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Welfare State Formation in the Enlarged European Union – Patterns of Reform in the Post-Communist New Member States

Laufzeit
04 2006–09 2007
Förderung
WZB

Gegenstand

In Kooperation mit Prof. Dr. Claus Offe (Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin & Hertie-School of Governance) analysierte sie die Entwicklung der Sozialversicherungssysteme in acht post-sozialistischen Staaten, die 2004 in die EU aufgenommen wurden. In Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Ungarn und der tschechischen Republik wurden sowohl institutionelle Designs und Performanz untersucht als auch der Einfluss externer und interner Akteure auf die jeweilige wohlfahrtsstaatliche Entwicklung berücksichtigt. Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, wie sich die osteuropäischen Wohlfahrtsstaaten von ihren westlichen Pendants unterscheiden und wie sie in gängige Typologien von Wohlfahrtsstaat-Regimen passen. Anders als die oft bedrohlichen Visionen eines „race to the bottom“ im Zusammenhang mit dem Schicksal des westeuropäischen Wohlfahrtsstaates nach der Osterweiterung suggerieren, konnte jedoch weder ein eindeutig neuer, noch ein strikt neoliberaler, Sozialstaatstyp entdeckt werden. Die osteuropäischen Wohlfahrtsstaaten unterscheiden sich weniger hinsichtlich des institutionellen Designs (das oft stark von der Bismarck-Klassik inspiriert scheint) als hinsichtlich des Niveaus der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Weniger Mittel, aber dem westeuropäischen Wohlfahrtsstaat vergleichbare Probleme und damit geringere Chancen für erfolgreiche Reformen, sind das eher zutreffende Scenario für die osteuropäischen Sozialversicherungssysteme.


Publikationen

Susanne Fuchs, Claus Offe (2009). Welfare State Formation in the enlarged European Union. Patterns of Reform in Postcommunist states, in: Rumford, Chris (ed.), The Sage Handbook of European Studies. Los Angeles et al. Sage, S. 420-441, im Erscheinen.