Kommentar zu WHO und Ebola
Sparetat behindert Krisenintervention
Bei der Ebola-Krise hat die WHO versagt, weil ihre Geldgeber eigene Interessen verfolgen. Ihre Arbeit wird von vermarktbaren Aktionen bestimmt, mit denen sich die Spender schmücken können. Die Seuchenkontrolle gehört nicht dazu. WZB-Wissenschaftlerin Tine Hanrieder beschreibt in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung, welche Interessen die Geldgeber der WHO verfolgen und wie stark damit die Möglichkeiten der Gesundheitorganisation eingeschränkt sind.
Tine Hanrieder forscht in der Abteilung Global Governance über globale Gesundheitspolitik. Der Beitrag beruht auf Arbeiten mit Christian Kreuder-Sonnen zur Krisenpolitik der WHO.