WZBrief Bildung

Ausbildungsplätze für Hauptschüler sind rar

Das deutsche Ausbildungssystem verliert an sozialer Integrationskraft. Nicht einmal der sich abzeichnende Auszubildenden- und Fachkräftemangel bremst den Trend: Ein Hauptschulabschluss ist auf dem Ausbildungsmarkt immer weniger wert. Im neuen WZBrief Bildung untersucht WZB-Forscherin Paula Protsch die Gründe für die berufliche Benachteiligung dieser Bildungsgruppe.

Die geringen Chancen können nicht berufsübergreifend über gestiegene Arbeitsanforderungen erklärt werden, wie vielfach vermutet wird. Stattdessen sind gerade in Berufsfeldern mit besseren Beschäftigungsperspektiven schärfere Ausschließungsprozesse zu beobachten. Die Bewerberauswahl der Betriebe zielt zu sehr auf den Schulerfolg ab – die tatsächlichen Fähigkeiten der Jugendlichen bleiben so oft unerkannt.

Der WZBrief Bildung beruht auf der Promotion von Paula Protsch, die soeben bei Budrich UniPress erschienen ist.

Im Dezember 2013 hat Paula Protsch für diese Studie den Ernst-Reuter-Preis der Freien Universität Berlin erhalten.