Risiko und Entwicklung
Wie schätzen Menschen Wahrscheinlichkeiten ein? Und wie gewichten sie diese Wahrscheinlichkeiten, um zu einer Entscheidung, zum Beispiel bei einer größeren Anschaffung, zu kommen? Das sind einige der Fragen, die Ferdinand Vieider beschäftigen. Der Ökonom leitet seit August die neu eingerichtete ökonomische Nachwuchsgruppe Risiko und Entwicklung.
Sein besonderes Interesse gilt den Anwendungen von Erkenntnissen aus der Entscheidungstheorie auf Entwicklungsthemen. Da geht es zum Beispiel darum, wie Risikoattitüden ökonomisches Wachstum beeinflussen und wie sich das im Entwicklungsgrad verschiedener Länder widerspiegelt. In einer vergleichenden Studie will er das Risikoverhalten von Menschen in 30 Ländern untersuchen – Deutsche gelten übrigens als besonders wenig risikofreudig.
Vieider war Excellence Fellow an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Dissertation zum Thema Irrationalitäten bei der Entscheidungsfindung hat er an der Erasmus Universität in Rotterdam geschrieben.