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Rückblick: 9. Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung

Foto: Jonas Kahle
Material zur Veranstaltung

Tagungsbericht zum neunten Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung – in Kooperation mit und am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

 

Der diesjährige Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) stand unter dem Motto „9 Jahre Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung“.[1] Hierzu trafen sich am 14. und 15. Juni 2012 knapp 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im WZB.

Das Ziel des Workshops bestand vor allem darin, die Auswertungsmöglichkeiten des erweiterten und aktualisierten Datenangebots des Forschungsdatenzentrums der gesetzlichen Rentenversicherung (gRV) darzustellen, wissenschaftliche Analysen zu präsentieren und die Kommunikation zwischen aktuellen und potenziellen Datennutzern aus der Wissenschaft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FDZ-RV aus Würzburg und Berlin zu vertiefen. Um diese Ziele erreichen zu können, wurde im Januar 2012 ein Call for Papers über den FDZ-RV- sowie über den FNA-Newsletter[2] und weitere Verteiler versendet. Zum einen wurden damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit FDZ-RV-Daten forschen, angeregt, ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorzustellen. Zum anderen wurden Personen angesprochen, die an diesen Forschungstätigkeiten bzw. an dem Datenangebot des Forschungsdatenzentrums interessiert sind.

Nach Eröffnung der Tagung stand das aktuelle und vor allem um Längsschnitt- sowie Daten zur Rehabilitation erweiterte Datenangebot sowie neue Serviceleistungen und Zugangswege für FDZ-RV-Daten im Vordergrund. Im Hauptteil der Veranstaltung stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Befunde auf Basis von überwiegend FDZ-RV-Daten vor. In der abschließenden Diskussion wurden zentrale Befunde des Workshops zusammengefasst und Möglichkeiten zur Verbesserung der Serviceleistungen des Forschungsdatenzentrums diskutiert.

Dr. Roland Habich (Leiter des zentralen Datenmanagements am WZB) eröffnete den Workshop. Er verwies insbesondere darauf, dass der große Sitzungssaal in den Räumen des WZB, in dem der Workshop stattgefunden hat, der Ort war, an dem sich der Gerichtssaal des 1884 gegründeten Reichsversicherungsamtes befand. Insofern könne eine Veranstaltung des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung aus historischer Perspektive an keinem geeigneteren Ort stattfinden.    

Dr. Michael Stegmann (Referatsleiter 0521, Statistisches Berichtswesen, Würzburg) stellte in seinem Beitrag das aktuelle Datenangebot des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung vor und erläuterte, auf welchen Wegen die anonymisierten Mikrodaten des Forschungsdatenzentrums zu beziehen sind. Hinsichtlich der Zugangswege eröffne das Fachverfahren „Kontrolliertes Fernrechnen“, bei dem Datennutzende ihre Auswertungsjobs von ihren Arbeitsplatzrechnern direkt an das FDZ-RV in Würzburg senden, insbesondere wegen hoher Fallzahlen erweiterte Analysepotenziale.

Im anschließenden Hauptteil des Workshops stellten 18 multidisziplinär zusammengesetzte Wissenschaftlerteams ihre Befunde vor, die überwiegend auf Basis von FDZ-RV-Daten berechnet wurden. Vertreten waren insbesondere die Fachrichtungen Demografie, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Medizin, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Die verschiedenen Vorträge wurden den fünf Schwerpunkten ‚Gesundheit und Krankheit’, ‚Einkommensanalysen’, ‚Fertilität und Mortalität’, ‚Zugänge in Altersrente’ sowie ‚Datenfusion’ zugeordnet.

Schwerpunkt I (Gesundheit und Krankheit): Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Anja Bestmann und Julia Schaufler (0640, FDZ-RV Berlin) stand die Frage: „Gibt es einen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage einer Person und ihren psychischen und Abhängigkeitserkrankungen?“ Sie fanden heraus, dass bei Personen mit abgeschlossenen Rehabilitationsmaßnahmen die Risiken von psychischen und Abhängigkeitserkrankungen dann besonders hoch sind, wenn diese gering qualifiziert, arbeitslos oder alleinlebend wären.  

Prof. Dr. Friedrich-Michael Radoschewski, Waltraud Lay und Inka Mohnberg (Charité-Universitätsmedizin Berlin) untersuchten „Rehabilitative Versorgungsverläufe bei Anschlussheilbehandlungen (AHB) und ihre Ergebnisse“. Sie wiesen in ihren Ausführungen darauf hin, dass Anschlussheilbehandlungen wegen der für sie geltenden besonderen sozialrechtlichen Regelungen gesonderte Analysen bedürften, die sowohl die verschiedenen Diagnosehauptgruppen als auch das breite Alterspektrum der teilweise bereits berenteten Personen berücksichtigen. 

