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A.SK Prize recipient 2011: Transparency International

Peter Eigen,Gründer von Transparency International (Foto: David Ausserhofer)

Mit der Vergabe des A.SK Social Science Award 2011 an Transparency International hat das WZB zum ersten Mal eine Institution ausgezeichnet.

Transparency International ist eine Nichtregierungsorganisation, die Korruption in Wirtschaft und Politik im internationalen Kontext beobachtet und öffentlich macht. Transparency International hat in erstaunlich kurzer Zeit beträchtlich dazu beigetragen, das Bewußtsein zu schärfen, dass Korruption gefährliche, destabilisierende Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat. Die Organisation ist zu einem zentralen Akteur bei der Durchsetzung transparenter Regeln geworden, wobei ihr Arbeitsschwerpunkt nicht zuletzt auch in den Entwicklungsländern liegt.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedient sich Transparency International eines umfassenden Ansatzes. Es geht ihr nicht um kurzlebige Pressekampagnen, um besonders auffällige Verstöße gegen Anti-Korruptionsregeln an den Pranger zu stellen. Vielmehr konzentriert sich Transparency International auf grundlegende Mängel und Schwächen in Gesellschaft und Staat. Nach dem Prinzip Kooperation statt Konfrontation knüpft sie Verbindungen zu Entscheidungsträgern und Politikern der betroffenen Gesellschaften. Ihre Strategie zielt so auf mittel- und lanfristige Wirkungen ab. Auf diese Weise hat Transparency International wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung nachhaltiger Strukturen von good (financial) governance ausgeübt.

Transparency International bedient sich einer Mischung aus wissenschaftlich fundierten analytischen Instrumenten und sehr bestimmt vertretenen Empfehlungen an die politisch Handelnden. So hat sie einen breiten akademischen und öffentlichen Diskurs über Korruption und politische Transparenz angestoßen. Daneben geht es ihr vor allem darum, Reformprozesse zu fördern, die für transparentere und verantwortliche Formen des Regierens sorgen können.