A Responsive Technocracy?

EU Politicisation and the Consumer Policies of the European Commission
Das Buch zeigt, dass die Europäische Kommission heute nicht mehr gegen öffentlichen politischen Druck immun ist. Mittels neuer Daten wird zunächst die zunehmende öffentliche Politisierung der EU seit den 90er Jahren unterstrichen. Vor diesem Hintergrund muss die Kommission heute viel mehr auf die unmittelbare Öffentlichkeitswirkung ihrer politischen Entscheidungen achten – auch wenn das den traditionellen Regulierungsmustern in der EU widerspricht.

Anhand von Insiderberichten vergleicht das Buch die Entstehungsprozesse von 17 verbraucherpolitischen Initiativen der Kommission. Verbraucherfreundliche Positionen werden tatsächlich dann deutlich attraktiver für die Kommission, wenn die EU oder der jeweilige Sachbereich höhere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Das spricht einerseits für mehr demokratische Qualität, birgt aber auch ein erhöhtes Konfliktpotential für die europäische Entscheidungsfindung.

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A Responsive Technocracy?
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Autor
Christian Rauh
Auflage/ Ort/ Verlag

Colchester: ECPR Press 2016

ISBN: 9781785521270
314 Seiten
ISBN: 9781785521270

International Organization in Time

Fragmentation and Reform
International Organization in Time untersucht, warum Reformatoren häufig anstreben, internationale Organisationen zu vereinen, aber erreichen im Endeffekt stattdessen eine Fragmentierung. Das Buch rekonstruiert die institutionelle Geschichte der Weltgesundheitsorganisation seit ihrer Entstehung in 1946. Es theoretisiert die Fragmentierungsfalle, welche sowohl die Ursache als auch die Konsequenz der Reformversagen in der Weltgesundheitsorganisation ist. Ein Vergleich zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur illustriert die Relevanz der Pfadabhängigkeit und der Fragmentierung für das ganze System der Vereinten Nationen. Das Buch hilft uns im Vorfeld der 70. Jubiläumsfeier der Vereinten Nationen die pfadabhängigen Dynamiken besser zu verstehen, auf welche die Reformatoren internationaler Organisationen stoßen.
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International Organization in Time
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Autor
Tine Hanrieder
Auflage/ Ort/ Verlag

Oxford University Press, Oxford 2015

ISBN: 978-0198705833
208 Seiten
€ 66,95

Von Konkurrenz zu Arbeitsteilung

Komplexität und Dynamik im Zusammenspiel internationaler Institutionen
Das internationale System besteht aus einer Vielzahl von Institutionen, die häufig in ihren Funktionen überlappen, aber nicht in eine hierarchische Ordnung eingebettet sind. Ob diese institutionelle Komplexität zwischenstaatliche Zusammenarbeit stärkt oder schwächt, ist eine viel diskutierte Frage. Indem Benjamin Faude zeigt, dass funktional überlappenden internationalen Institutionen die Tendenz zur Herausbildung einer Arbeitsteilung inhärent ist, widerspricht er all denen, die von einer Schwächung internationaler Institutionen sprechen. In die akademische Debatte bringt er auf diese Weise einen neuen Theorieentwurf ein, der erstmals die Herausbildung institutionenübergreifender politischer Ordnungen jenseits des Nationalstaates erklären kann.
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Von Konkurrenz zu Arbeitsteilung
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Autor
Benjamin Faude
Auflage/ Ort/ Verlag

Frankfurt/New York: campus

EAN 9783593503264
197 Seiten
€ 39,90

Aus der Reihe Staatlichkeit im Wandel

Which Policy for Europe?

Power and Conflict inside the European Commission
Nach außen hin erscheint die Europäische Kommission oft als einheitlicher Akteur – über die internen Prozesse ihrer Positionsbildung war bislang wenig bekannt. Eine Schumpeter-Nachwuchsgruppe am WZB hat die Blackbox EU-Kommission jetzt geöffnet. Auf Basis umfassender Insiderquellen zeichnet sie prominente Initiativen der Europäischen Kommission nach und macht so interne Konfliktlinien sichtbar. Deutlich wird, dass es den einen Aushandlungsprozess nicht gibt: In der EU-Kommission existieren funktionale, machtbasierte oder ideologisch ausgerichtete Handlungslogiken nebeneinander. Der effizienten Problemlösung, der Maximierung regulativer und finanzieller Ressourcen oder aber dem Erreichen normativer Ziele wird unterschiedliches Gewicht eingeräumt. Die Kommission ist weder eine rein sachorientierte Technokratie, noch eine machthungriger Bürokratieapparat oder aber eine Vertreterin politischer Extrempositionen. Welche dieser Logiken dominiert, hängt stark vom jeweiligen Regelungsgegenstand und den politischen Rahmenbedingungen einzelner Initiativen ab.
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Which Policy for Europe?
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Autor
Miriam Hartlapp, Julia Metz, Christian Rauh
Auflage/ Ort/ Verlag

