intensität diese Strategien kombiniert werden. Ausgehend von theoretischen Ansätzen der Interessengruppenforschung und der Bewegungsforschung wird die Strategiewahl sowohl auf organisationsspezifische Unterschiede als auch auf Unterschiede der politischen Gelegenheitsstrukturen auf nationaler, europäischer und internationale Ebene zurückgeführt.

Forschungsmethoden:
Die Erhebung der Daten erfolgt anhand standardisierter face-to-face Interviews, bei denen ein Fragebogen mit vorwiegend geschlossenen Fragen verwendet wird. Pro Land werden 100-120 Vertreter von Interessenorganisationen befragt. Erweitert werden diese Daten durch die Analyse von Organisationsmaterialien (z.B. Informationsbroschüren, Dokumente auf deren Internetseiten). Die Daten zum politischen System werden über einschlägige Literatur ermittelt. Die Auswahl der Organisationen basierte vorwiegen auf Zeitungsrecherchen und der Analyse offizieller Dokumente. Der Beginn der Befragung in Deutschland ist im Juli 2003. Für die Auswertung dieser Daten werden quantitative Analyseverfahren verwendet.