Prof. Dr. Dorothea Kübler Prof. Dr. Dorothea Kübler
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SFB/TRR 190

Innerhalb des Transregio-Sonderforschungsbereichs „Rationalität und Wettbewerb“ (SFB/TRR 190) geht das WZB mit zwei Forschungsprojekten an den Start: eines in der Abteilung Verhalten auf Märkten, ein zweites in der Abteilung Ökonomie des Wandels. Der Transregio-Sonderforschungsbereich will die Forschungsprogramme von neoklassischen Ökonomen und Verhaltensökonomen verbinden, um angewandte Fragen von hoher wirtschaftspolitischer Relevanz zu untersuchen.

Das Projekt „Educational Choices, Market Design, and Social Outcomes“ in der Abteilung Verhalten auf Märkten

Bildungsentscheidungen stellen Weichen fürs Leben. Sie beeinflussen aber auch die soziale Mobilität in einer Gesellschaft. Beispiele sind die Wahl der Schule bzw. des Schultyps oder die Entscheidung zwischen Studium und Ausbildung. Vieles spricht dafür, dass verzerrte Wahrnehmungen und mangelnde Informationen bei diesen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. Die zentrale Idee des Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen von verzerrten Erwartungen und Fehlinformationen auf die  Bildungsentscheidungen und die Bildungsergebnisse zu untersuchen, und zwar unter Berücksichtigung der institutionellen Ausgestaltung der Zuteilungsmechanismen und Bildungsmärkte.

Die wichtigste Innovation des Projekts besteht darin, Bildungsentscheidungen und ihre Auswirkungen in unterschiedlichen institutionellen Kontexten zu untersuchen. Das sogenannte Market Design, also die Organisation der Verteilung von Plätzen an Schulen oder von Studienplätzen, zeigt, wie schädlich es sein kann, schlechter informiert zu sein als andere oder seine eigenen Fähigkeiten falsch einzuschätzen. Die Entwicklung von Mechanismen und Entscheidungsarchitekturen, die weniger gut informierte Bewerber vor den negativen Auswirkungen ihrer Fehleinschätzungen schützen, ist eines der Ziele des Projekts.

Für die Untersuchungen werden Dorothea Kübler, Direktorin der Abteilung Verhalten auf Märkten, und Ludger Wößmann (Ifo-Institut und LMU München) auf experimentelle Daten, Befragungen sowie Beobachtungsdaten zurückgreifen und damit die Stärken der beteiligten Abteilungen am Ifo-Institut und am WZB nutzen.

Der Transregio-Sonderforschungsbereich „Rationalität und Wettbewerb“ (SFB/TRR 190) ist an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt.

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