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Was wir appetitlich finden, ist nicht nur eine Frage der Substanz eines Lebensmittels. Umgebung, Begleitung, Stimmung, Farbe bestimmen unsere Wahrnehmung von Essen. Im Rahmen der Kooperation zwischen WZB und Universität der Künste im "Visual Society Program" haben ForscherInnen um den Ökonomen Steffen Huck und die Studentin der Visuellen Kommunikation Julia Schubert dem Phänomen des Mahls drei quantitativ-visuelle Studien gewidmet. Heraus kam ein Buch - nummeriert und limitiert zu Weihnachten, zum allgemeinen Download jetzt.

Konferenz zum Jubiläum

Die Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feiert 2016 mehrere Geburtstage. Seit 65 Jahren entscheiden Beschäftigte in den Aufsichtsräten von Montanunternehmen mit. Seit 40 Jahren sind die Kontrollgremien von Kapitalgesellschaften in Deutschland mit mehr als 2.000 Beschäftigten paritätisch mit Vertretern von Kapitaleignern und Arbeitnehmern besetzt. Die Mitbestimmung ist Teil des auch im Ausland stark wahrgenommenen „deutschen Modells“. Das Jubiläum ist Anlass für die akademische Konferenz von WZB und Hans-Böckler-Stiftung zum Thema Mitbestimmung, die am 12.

Dissertation ausgezeichnet

Anna Kroth, Gast der Projektgruppe der Präsidentin, ist für ihre Dissertation mit dem Ulrich-Teichler-Preis der Gesellschaft für Hochschulforschung ausgezeichnet worden. Der Nachwuchspreis wird jedes Jahr für „herausragende Dissertationen“ vergeben. In ihrer Arbeit hat Kroth für Deutschland den Effekt moderater Studiengebühren auf die Studienaufnahme untersucht. 2006 hatten sechs von 16 Bundesländern Studiengebühren von 500 Euro pro Semester eingeführt. Kroth kann erstmals einen negativen Effekt auf Studienberechtigte aus bildungsfernen Familien nachweisen.

Deutsch-französisches Projekt

Mit dem Workshop „Changing Societies: The World We Live In“ startete am 1. Juni 2016 das deutsch-französische Forschungsprojekt „Neue Evaluations- und Beurteilungsrahmen zentraler gesellschaftlicher Veränderungen“ des WZB in Kooperation mit dem Collège d’Etudes Mondiales am Fondation Maison des Sciences de l'Homme (FMSH). Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zwischen französischen und deutschen Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zu stärken. Dazu waren 24 Forscherinnen und Forscher aus beiden Ländern zum Auftaktworkshop ins WZB eingeladen.

WZB-Mitteilungen Juni 2016

Gesundheit ist ein höchst privates Thema, solange es um das körperliche und seelische Befinden Einzelner geht. Gesundheit ist ein höchst politisches Thema, wenn weltweite Institutionen und Traditionen ins Spiel kommen. Beiden Horizonten widmet sich das neue Heft der WZB-Mitteilungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen befassen sich mit internationaler Gesundheitspolitik, Zivilisationsschäden und gen-veränderten Lebensmitteln ebenso wie mit Witwenschaft, Situationen der Altenpflege und der Migration medizinischer Fachkräfte.

Eine Runde weiter

Im Ideenwettbewerb für das geplante Deutsche Internet-Institut hat sich die Projektskizze des WZB und seiner Berlin-Brandenburger Partner in der ersten Runde durchgesetzt. Unter Federführung des WZB erarbeitet der Verbund, zu dem neben dem WZB die vier Berliner Universitäten, die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) gehören, jetzt ein inhaltliches Konzept für das Institut. Im Rennen sind außerdem vier Forschungsverbünde aus den Regionen München, Bochum, Hannover und Karlsruhe.

Ausgezeichnet

Der Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities hat den „Manifesto Corpus“ des WZB mit dem diesjährigen Berliner Digital Humanities Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt die konsistente Nutzung von technischen und konzeptionellen Standards sowie die nachhaltige Erschließung kulturellen Erbes. Der „Manifesto Corpus“ ist eine digitale, frei zugängliche und mehrsprachige Datenbank, die die derzeit größte Sammlung kommentierter Wahlprogramme umfasst.

13. Juni: Stichtag für die Rentenlücke

Der 13. Juni steht in diesem Jahr symbolisch für den ganzen Umfang der Geschlechterungleichheit Erwerbstätiger. Die Lücke des Lebenseinkommens, also der Rente aus eigener Erwerbstätigkeit, zwischen Frauen und Männern, die 2014 erstmalig Altersrente bezogen haben, liegt bei 45 Prozent. In anderen Worten: Angenommen, die Altersrente wäre für Frauen und Männer gleich hoch, würden Frauen bis zum 13. Juni, also 164 Tage lang, keine Rente bekommen.

Familiengründung in West und Ost

Beim Geburtenverhalten ähneln viele Kinder ihren Eltern. Sie bekommen genau oder fast so viele Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre Eltern, vorausgesetzt sie leben in demokratischen Gesellschaften. Anders verhält es sich in totalitären Regimen. Hier werden Muster der Familiengründung nicht einfach von einer auf die andere Generation vererbt. Diese Erkenntnisse werden jetzt durch eine neue Studie der WZB-Forscherin Anette Fasang gestützt, die erstmals systematisch das Geburtenverhalten in Ost- und Westdeutschland untersucht hat.