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„Open Transfer“ – Neue Kooperations- und Austauschformate zwischen Forschung und Wirtschaft im Kontext innovativer Marktplattformen

Forschungsthemen
Innovation, Wissen(schaft) und Kultur
Projektleitung
Prof. Dr. Martina Schraudner, Fraunhofer CeRRI
Laufzeit
09/2016 - 02/2018
Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Kooperationen
Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI)

„Open Transfer“ ist ein Verbundprojekt zwischen dem WZB (Projektkoordination) und dem Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) mit empirischen Erhebungen in den Branchen Mikroelektronik und Optik (Teilprojekt CeRRI) sowie der Mobilitätswirtschaft (Teilprojekt WZB).

In dem Projekt greifen wir die Annahme auf, dass die Bedeutung von (Grundlagen-)Forschung für die Unternehmen deutlich zurückgeht und – angesichts der Digitalisierung und hohen Unsicherheit der technologischen Entwicklung – durch externe Kooperationen mit akademischen Partnern aus öffentlichen Forschungsinstitutionen sowie start-ups, science-industry-centers, innovation labs etc. zunehmend ersetzt wird.

Im Fokus der Untersuchung stehen Fragen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten privatwirtschaftlicher Unternehmen: Wie organisieren sie Forschung und Entwicklung (FuE) unternehmensintern und welche Arten von Wissen für Erhalt und Stärkung ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit fragen sie wann bei wem nach? Welche gravierenden Veränderungen der Inhalte und Formen von FuE-Prozessen lassen sich herauskristallisieren? In welchen neuen Austauschformaten entwickeln unternehmerische und akademische Partner gemeinsam passfähiges und für den Transfer offenes Wissen? Sind die gängigen Abgrenzungen von Grundlagen- und anwendungsbezogener Forschung bzw. Entwicklung noch signifikante Unterscheidungen für die Beschreibung und Analyse unternehmerischer FuE-Prozesse?

Die Fragen nach den Verschiebungen in den industry-science-Beziehungen analysieren wir auf der Basis qualitativer Fallstudien zu Industrieunternehmen in den drei ausgewählten Branchen der Mobilitätswirtschaft (Teilprojekt WZB), Mikroelektronik und Optik (Teilprojekt Frauenhofer CeRRI). Pro Branche werden Unternehmensfallstudien erstellt. Neben Dokumentenanalysen basieren sie wesentlich auf leitfadengestützten offenen Interviews mit Expertinnen und Experten aus der Konzernstrategie und aus der Konzern- bzw. Unternehmensforschung (z.B. FuE-Abteilungen). Die Fallstudien zu den Unternehmen werden um die Perspektive kooperierender öffentlicher Forschungsinstitutionen der untersuchten Unternehmen erweitert und zusätzlich Akteure der Forschungs- und Innovationspolitik befragt.