Wer kümmert sich um Oma? Eine empirische Erprobung des Respondent-Driven Sampling am Beispiel der (informellen) Beschäftigung in der häuslichen Pflege

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Mit einer steigenden Zahl an Pflegebedürftigen steigt auch der Bedarf an bezahlter Pflegearbeit. Allerdings ist die Beschäftigung im Bereich der häuslichen Pflege nach wie vor prekär; die Einkommen sind niedrig und die mutmaßlich hohen Anteile an irregulären und informellen Beschäftigungsverhältnissen unterminieren zentrale Grundlagen des Sozialstaats.

Das Forschungsvorhaben verfolgt zwei Ziele. Erstens soll mittels einer standardisierten Befragung mehr über die Lebenssituation und Motivationsstrukturen von Personen, die im Bereich der häuslichen Alten- und Krankenpflege arbeiten, in Erfahrung gebracht werden. Dieser Personenkreis ist für sozialstaatliches Handeln von besonderer Relevanz. Zweitens soll durch die Anwendung von „Respondent-Driven Sampling“ (RDS) ein im deutschen Kontext bislang noch nicht etabliertes Erhebungsverfahren erprobt werden. So kann dem Problem der schweren Erreichbarkeit von (informell) Beschäftigten im Bereich der häuslichen Pflege Rechnunggetragen werden. RDS erlaubt eine Stichprobenziehung seltener und schwer erreichbarer Populationen, sodass im statistischen Sinne gültige Verallgemeinerungen über die jeweiligen Teilpopulationen getroffen werden können. Die methodisch gewonnenen Erkenntnisse des Projekts können gewinnbringend für andere Bereiche der Sozialpolitikforschung sowie der Politikwissenschaft und Soziologie im Allgemeinen eingesetzt werden.

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Forschungsthemen

Arbeit und Arbeitsmarkt | Sozialstaat und soziale Ungleichheit
Projektleitung
Prof. Dr. Ulrich Kohler
Laufzeit
01.08.2017 bis 31.07.2019
Förderung
Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialforschung
Kooperationspartner
Universität Potsdam

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