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Bücher seit 2008

A Responsive Technocracy?

EU Politicisation and the Consumer Policies of the European Commission
A Responsive Technocracy?
Autor
Christian Rauh
Verlag
Colchester: ECPR Press 2016
ISBN: 9781785521270
314 Seiten, ISBN: 9781785521270
Das Buch zeigt, dass die Europäische Kommission heute nicht mehr gegen öffentlichen politischen Druck immun ist. Mittels neuer Daten wird zunächst die zunehmende öffentliche Politisierung der EU seit den 90er Jahren unterstrichen. Vor diesem Hintergrund muss die Kommission heute viel mehr auf die unmittelbare Öffentlichkeitswirkung ihrer politischen Entscheidungen achten – auch wenn das den traditionellen Regulierungsmustern in der EU widerspricht.

Anhand von Insiderberichten vergleicht das Buch die Entstehungsprozesse von 17 verbraucherpolitischen Initiativen der Kommission. Verbraucherfreundliche Positionen werden tatsächlich dann deutlich attraktiver für die Kommission, wenn die EU oder der jeweilige Sachbereich höhere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Das spricht einerseits für mehr demokratische Qualität, birgt aber auch ein erhöhtes Konfliktpotential für die europäische Entscheidungsfindung.

International Organization in Time

Fragmentation and Reform
International Organization in Time
Autor
Tine Hanrieder
Verlag
Oxford University Press, Oxford 2015
ISBN: 978-0198705833
208 Seiten, € 66,95
International Organization in Time untersucht, warum Reformatoren häufig anstreben, internationale Organisationen zu vereinen, aber erreichen im Endeffekt stattdessen eine Fragmentierung. Das Buch rekonstruiert die institutionelle Geschichte der Weltgesundheitsorganisation seit ihrer Entstehung in 1946. Es theoretisiert die Fragmentierungsfalle, welche sowohl die Ursache als auch die Konsequenz der Reformversagen in der Weltgesundheitsorganisation ist. Ein Vergleich zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur illustriert die Relevanz der Pfadabhängigkeit und der Fragmentierung für das ganze System der Vereinten Nationen. Das Buch hilft uns im Vorfeld der 70. Jubiläumsfeier der Vereinten Nationen die pfadabhängigen Dynamiken besser zu verstehen, auf welche die Reformatoren internationaler Organisationen stoßen.

Von Konkurrenz zu Arbeitsteilung

Komplexität und Dynamik im Zusammenspiel internationaler Institutionen
Von Konkurrenz zu Arbeitsteilung
Autor
Benjamin Faude
Verlag
Frankfurt/New York: campus
EAN 9783593503264
197 Seiten, € 39,90
Aus der Reihe Staatlichkeit im Wandel
Das internationale System besteht aus einer Vielzahl von Institutionen, die häufig in ihren Funktionen überlappen, aber nicht in eine hierarchische Ordnung eingebettet sind. Ob diese institutionelle Komplexität zwischenstaatliche Zusammenarbeit stärkt oder schwächt, ist eine viel diskutierte Frage. Indem Benjamin Faude zeigt, dass funktional überlappenden internationalen Institutionen die Tendenz zur Herausbildung einer Arbeitsteilung inhärent ist, widerspricht er all denen, die von einer Schwächung internationaler Institutionen sprechen. In die akademische Debatte bringt er auf diese Weise einen neuen Theorieentwurf ein, der erstmals die Herausbildung institutionenübergreifender politischer Ordnungen jenseits des Nationalstaates erklären kann.

Which Policy for Europe?

Power and Conflict inside the European Commission
Which Policy for Europe?
Autor
Miriam Hartlapp, Julia Metz, Christian Rauh
Verlag
Oxford, UK: Oxford University Press
ISBN 978-0-19-968803-6
368 Seiten, £ 55.00
Nach außen hin erscheint die Europäische Kommission oft als einheitlicher Akteur – über die internen Prozesse ihrer Positionsbildung war bislang wenig bekannt. Eine Schumpeter-Nachwuchsgruppe am WZB hat die Blackbox EU-Kommission jetzt geöffnet. Auf Basis umfassender Insiderquellen zeichnet sie prominente Initiativen der Europäischen Kommission nach und macht so interne Konfliktlinien sichtbar. Deutlich wird, dass es den einen Aushandlungsprozess nicht gibt: In der EU-Kommission existieren funktionale, machtbasierte oder ideologisch ausgerichtete Handlungslogiken nebeneinander. Der effizienten Problemlösung, der Maximierung regulativer und finanzieller Ressourcen oder aber dem Erreichen normativer Ziele wird unterschiedliches Gewicht eingeräumt. Die Kommission ist weder eine rein sachorientierte Technokratie, noch eine machthungriger Bürokratieapparat oder aber eine Vertreterin politischer Extrempositionen. Welche dieser Logiken dominiert, hängt stark vom jeweiligen Regelungsgegenstand und den politischen Rahmenbedingungen einzelner Initiativen ab.

The Internet and European Integration

Pro- and Anti-EU Debates in Online News Media
The Internet and European Integration
Autor
Asimina Michailidou, Hans-Jörg Trenz, Pieter de Wilde
Verlag
Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich Publishers
ISBN 978-3-8474-0153-7
250 Seiten, € 49,90
This book offers a wealth of original empirical data on how online media shape EU contestation. Taking a public sphere perspective, the authors highlight the myths and truths about the nature of audience-driven online media content and show how public demands for legitimacy are at the heart of the much-analyzed politicization of European integration. What EU citizens most intensely debate online are the fundamental questions of what the European institutions stand for and how they can be held accountable.

