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Neue Vermittlungsräume zwischen Wissenschaft und Praxis in den Sozial- und Raumwissenschaften - Sozialwissenschaftliche Innovationsräume

Forschungsthemen
Innovation, Wissen(schaft) und Kultur
Laufzeit
02/2014 - 03/2017
Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Kooperationen
Leibniz-Institut für Länderkunde (Leipzig)
Projektkoordination

Bisher existieren in den Sozialwissenschaften kaum institutionelle Strukturen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, die einen Wissenstransfer erleichtern können. Dass Kooperationen zwischen Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen für das Gelingen von Wissenstransfer jedoch entscheidend sind, zeigte sich in dem Vorgängerprojekt „Unbekanntes Terrain? Wissenstransfer in den Sozial- und Raumwissenschaften“. Interaktive Formate der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis regen eine gemeinsame Wissensgenerierung an und scheinen geeignet, zentrale Barrieren für Wissenstransfer überwinden zu können. Das Projekt „Neue Vermittlungsräume“ untersucht die Frage, wie Kooperationen zwischen diversen Akteuren gestaltet werden können. Ziel des Projekts ist die Konzeption und der Aufbau kommunikativer Plattformen, um den Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Praxis zu unterstützen und die gemeinsame Wissensproduktion zu fördern. Hierfür werden innovative Formate der Wissensgenerierung und des –transfers für die Sozialwissenschaften erprobt, implementiert und wissenschaftlich begleitet.

Eine Bestandsaufnahme nationaler und internationaler Austauschformate dient zunächst der Identifikation von bestehenden Vermittlungsräumen in den Sozialwissenschaften. Hierfür werden Experteninterviews geführt. Als übergeordnete Themen für die Plattform werden die Forschungsbereiche Migration, Bildung, demografischer Wandel und Demokratiefragen definiert. Es werden einerseits gemeinsame Workshops mit Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen durchgeführt. Zusätzlich dient eine interaktive Website, ein „Virtual Community Lab“, einem kontinuierlichen, über die formalen  Kooperationstreffen hinausreichenden Austausch der Akteure. Begleitend hierzu erfolgt die Erfassung und Auswertung der Reflexionen der beteiligten Akteure zu ihren Erfahrungen mit der Plattformarbeit. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob sich in diesen institutionellen Settings neue Kulturen der Wissensgenerierung und (multiplen) Forscheridentitäten entwickeln. Das Projektstützt sich auf aktuelle Diskurse zu neuen Formen der Wissensproduktion, trans- und interdisziplinärer Forschung sowie neuere Ansätze der  Innovationsforschung (Konzept der sozialen Innovation). Hierbei sind insbesondere aktuelle Ergebnisse hinsichtlich typischer Hemmnisse und Erfolgsfaktoren interdisziplinärer und intersektoraler Kooperationen für das Projekt relevant.


Publikationen