Mercator-Fellowship

Recht auf Bildung

Michael Wrase, Wissenschaftler in der Projektgruppe der Präsidentin, ist einer der vier Fellows, die die Stiftung Mercator für 2015 benannt hat. Während des neunmonatigen Stipendiums will der Jurist am WZB den sozial diskriminierenden Elementen im deutschen Bildungs- und Schulsystem nachgehen und dafür Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung mit Perspektiven aus Völker- und Verfassungsrecht verknüpfen.

„Das Teilhaberecht auf Bildung, das in verschiedenen internationalen Übereinkommen verankert ist, stellt das deutsche Sozial- und Schulrecht vor große Herausforderungen“, erklärt Wrase. Das traditionelle deutsche Schulsystem mit Halbtagsunterricht, homogenen Lerngruppen und einer frühzeitigen Aufteilung der Schüler auf unterschiedliche Schulformen wird den neuen Ansprüchen nicht gerecht. Dem internationalen Vergleich dient ein dreimonatiger Aufenthalt am Centre for Socio-Legal Studies der University of Oxford als Teil des Fellowships. Für Herbst plant Wrase eine Tagung  zu „Chancengleichheit und Nicht-Diskriminierung“.

Das Mercator Fellowship-Programm wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen, um herausragenden Persönlichkeiten Freiraum für explorative Forschung zu bieten. Das Projekt von Michael Wrase verfolgt wissenschaftliche Ziele, die den zentralen Anliegen der Stiftung Mercator in den Bereichen Integration, Wissenschaft und Bildung entsprechen.

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