Oxford, UK: Oxford University Press

ISBN 978-0-19-968803-6
368 Seiten
£ 55.00

The Internet and European Integration

Pro- and Anti-EU Debates in Online News Media
This book offers a wealth of original empirical data on how online media shape EU contestation. Taking a public sphere perspective, the authors highlight the myths and truths about the nature of audience-driven online media content and show how public demands for legitimacy are at the heart of the much-analyzed politicization of European integration. What EU citizens most intensely debate online are the fundamental questions of what the European institutions stand for and how they can be held accountable.

Drawing on innovative and rigorous analysis of online media ownership, journalistic content and online readers’ inputs, the authors piece together the components of the dynamic nature of EU contestation and the degree of convergence towards Euroscepticism across EU member states in the first years of the Eurocrisis.

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The Internet and European Integration
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Autor
Asimina Michailidou, Hans-Jörg Trenz, Pieter de Wilde
Auflage/ Ort/ Verlag

Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich Publishers

ISBN 978-3-8474-0153-7
250 Seiten
€ 49,90

Bringing Sociology to International Relations

World Politics as Differentiation Theory
Funktionale Differenzierung steht seit Langem im Mittelpunkt soziologischen Denkens und gilt als ein bestimmendes Merkmal in der Evolution der modernen Gesellschaft, durch das sich diese von vormodernen Gesellschaften und den in ihnen vorherrschenden Formen sozialer Differenzierung – Segmentation oder Systeme sozialer Stratifikation wie Klassenbildung – unterscheidet. Anknüpfend an neue Entwicklungen in der Anwendung der Differenzierungstheorie im Forschungszweig internationale Beziehungen wie auch in der Soziologie werden in diesem Band Analysen aus beiden Feldern zusammengeführt. In der Gesamtschau ergibt sich daraus eine interdisziplinäre Synthese, die Weltpolitik als ein differenziertes soziales Gefüge erkennbar macht. Über alle Beiträge und Kapitel hinweg geht es um Antworten auf die zentrale Frage: Welche neuen Perspektiven eröffnen sich, wenn das soziologische Konzept der funktionalen Differenzierung von der innerstaatlichen Ebene, auf die es ursprünglich gerichtet war, auf den größeren und vielschichtigeren Komplex der internationalen Beziehungen übertragen wird?
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Bringing Sociology to International Relations
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(Hg.)
Mathias Albert, Barry Buzan, Michael Zürn
Auflage/ Ort/ Verlag

Cambridge: Cambridge University Press

ISBN 978-1107440135
292 Seiten
€ 63,63

Contesting Europe

Exploring Euroscepticism in Online Media Coverage
Das Buch untersucht wie Politiker und Bürger die Europäische Union und den europäischen Integrationsprozess bewerten. Analysiert werden öffentliche Debatten während der Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009. Mittels einer detaillierten Inhaltsanalyse von Online-Medien werden die direkten und freiwilligen Reaktionen der Bürger auf Nachrichtenartikel erfasst. Die Analyse zeigt eine neue Dynamik hinsichtlich der Debatte („contestation“) über Europa im Internet auf und gibt Aufschluss über den Grad der Konvergenz bezüglich des Euroskeptizismus in den EU-Mitgliedsstaaten. Diese Konvergenz führt zu neuen Herausforderungen für die demokratische Repräsentation in der EU und gibt Auskunft über die gesellschaftliche Basis für eine legitime Europäische Union.
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Contesting Europe
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Autoren
Pieter de Wilde, Asimina Michailidou, Hans-Jörg Trenz
Auflage/ Ort/ Verlag