Janine Lange (0640, FDZ-RV Berlin) untersuchte „Die ersten Berufsjahre von Erwerbsminderungsrentnern“ und wies darauf hin, dass das Risiko, in jungen Jahren eine Erwerbsminderungsrente zu beziehen, bei jenen Personen vergleichsweise hoch sei, die in Großbetrieben mit über 1.000 Beschäftigten gearbeitet und zudem Arbeitslosigkeitserfahrung hätten.

Julia Werner (0521, FDZ-RV Würzburg) analysierte Erwerbsbiografien von Menschen mit im Vergleich zu solchen ohne Behinderung. Ihre Analysen wiesen darauf hin, dass Behinderung mit Arbeitsmarktferne einhergehe, weil - nach dem Schwerbehindertengesetz - behinderte Menschen in ihren Erwerbsbiografien eher seltener, kürzer und vergleichsweise häufig geringfügig beschäftigt wären als nicht behinderte.

Dr. Christine Hagen (Deutsches Zentrum für Altersfragen), PD Dr. Ralf K. Himmelreicher (0640, FDZ-RV Berlin) und Martin Zerweck (Freie Universität Berlin) untersuchten, ob sich Personen, die wegen psychischen Erkrankungen eine Erwerbsminderungsrente beziehen von jenen unterscheiden würden, die wegen somatischer Erkrankungen berentet wurden. In ihren Ausführen konnten sie zeigen, dass eher jüngere, höher qualifizierte, nicht (mehr) verheiratete und in den alten Bundesländern lebende Frauen hohe Risiken aufwiesen, wegen psychischer Erkrankungen eine Erwerbsminderungsrente zu beziehen.

Schwerpunkt II (Einkommensanalysen): Lena Detlefsen (Christian-Albrecht-Universität zu Kiel) stellte sich der Aufgabe, den „Einfluss des Berechnungszeitraumes auf die gemessene Ungleichheit“ zu quantifizieren. Nach ihren Berechnungen habe der Berechnungszeitraum Einfluss auf die gemessene Ungleichheit, wobei mit zunehmender Länge des Zeitraumes die Ungleichheit zurück ginge.

Maria Lewicki (Karlsruher Institut für Technologie, KIT) präsentierte erste Befunde aus ihrem Projekt „Age-specific Earning Points“. Um die Erwerbsphasen der in Deutschland abhängig Beschäftigten entsprechend der steigenden Lebenserwartung zu verlängern, empfiehlt sie mit zunehmendem Alter ansteigende Entgeltpunkte und legte hierzu erste Berechnungen für neun typische Erwerbsverläufe vor.

Sven Stöwhase (Fraunhofer Institut für angewandte Informationstechnik, FIT) untersuchte Effekte unterschiedlicher Erwerbsbiografien auf die Teilhabeäquivalenz im System der gesetzlichen Rentenversicherung“. Hierzu untersuchte er auf Datenbasis des Scientific Use Files der Versicherungskontenstichprobe 2007 rentennahe Alterskohorten im Hinblick darauf, ob eigene Beitragszahlungen aus abhängiger Beschäftigung und erworbene Entgeltpunkte einander entsprechen. Nach seinen Befunden sei eine weitgehende Teilhabeäquivalenz gegeben, jedoch keine vollständige.

Schwerpunkt III (Fertilität und Mortalität): Dr. Timm Bönke, Holger Lüthen (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Carsten Schröder (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) werden auf Datenbasis mehrerer kumulierter Versicherungskontenstichproben Prozesse differentieller Sterblichkeit vor dem Renteneintritt untersuchen. Nach Einschätzung der Wissenschaftler würde ein solcher Datensatz, der um Effekte verschiedener Periodensterblichkeiten zu bereinigen wäre, wegen hoher Fallzahlen und valider sozioökonomischer Merkmale Sterblichkeitsanalysen in Deutschland in einzigartiger Qualität ermöglichen.  

Dr. Rembrandt Scholz (MPI für Demografische Forschung, Rostock) stellte empirische Befunde „Zur Wechselwirkung zwischen Mortalität und Fertilität von Frauen in Deutschland“ vor. Aus seinen Ausführungen ging hervor, dass die Übersterblichkeit westdeutscher Frauen der Geburtsjahre 1943 - 1951 auf deren erhöhte Kinderlosigkeit zurückzuführen sein könnte. Diese Befunde würden die protektiven Wirkungen von Schwangerschaft und Kindererziehung, die auch aus der internationalen Literatur bekannt seien, unterstreichen.

Dr. Sandra Schaffner und Andrea Siebert (RWI Essen) gingen der Frage nach, inwiefern die Dauer der Ausbildung von Frauen deren Fertilität beeinflusst. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich beim Zusammenhang zwischen Bildung(sdauer) und Fertilität nicht um einen reinen Alterseffekt handelt. Vielmehr veränderten sich mit zunehmender Ausbildungsdauer und damit auch höherer Qualifikation auch die Präferenzen, weshalb das Bildungsniveau zusätzlich negativ mit der Fertilität korreliert sei.

