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Messen, Bewerten, Belohnen. Evaluation eines Leistungsermessungssytems

Projektleitung
Laufzeit
2012 - 2013

Messungen, Bewertungen und Belohnungen von Leistungen in der akademischen Forschung und Lehre stehen in einer wissenschaftspolitischen Kontroverse. Befürworter einer zunehmenden Messung und Steuerung von Forschung kombinieren Argumente eines „social contract of science“ mit öffentlicher Ressourcenknappheit: Erst die nachvollziehbare, transparente Begründung von Leistungen gegenüber politischen Verantwortlichen, der Gesellschaft und anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, so der Wissenschaftsrat (2011), stelle die Legitimität von Forschung her. Hingegen sehen Kritiker von Leistungsmessungen und -belohnungen die intrinsisch wissenschaftliche Motivation gefährdet, wenn nicht gar verdrängt.

Zwar sind Bewertungen von Leistungen in Forschung und Lehre nichts Neues. Neu ist jedoch, dass diese Leistungen auf der institutionellen Ebene in der Leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM) einerseits und auf der persönlichen Ebene der W-Besoldung andererseits materiell belohnt werden können. Im Rahmen des Projektes wird ein Leistungsmessungssystem einer großen deutschen Universität evaluiert. Dies schließt eine Bewertung der Nutzer dieses Leistungserfassungssystems mit ein und untersucht die Folgen für die Vergabe von Leistungszulagen für besondere Leistungen in Forschung und Lehre im Rahmen der W-Besoldung sowie deren mögliche Steuerungswirkungen. Zudem verspricht das Projekt empirische Einblicke, welches Verständnis von Leistungen an einer Hochschule vorherrscht, ob und inwieweit dies über Instrumente abgebildet werden kann und ob sowie welche Anreizmechanismen Leistungen fördern können.

Die Studie stützt sich auf eine Auswertung von Primärquellen, qualitativen Interviews und Survey-generierten Daten.