Colchester: ECPR Press

ISBN 978-1907301513
292 Seiten
33,99 €

Sovereignty and the Responsibility to Protect

The power of norms and the norms of the powerful
Die vorliegende Neuerscheinung behandelt eine zentrale Institution der heutigen Weltordnung – Souveränität – die als Resultat eines komplexen Interaktionsprozesses zwischen Macht und Normen, Politik und Recht im Wandel begriffen ist. Das Buch untersucht eine Reihe kontroverser militärischer Interventionen in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten und diskutiert deren Folgen für die Regeln der zwischenstaatlichen Gewaltanwendung sowie für das Prinzip der souveränen Gleichheit. Anhand von Fallstudien zu Kosovo, Darfur und Afghanistan wird gezeigt, dass Frames aus bestimmten Diskursen (z.B. der Debatte über die ‚responsibility to protect‘) auf andere Diskurse (Anti-Terrorismus und nukleare Nonproliferation) übertragen wurden um dadurch eine radikale Reinterpretation existierender Völkerrechtsnormen zu legitimieren. Das Buch entwickelt unter Heranziehung von Theorien der Internationalen Beziehungen und völkerrechtstheoretischen sowie soziologischen Ansätzen eine genuin interdisziplinäre Perspektive auf den Wandel des Souveränitätsbegriffs und ist daher für gleichermaßen für Wissenschaftler wie Studenten der der Internationalen Beziehungen und des Völkerrechts von
Interesse.
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Sovereignty and the Responsibility to Protect
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Autor
Theresa Reinold
Auflage/ Ort/ Verlag

London: Routledge

ISBN 978-0-415-62629-3
200 Seiten
€ 100,99

Rule of Law Dynamics

In an Era of International and Transnational Governance
Der Sammelband untersucht die verschiedenen Strategien, Mechanismen und Prozesse, welche die grenzüberschreitenden Dynamiken der „Rule of Law“ und die Kluft zwischen nationalem und internationalem Recht beeinflussen und gibt beleuchtet die unterschiedlichen Einflusspfade. Die Publikation zeigt, wie und in welchem Ausmaß sich diese Dynamiken in den letzten Jahren verändert haben, insbesondere im Hinblick auf transnationale und internationale Ebenen von Governance. Zur Erfassung dieser interaktiven Dynamiken bedient sich der Sammelband einer interdisziplinären Herangehensweise, indem er die normative Perspektive der Rechtswissenschaft mit der analytischen Perspektive der Sozialwissenschaften vereint. Damit leistet der Sammelband einen Beitrag zu verschiedenen Forschungsfeldern, einschließlich der Bereiche Rule of Law, Recht und Entwicklung und „good governance“, Demokratisierung, Globalisierung, Neo-Institutionalismus und Recht, internationales Recht, transnationale Governance und die in der Entstehung begriffene Literatur zu rechtlichen Reformen in autoritären Regimen sowie vergleichende Rechtswissenschaft (islamische, afrikanische, asiatische, lateinamerikanische Rechtssysteme).
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Rule of Law Dynamics
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Herausgeber
Michael Zürn, André Nollkaemper, Randall Peerenboom
Auflage/ Ort/ Verlag

Cambridge: Cambridge University Press

ISBN 978-1-107-02471-7
396 Seiten
€ 84,85

Die Politisierung der Weltpolitik

Umkämpfte internationale Institutionen
Die Beiträge in diesem Band analysieren die Politisierung internationaler Institutionen. Die Politisierungsthese stützt sich auf die Beobachtung, dass (welt-)gesellschaftliche Akteure zunehmend Macht und Legitimitätsfragen im Zusammenhang mit dem globalen Regieren stellen. Sie zeigen sich in einem Maße zu Kritik und Widerstand bereit, die internationale Organisationen (wie Weltbank), suprastaatliche Institutionen oder Unternehmen erkennbar unter Zugzwang geraten lassen. Gleichzeitig nutzen sie internationale Organisationen und Foren, um ihre politischen Ziele zu betreiben.
Die Einleitung bietet einen begrifflichen und theoretischen Rahmen zur Analyse dieser Entwicklungen (Michael Zürn). In empirischen Fallstudien beispielsweise des UN-Sicherheitsrats (Martin Binder), der Weltgesundheitsorganisation WHO (Lora Viola), der Nachhaltigkeitspolitik der Weltbank (Helmut Weidner) oder des OECD-Steuerregimes (Thomas Rixen) wird die Politisierungsthese empirisch geprüft und weiterentwickelt. Auch auf der Makroebene wie etwa bei der Entwicklung transnationaler Proteste (Dieter Rucht) oder der Entstehung einer neuen Konfliktlinie (Edgar Grande/Hanspeter Kriesi) bestätigt sich die These. Abschließend wird in der Zusammenschau gezeigt (Matthias Ecker-Ehrhardt/Michael Zürn), dass eine verstärkte gesellschaftliche Kritik an der mangelnden Legitimität internationaler Institutionen zu beobachten ist und diese Kritik tatsächlich (und in welcher Form) zu institutionellem Wandel führt.
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Die Politisierung der Weltpolitik
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Herausgeber
Michael Zürn, Mathias Ecker-Ehrhardt
Auflage/ Ort/ Verlag