Prof. Dr. Daniela Grunow (Universiteit van Amsterdam) und Dana Müller (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Forschungsdatenzentrum, Nürnberg) untersuchten die „Rückkehr in den Arbeitsmarkt“ vergleichend zwischen ostdeutschen, westdeutschen und ost-west-mobilen Müttern. Ihr zentraler Befund ist: Ostdeutsche Mütter würden vergleichsweise schnell eine Beschäftigung aufnehmen, gefolgt von ost-west-mobilen Müttern, während westdeutsche Mütter später in den Arbeitsmarkt zurückkehrten.  

Schwerpunkt IV (Zugänge in Altersrente): Matthias Giesecke (Ruhr Graduate School in Economics und Universität Duisburg-Essen) trug eine mit „Versicherungsmathematische Anpassungen, Rentenzugangsverhalten und Verschiedenheit der Beschäftigten“ übersetzbare Präsentation vor. Zielsetzung seiner Arbeit ist, durch ökonomische Anreize zu einer Verlängerung des Erwerbslebens und damit zu einem späteren Ausscheiden aus dem Erwerbsleben beizutragen, um dadurch mögliche Finanzierungsprobleme im umlagefinanzierten System der deutschen Rentenversicherung zu begegnen. Zu seinen wichtigsten Befunden dürfte gehören, dass spätere Rentenzugänge bei Personen mit körperlich anstrengenden Berufen den geringsten Effekt hätten.

PD Dr. Martin Brussig (Universität Duisburg-Essen) untersuchte die Frage „Vom privilegierten zum prekären Übergangspfad?“ im Hinblick auf Arbeitslosigkeitsphasen vor dem Rentenbeginn. Er fand heraus, dass Arbeitslosigkeit als Übergangspfad zwischen den Rentenzugängen in 2004 im Vergleich zu 2010 weniger genutzt werden würde, Arbeitslosigkeit jedoch nach wie vor in den Vorruhestand führen würde.

Schwerpunkt V (Datenfusion): Im letzten Schwerpunkt präsentierten zunächst Dr. Michela Coppola und Bettina Lamla (Munich Center for the Economics of Aging (MEA)) ein neues Vorhaben zur Erhebung von Daten und den Verlauf einer akutellen Pilotstudie. Zur Verbesserung der Datengrundlage im Bereich der Altersvorsorge werden die Umfragedaten der SAVE-Panelstudie um die Erwerbshistorien der Befragten sowie Informationen der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge ergänzt. Hierzu werden die an der SAVE-Studie Teilnehmenden und ggf. deren Partner(innen) danach gefragt, ob sie einem Zusammenfügen von SAVE- mit IAB-Daten zustimmen. Verknüpft werden die Umfragedaten anhand der Sozialversicherungsnummer mit der Erwerbshistorie sowie mit Informationen aus dem Betriebshistorik-Panel. Aufgrund der Sozialversicherungsnummer wird die dazugehörige Betriebsnummer und damit das die Befragungsperson beschäftigende Unternehmen identifiziert. Im nächsten Schritt können über die jeweiligen Arbeitgeber anhand einer Arbeitgeberbefragung Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge der Belegschaft gewonnen werden.

Dr. Laura Romeu Gordo, Nadiya Kelle, Dr. Julia Simonson und PD Dr. Andreas Motel-Klingebiel (DZA, Berlin) referierten zum Thema „Veränderte Erwerbsverläufe und Renteneinkommen der Babyboomer“. Nach ihren Analysen, die auf einem statistisch verknüpften Datensatz (Versicherungskontenstichprobe der gRV und Sozio-Oekonomisches Panel (SOEP) des DIW) basieren, dürfte ein Großteil der Babyboomer (Geburtsjahrgänge 1956-65), insbesondere Personen mit vollzeitdominierten Erwerbsverläufen, voraussichtlich gut abgesichert sein. Zu den Risikogruppen könnten Personen mit haushaltdominierten, teilzeitdominierten und diskontinuierlichen Erwerbsverläufen gehören.

Prof. Ellen M. Immergut, PhD und Tarik Abou-Chadi (Humboldt-Universität zu Berlin) berichteten aus ihrem Projekt „Beyond Veto Players: The Role of Electoral Vulnerability in Pension Politics“. Im Unterschied zu der weit verbreiteten Annahme, Gesetzgebungstätigkeit im Bereich der Rentenpolitik als Sozialstaatskürzungen zu interpretieren, konnten sie zeigen, dass unter dem Druck bevorstehender Wahlen in verschiedenen Ländern auch steigende Ausgaben bzw. Leistungsniveaus zu verzeichnen sein können.  