Drawing on innovative and rigorous analysis of online media ownership, journalistic content and online readers’ inputs, the authors piece together the components of the dynamic nature of EU contestation and the degree of convergence towards Euroscepticism across EU member states in the first years of the Eurocrisis.

Bringing Sociology to International Relations

World Politics as Differentiation Theory
Bringing Sociology to International Relations
(Hg.)
Mathias Albert, Barry Buzan, Michael Zürn
Verlag
Cambridge: Cambridge University Press
ISBN 978-1107440135
292 Seiten, € 63,63
Funktionale Differenzierung steht seit Langem im Mittelpunkt soziologischen Denkens und gilt als ein bestimmendes Merkmal in der Evolution der modernen Gesellschaft, durch das sich diese von vormodernen Gesellschaften und den in ihnen vorherrschenden Formen sozialer Differenzierung – Segmentation oder Systeme sozialer Stratifikation wie Klassenbildung – unterscheidet. Anknüpfend an neue Entwicklungen in der Anwendung der Differenzierungstheorie im Forschungszweig internationale Beziehungen wie auch in der Soziologie werden in diesem Band Analysen aus beiden Feldern zusammengeführt. In der Gesamtschau ergibt sich daraus eine interdisziplinäre Synthese, die Weltpolitik als ein differenziertes soziales Gefüge erkennbar macht. Über alle Beiträge und Kapitel hinweg geht es um Antworten auf die zentrale Frage: Welche neuen Perspektiven eröffnen sich, wenn das soziologische Konzept der funktionalen Differenzierung von der innerstaatlichen Ebene, auf die es ursprünglich gerichtet war, auf den größeren und vielschichtigeren Komplex der internationalen Beziehungen übertragen wird?

Contesting Europe

Exploring Euroscepticism in Online Media Coverage
Contesting Europe
Autoren
Pieter de Wilde, Asimina Michailidou, Hans-Jörg Trenz
Verlag
Colchester: ECPR Press
ISBN 978-1907301513
292 Seiten, 33,99 €
Das Buch untersucht wie Politiker und Bürger die Europäische Union und den europäischen Integrationsprozess bewerten. Analysiert werden öffentliche Debatten während der Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009. Mittels einer detaillierten Inhaltsanalyse von Online-Medien werden die direkten und freiwilligen Reaktionen der Bürger auf Nachrichtenartikel erfasst. Die Analyse zeigt eine neue Dynamik hinsichtlich der Debatte („contestation“) über Europa im Internet auf und gibt Aufschluss über den Grad der Konvergenz bezüglich des Euroskeptizismus in den EU-Mitgliedsstaaten. Diese Konvergenz führt zu neuen Herausforderungen für die demokratische Repräsentation in der EU und gibt Auskunft über die gesellschaftliche Basis für eine legitime Europäische Union.

Sovereignty and the Responsibility to Protect

The power of norms and the norms of the powerful
Sovereignty and the Responsibility to Protect
Autor
Theresa Reinold
Verlag
London: Routledge
ISBN 978-0-415-62629-3
200 Seiten, € 100,99
Die vorliegende Neuerscheinung behandelt eine zentrale Institution der heutigen Weltordnung – Souveränität – die als Resultat eines komplexen Interaktionsprozesses zwischen Macht und Normen, Politik und Recht im Wandel begriffen ist. Das Buch untersucht eine Reihe kontroverser militärischer Interventionen in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten und diskutiert deren Folgen für die Regeln der zwischenstaatlichen Gewaltanwendung sowie für das Prinzip der souveränen Gleichheit. Anhand von Fallstudien zu Kosovo, Darfur und Afghanistan wird gezeigt, dass Frames aus bestimmten Diskursen (z.B. der Debatte über die ‚responsibility to protect‘) auf andere Diskurse (Anti-Terrorismus und nukleare Nonproliferation) übertragen wurden um dadurch eine radikale Reinterpretation existierender Völkerrechtsnormen zu legitimieren. Das Buch entwickelt unter Heranziehung von Theorien der Internationalen Beziehungen und völkerrechtstheoretischen sowie soziologischen Ansätzen eine genuin interdisziplinäre Perspektive auf den Wandel des Souveränitätsbegriffs und ist daher für gleichermaßen für Wissenschaftler wie Studenten der der Internationalen Beziehungen und des Völkerrechts von
Interesse.

Rule of Law Dynamics

In an Era of International and Transnational Governance
Rule of Law Dynamics
Herausgeber
Michael Zürn, André Nollkaemper, Randall Peerenboom
Verlag
Cambridge: Cambridge University Press
ISBN 978-1-107-02471-7
396 Seiten, € 84,85
Der Sammelband untersucht die verschiedenen Strategien, Mechanismen und Prozesse, welche die grenzüberschreitenden Dynamiken der „Rule of Law“ und die Kluft zwischen nationalem und internationalem Recht beeinflussen und gibt beleuchtet die unterschiedlichen Einflusspfade. Die Publikation zeigt, wie und in welchem Ausmaß sich diese Dynamiken in den letzten Jahren verändert haben, insbesondere im Hinblick auf transnationale und internationale Ebenen von Governance. Zur Erfassung dieser interaktiven Dynamiken bedient sich der Sammelband einer interdisziplinären Herangehensweise, indem er die normative Perspektive der Rechtswissenschaft mit der analytischen Perspektive der Sozialwissenschaften vereint. Damit leistet der Sammelband einen Beitrag zu verschiedenen Forschungsfeldern, einschließlich der Bereiche Rule of Law, Recht und Entwicklung und „good governance“, Demokratisierung, Globalisierung, Neo-Institutionalismus und Recht, internationales Recht, transnationale Governance und die in der Entstehung begriffene Literatur zu rechtlichen Reformen in autoritären Regimen sowie vergleichende Rechtswissenschaft (islami