Berlin: Suhrkamp

ISBN 978-3-518-12659-2
412 Seiten
€ 25,00

Der Globale Ausnahmezustand

Carl Schmitt und die Anti-Terror-Politik des UN Sicherheitsrates
Ausgehend von Ulrich Becks risikosoziologischen Annahmen zum ‚kosmopolitischen Ausnahmezustand‘ wird in diesem Buch die These entwickelt, dass sich der Ansatz des Sicherheitsrates zur Terrorismusbekämpfung als globalisiertes Abbild von Carl Schmitts Theorie des Ausnahmezustands charakterisieren lässt. Es wird gezeigt, dass insbesondere nach 9/11 im Sicherheitsrat eine Feindzuschreibung im Schmitt’schen Sinne vorlag und mit der Suspendierung des Rechts sowie mit gesetzgeberischen Maßnahmen zentrale Aspekte aus Schmitts Theorie auf globaler Ebene verwirklicht wurden.

Die so verstandene ‚Diktatur‘ des Sicherheitsrates stellt nicht nur das Mantra horizontaler Kooperationsmodi in der Global Governance-Forschung infrage, sondern lenkt den Blick zudem auf die Notwendigkeit zur Einhegung seiner Autorität. Es wird ferner deutlich, dass das vielfach gepriesene Modell der deliberativen Legitimation internationalen Regierens im ‚deliberationsfreien Raum‘ des globalen Ausnahmezustands kaum realisierbar ist.

Das Werk ist Teil der Reihe Internationale Beziehungen, Band 18.
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Der Globale Ausnahmezustand
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Autor
Christian Kreuder-Sonnen
Auflage/ Ort/ Verlag

Verlag: Nomos, Baden-Baden 2012

ISBN: 978-3-8329-7147-2
131 Seiten
€ 24,00

Handbook on Multi-Level Governance

Multi-Level-Governance hat sich zu einem der innovativsten Forschungsgebiete in der Politik- und Verwaltungswissenschaft entwickelt. Das Handbuch liefert einen umfassenden Überblick über die Literatur zu diesem Thema und befasst sich mit verschiedenen theoretischen und konzeptionellen Ansätzen von Multi-Level-Governance und ihrer Anwendung in nationalen, regionalen und globalen Politikkontexten. Die Beiträge verdeutlichen die Bedeutung von Multi-Level-Governance in ausgewählten Politikbereichen, und die Autoren – international renommierte Wissenschaftler – beschreiben, wie Multi-Level-Governance sich in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern niederschlägt und deren Entwicklung beeinflusst bzw. in Zukunft beeinflussen könnte. Die Europäische Union erfährt aufgrund ihrer Katalysatorenfunktion für die Herausbildung von Mehr-Ebenen-Ansätzen besondere Beachtung, abgehandelt werden aber auch andere Beispiele von Multi-Level-Governance, bevor dann der Fokus auf Global Governance gelegt wird. Abschließend werden sechs durch Multi-Level-Governance geprägte Politikfelder und Instrumente vorgestellt: Sozialpolitik, Umweltpolitik, Wirtschaftspolitik, internationale Steuerpolitik, Normvereinbarungen und Polizeiarbeit.
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Handbook on Multi-Level Governance
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(Eds.)
Henrik Enderlein, Sonja Wälti, Michael Zürn
Auflage/ Ort/ Verlag

