Das Manifesto-Projekt
Ian Budge (Universität Essex)
Vera Tröger (Universität Essex)
Das Manifesto-Projekt befasst sich seit seiner Gründung als Manifesto Research Group/Comparative Manifestos Project (MRG/CMP) mit verschiedenen Aspekten der Struktur und Leistungsfähigkeit von Parteiendemokratien. Im Rahmen des Abteilungsprogramms wird auf der Basis der Manifesto-Daten untersucht, ob, inwieweit und unter welchen Bedingungen Parteien programmatisch auf ökonomische, soziale, kulturelle und internationale Herausforderungen reagieren. Das Projekt basiert auf quantitativen Inhaltsanalysen der Wahlprogramme politischer Parteien in mehr als 50 Ländern für alle freien demokratischen Wahlen seit 1945. Im Jahr 2003 erhielt das Projekt den Preis der American Political Science Association (APSA) für den besten Datensatz im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft.
Ziel des Projektes ist es, die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Positionen relevanter politischer Parteien im internationalen und im zeitlichen Vergleich zu messen. Bislang standen Herausforderungen an etablierte Demokratien der OECD-Welt einerseits und an die neuen Demokratien in Mittel- und Osteuropa andererseits im Mittelpunkt der Forschung.
Weitere Informationen über das Projekt sowie ältere (MPPI/MPPII) und neuere (2009er Update, 2010er Update) Daten können auf unserer neuen Übergangswebseite http://manifestoproject.wzb.eu gefunden werden.