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How science and European Union politics come to terms with legitimising basic research – interpretive schemes, sense selection and the establishment of a European Research Council

Forschungsthemen
Innovation, Wissen(schaft) und Kultur
Mitarbeiter/innen
Laufzeit
seit April 2010
Förderung
DFG Graduiertenkolleg 724 "Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft: Wissenschaft in Anwendungs- und Beratungskontexten", IWT Bielefeld

Selten erhalten Sozialwissenschaftler die Möglichkeit, die Entstehung einer neuen Organisation von großer Tragweite zu beobachten. In dieser Dissertation wird genau diese Möglichkeit wahrgenommen. Analysiert wird die Entstehung des European Research Councils (ERC), einer Einrichtung zur Förderung wissenschaftsdefinierter und -begutachteter Grundlagenforschung, die Ende 2006 durch die Europäische Union legitimiert wurde und sich aus Mitteln des Siebten Forschungsrahmenprogramms finanziert. Die Anforderungen an Kommunikation im Zuge der Entstehung des ERCs gelten als voraussetzungsvoll, da gleich zwei sich wechselseitig bedingende Konflikte unterdrückt bzw. (zumindest temporär) aufgelöst werden mussten. Ein Konflikt ist durch die wechselseitigen Systemerwartungen von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gegeben, der andere durch die Herausbildung einer relativ neuen Ebene supranationaler Staatlichkeit. Die Frage, wie sich soziale Erwartungen im Zuge von Kommunikation hin zur Etablierung des ERCs stabilisieren konnten, soll mithilfe einer Analyse sozialer Deutungsmuster und durch die Methode der Objektiven Hermeneutik beantwortet werden.

Betreuer: Prof. Alfons Bora