Fundamentalismus-Studie

Schweigen, Fragen, unerwünschtes Lob

Die Fundamentalismus-Studie von Ruud Koopmans hat Ende des vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist sie unter dem Titel "Religious fundamentalism and out-group hostility among Muslims and Christians in Western Europe" in ausführlicher Form als Discussion Paper (PDF) erschienen. Ruud Koopmans, Direktor der Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung, zeigt in der Auswertung einer repräsentativen Befragung von Einwanderern und Einheimischen in sechs europäischen Ländern, dass religiöser Fundamentalismus unter Muslimen in Westeuropa kein Randphänomen ist. Zwei Drittel der befragten Muslime halten demnach religiöse Gesetze für wichtiger als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. Drei Viertel von ihnen finden, es gebe nur eine mögliche Auslegung des Korans.

Über Reaktionen und Nicht-Reaktionen auf seine Studie sprach Gabriele Kammerer mit Ruud Koopmans. Das Interview finden Sie in den neuen WZB-Mitteilungen (PDF).