Abstract

Das übergreifende Thema dieser kumulativen Informatik-Dissertation ist komplexe Vernetzung und somit Interdependenz von IT-Systemen einerseits und die gesellschaftlichen Erwartungen und Anforderungen an diese Systeme andererseits. Auf einer abstrakten Ebene wird dieser Zusammenhang von Technikphilosophie, Soziologie und Politikwissenschaft gut untersucht. Die Bearbeitung dieses Verhältnisses aus der Perspektive der Informatik als intra- und interdisziplinäres Projekt findet sich jedoch seltener.

Die vorliegende Dissertation bewegt sich daher nicht primär im Bereich der technikdeterministischen Frage, wie digitale Technik die Gesellschaft beeinflusst, verändert und reguliert, sondern wie gesellschaftliche Erwartungen, Aushandlungen und Konstellationen digitale Technik formen und regulieren (sollten). Mit dieser eher konstruktivistischen und handlungsorientierten Sichtweise rücken dann konkrete Fragen des Systemdesigns und der Systemsteuerung sowie gesellschaftliche Annahmen und Ziele digitaler Technologien in den Fokus.

Die Dissertation möchte Beiträge liefern in den Feldern der kritischen Informatik, der Datenschutztheorie, der IT-Sicherheitstheorie und der Theorie der Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter. Sie arbeitet überwiegend theoretisch und konzeptionell, aber immer direkt oder indirekt auf reale sozio-technische Systeme im praktischen Einsatz verweisend, um stets konkret und technologiegebunden zu bleiben.

Projektleitung
Laufzeit
2018-2023