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Unbekanntes Terrain? Wissenstransfer in den Sozial- und Raumwissenschaften

Laufzeit
12/2011 - 01/2014
Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperationen
Projektpartner:
- Leibniz-Institut für Länderkunde (Leipzig)

Weitere Kooperationen:
- GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften,
- Deutsches Schifffahrtsmuseum (DSM),
- Institut für Deutsche Sprache (IDS)
Projektkoordination

Wie werden Forschungsergebnisse aus den Sozial- und Raumwissenschaften an gesellschaftliche Nutzergruppen jenseits der wissenschaftlichen Communities vermittelt? Welche Rahmenbedingungen ermöglichen, dass auch grundlagenorientierte Forschung für Adressaten in der Politik, privaten Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen sowie Bildungseinrichtungen von Relevanz ist? Was sind Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für Wissenstransfer? Wo sind auch die Grenzen einer Transferförderung? Wie werden Transferprozesse durch das jeweilige disziplinenspezifische Umfeld beeinflusst?

Diese Fragen werden in einem Verbundvorhaben in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde thematisiert. Für die technik- und naturwissenschaftlichen Disziplinen existieren zahlreiche Analysen über erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer. Für die Sozial- und Raumwissenschaften liegen dagegen keine vergleichbaren Untersuchungen vor. Es ist bekannt, dass sowohl Sozial- als auch Raumwissenschaftler/-innen diverse Beratungsaufgaben in Politik und Gesellschaft wahrnehmen. Die vornehmlich individuellen Beratungsleistungen der Forschenden spielen in der Regel keine öffentlich wahrnehmbare Rolle weder in der Disziplin noch auf Institutsebene. Ziel des Projekts ist es daher, die bisherigen Grundlagen und Formen des Wissenstransfers in den beiden Disziplinen kritisch zu reflektieren und auch Lösungsansätze zur praktischen Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse zu erarbeiten.

Das Transferpotenzial wird am Beispiel ausgewählter Forschungsprojekte in den Sozial- und Raumwissenschaften untersucht. Ein Schwerpunkt ist die Analyse disziplinärer und professioneller Normen und Standards. Ferner soll ein Rahmenkonzept in Form eines Praxisleitfadens entwickelt werden, das eine frühzeitige Einbindung des Transfergedankens in die Forschung sowie eine Integration in bestehende Reputationssysteme erleichtern soll.

Methodisch erfolgt die Analyse vor allem auf Basis von leitfadengestützten Interviews, Fokusgruppen und Expertenworkshops.


Publikationen