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War and Democratization: Legality, Legitimacy, and Effectiveness

Mitarbeiter/innen
Laufzeit
2007-2008
Förderung
Taylor & Francis Group

Buchprojekt

Publikationen
  • Grimm, Sonja/Merkel, Wolfgang (Eds.) (2008): War and Democratization. Legality, Legitimacy and Effectiveness. Democratization, Special Issue, Vol. 15, No. 3. London/New York, NY: Routledge, 236 S.

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Demokratieförderung in Nachkriegsgesellschaften entwickelte sich in den 1990er Jahren zu einem drängenden Thema. Externe Akteure verbanden ihre Bemühungen, Frieden zu stiften, mit dem weitergehenden Ziel, zugleich die Weichen für einen Regimewandel hin zur Demokratie zu stellen. In diesem Zusammenhang lassen sich vier Formen der Demokratieförderung unterscheiden: (1) die Erzwingung demokratischer Strukturen durch eine Besatzungsmacht; (2) die Wiedereinsetzung einer gewählten Regierung mittels militärischer Intervention; (3) die bewaffnete Intervention aus humanitären Gründen als Reaktion auf schwere Menschenrechtsverletzungen unter Beschneidung nationaler Souveränitätsrechte; (4) die Erzwingung von Demokratie durch Krieg. In dem Band wird nach der Legalität, Legitimität und Effektivität dieser verschiedenen Interventionsformen gefragt, mit denen die internationale Staatengemeinschaft über die Durchführung militärischer humanitärer oder friedenschaffender Missionen hinaus langfristige Prozesse des Staatsaufbaus und der Demokratisierung zu unterstützen versucht. Die behandelten Fallbeispiele verdeutlichen ohne Ausnahme, dass die Verankerung eines demokratischen Regimes umfassende politische, soziale und ökonomische Maßnahmen der Friedenskonsolidierung erfordert. Wenn sich externe Akteure zurückziehen, bevor demokratische Institutionen aus eigener Kraft bestehen können, droht die Gefahr eines Scheiterns der erzwungenen Transformation.