Cheltenham: Eward Elgar

ISBN: 978-1-84980-629-9
512 Seiten
€ 51,99

Der Rechtsstaat unter Bewährungsdruck

Schriften zur Governance-Forschung, Bd. 20
Das juristische und politische Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsstaat ist im Wesentlichen anerkannt und unkontrovers. Trotzdem ist der deutsche Rechtsstaat seit einigen Jahren vielfältigen Bewährungsproben ausgesetzt. So hat etwa - Stichwort großer Lauschangriff - die Bekämpfung der organisierten Kriminalität den staatlichen Zugriff auf die private Kommunikation erheblich erweitert. Und der nach dem 11. September 2001 ausgerufene "War on Terror" markiert eine neue Dimension im Verhältnis von staatsfreier Privatsphäre und einem präventiv handelnden "Sicherheitsstaat". In fünf Beiträgen gehen namhafte Rechtswissenschaftler aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nach, ob und wie sich durch solche Entwicklungen das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit verschiebt, und ob nicht die Versuche der staatlichen Selbstbehauptung die Gefahr mit sich bringen, auf dem Altar vermeintlicher Sicherheit just das zu opfern, was Rechtsstaatlichkeit bedeutet und als zentralen Bestandteil unserer politischen Kultur ausweist. Der Band dokumentiert die im ersten Halbjahr 2008 gehaltenen "Rule of Law Lectures".
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Der Rechtsstaat unter Bewährungsdruck
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Herausgeber
Gunnar Folke Schuppert, Wolfgang Merkel, Georg Nolte, Michael Zürn
Auflage/ Ort/ Verlag

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft

ISBN 978-3-8329-5211-2
105 Seiten
€ 19,00

The Political Economy of International Tax Governance

Transformation of the State Series
Dieses Buch befasst sich mit einer Frage, die in der Forschung bisher wenig Beachtung gefunden hat: Wie steht es um die Steuerhoheit - einem zentralen Wesensmerkmal des modernen Staats - in der Ära der Globalisierung? Die Studie zeigt, dass die nationale Steuersouveränität zwar stärker durch internationale Besteuerungsregeln eingeschränkt wird als gemeinhin angenommen, dass aber eine Stärkung des internationalen Steuerrechts notwendig ist. Eingebettet in aktuelle Debatten über internationale Institutionen und "Global Governance" liefert der Autor eine theoretisch angeleitete empirische Analyse der Etablierung der internationalen Besteuerungsregeln sowie ihrer institutionellen Ausformungen. Dabei wird die gesamte Geschichte der internationalen Steuerpolitik von den 1920er Jahren, als es lediglich um eine Vermeidung der Doppelbesteuerung ging, bis zu heutigen Versuchen der Regulierung des internationalen Steuerwettbewerbs in den Blick genommen. Der Band eröffnet den internationalen Beziehungen und der Politischen Ökonomie ein neues Forschungsfeld und bietet Steuerjuristen und Finanzwissenschaftlern neue Perspektiven auf ihr angestammtes Forschungsgebiet.
Thomas Rixen
Auflage/ Ort/ Verlag

Basingstoke: Palgrave Macmillan

ISBN 978-0-230-50768-5
264 Seiten
£ 50,00

Governance in einer sich wandelnden Welt

Politische Vierteljahresschrift, Sonderheft 41/2008
Der Begriff "Governance" hat sich in den 1990er Jahren nicht nur in der Politikwissenschaft, sondern auch in anderen Disziplinen etabliert und seitdem eine rasante Karriere gemacht. Gleichzeitig leidet er aber aufgrund der ihm zugeschriebenen unterschiedlichen Bedeutungen und seiner verschiedenen Verwendungszusammenhänge an einer erheblichen Unschärfe. Dieser Band will zu einer Verständigung über Begriff und Konzept beitragen und befasst sich vor dem Hintergrund der nicht nur semantischen Wende von "Steuerung" zu "Governance" mit gesellschaftlichen und politischen Problemlösungsstrukturen im Kontext sich wandelnder Staatlichkeit. Eine Besonderheit stellt dabei der multidisziplinäre Zugriff auf das Thema dar, bei dem Politik- und Rechtswissenschaft gemeinsam ihre analytische Kompetenz einbringen. Im ersten Teil geht es um begriffliche Abgrenzungen und Konturen einer Theorie von Governance. Der zweite Teil widmet sich dem Verhältnis von Recht und Governance, um daraus für ein Verständnis von Governance als Koordination von Akteurshandeln in Regelungsstrukturen zu lernen. Im dritten und vierten Teil werden neue Formen und Modi von Governance auf nationalstaatlicher bzw. transnationaler Ebene untersucht. Das Buch schließt mit einem Ausblick, in dem eine Zwischenbilanz über bisherige Erträge der Governance-Forschung gezogen und ein Vorschlag zur Begriffsdefinition unterbreitet wird.
Gunnar Folke Schuppert, Michael Zürn (Hg.)
Auflage/ Ort/ Verlag

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

ISBN 978-3-531-15922-5
600 Seiten
€ 49,90