Bundesmittel für die intelligent vernetzte Stadt von morgen
Hundert Projekte haben sich beworben, zehn haben gewonnen – hier ist eines von ihnen: Der EUREF-Forschungscampus „Mobility2Grid“ in Berlin-Schöneberg erhält eine Förderung von zwei Millionen Euro jährlich durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, Elektromobilität ganzheitlich zu erforschen, indem energietechnische Ansätze mit Mobilitäts- und urbanen Konzepten gekoppelt werden. Das WZB und seine Tochter InnoZ (Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel) haben die Inhalte und das Konzept maßgeblich entwickelt, die WZB-Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik verantwortet die wissenschaftliche Begleitforschung.
Auf dem innerstädtischen Areal arbeiten universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen mit großen und mittelständischen Wirtschaftsunternehmen zusammen und verknüpfen die Forschungsfelder Elektromobilität, intelligente Netze und Energie in der Stadt. Unter anderem befindet sich auf dem EUREF-Campus Europas größte e-carsharing-Station. „Mit der engen Verzahnung von Wissenschaft, Lehre und erprobender Anwendung haben wir ein für Deutschland einmaliges living lab geschaffen“, erklärt WZB-Forscher Weert Canzler. Insgesamt 15 Partner bilden das EUREF-Konsortium, neben InnoZ und WZB die Technische Universität Berlin, Siemens, Vattenfall, die Berliner Verkehrsbetriebe und andere.
Die Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ des BMBF ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Die Laufzeit der Förderung soll bis zu 15 Jahre betragen; der Bund investiert langfristig in die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an Zukunftsthemen wie Gesundheit, Klima, Energie und Kommunikation.
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