Tatjana Mika (0640, FDZ-RV Berlin) berichtete aus dem Projekt Share-RV, bei dem Daten der Panel-Befragung „Survey of Health, Aging and Retirement (SHARE)“ mit Prozessdaten der Rentenversicherung über die Versicherungsnummer verknüpft werden. Hinsichtlich des Vergleichs der Validität von Prozess produzierten Daten mit erhobenen Befragungsdaten konnte sie zeigen, dass retrospektiv erhobene Einkommensangaben weniger valide als Prozess produzierte Daten wären, insbesondere bei zugewanderten Personen.

In der Abschlussdiskussion wurde vor dem Hintergrund inzwischen umfangreicher und teilweise neunjähriger Erfahrungen mit den Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung deutlich, dass bereits heute zahlreiche interdisziplinäre Analyseergebnisse vorliegen. Dies zeige sich u. a. an den 18 Vorträgen, die allein auf dem neunten Workshop gehört wurden. Das Analysepotenzial der FDZ-RV-Daten wurde durch die inzwischen vielfach genutzten Längsschnittdatensätze sowie den neuen Scientific Use File zur Rehabilitation noch erheblich gesteigert. Insgesamt zeigten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Ende des Workshops mit den Ergebnissen sehr zufrieden und brachten ihr Anliegen zum Ausdruck, mit dem FDZ-RV zu kooperieren bzw. bestehende Verbindungen zu intensivieren. Hieran wird deutlich, dass neben der Weitergabe von datenschutzrechtlich geprüften Daten der Erfahrungsaustausch zwischen Datenproduzenten und der Wissenschaft eine bedeutende Rolle spielt.

Zusammenfassend kann konstatiert werden: Verschiedene Aspekte der Altersvorsorge wurden auf dem neunten Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung im Rahmen der fünf Schwerpunkte ‚Gesundheit und Krankheit’, ‚Einkommensanalysen’, ‚Fertilität und Mortalität’, Zugänge in Altersrente’ sowie ‚Datenfusion’ verhandelt. Dabei wurde deutlich, dass im Bereich von Prävention, gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz und dem Gesundheitsverhalten der Versicherten noch viel zu tun ist, um das aktuelle Rentenzugangsalter gesund und in Beschäftigung zu erreichen. Zudem konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass Einkommensverläufe dynamischer und Erwerbsbiografien brüchiger zu werden scheinen, bei insgesamt zunehmender, jedoch sich ausdifferenzierender Lebenserwartung. Zudem scheint das Angebot an verschiedenen Formen zur Alterssicherung weiter zuzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist ein steigender Informationsbedarf auszumachen, um Maßnahmen zur Alterssicherung verstehen und Alterseinkünfte einschätzen zu können. Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Datensätzen kann Alterssicherung nicht umfassend und adäquat untersucht werden. Hierauf verweist Schwerpunkt V (Datenfusion) des Workshops: Durch innovative Maßnahmen zur Verknüpfung verschiedener Datenquellen wird versucht, der defizitären Datenlage im Bereich von Altersvorsorge und Alterssicherung zu begegnen. Für die Zukunft ist hinsichtlich der Nutzung von Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung zu erwarten, dass diese vor dem Hintergrund aktueller Forschungsfragen zur Alterssicherung, im Bereich von Gesundheit, Rehabilitation, Erwerbsminderung, für Fragen der Migrationsforschung sowie für Verteilungsfragen verstärkte Nachfrage finden werden

Zudem verstärkt die zunehmende Datennutzung in Forschung und Lehre das Wissen über die Funktionsweise der Rentenversicherung: damit werden viele in Verbindung zur Altersvorsorge stehende Themen via FDZ-RV-Daten in Hochschulen und Universitäten getragen.

 

Anschrift der Verfasser:

Dr. Roland Habich
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Zentrales Datenmanagement
Reichpietschufer 50
10785 Berlin

rhabich [at] wzb [dot] eu

 

PD Dr. Ralf K. Himmelreicher
Deutsche Rentenversicherung Bund
Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung
Ruhrstr. 2
10709 Berlin

ralf [dot] himmelreicher [at] drv-bund [dot] de

 

[1] Das FDZ-RV wurde seit seinem Aufbau 2004 bis 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) gefördert. Es wurde auf Empfehlung der Kommission zur Verbesserung der informationellen Infrastruktur zwischen Wissenschaft und Statistik (KVI) eingerichtet. Nach seiner Aufbauphase hat sich das FDZ-RV etabliert und ist als Dauereinrichtung beim Grundsatz- und Querschnittsbereich der Deutschen Rentenversicherung Bund angesiedelt.

[2] Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) fördert die Forschung im Bereich der Alterssicherung an Universitäten und Forschungseinrichtungen durch finanzielle Zuwendungen sowie Stipendien (siehe www.fna-rv.de).