Türkei: Schlag gegen die wissenschaftliche Freiheit
Das WZB beobachtet mit großer Sorge die jüngsten Entwicklungen an den Hochschulen in der Türkei. Schon die staatlichen Repressalien gegen die Unterzeichner der Petition „Academics for Peace“ in den letzten Monaten haben ein Klima der Einschüchterung erzeugt. Die massenhafte Entlassung von Hochschul-Dekanen und Hochschulrektoren sowie die Suspendierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in wissenschaftlichen Einrichtungen nach dem Putschversuch sind ein weiterer Schlag gegen die Freiheit von Forschung und Lehre.
Die Entscheidung des türkischen Hochschulrats, Wissenschaftlern und Wisssenschaftlerinnen die Ausreise zu verbieten und Forschende zurückzurufen, die sich im Ausland aufhalten, kann die internationale wissenschaftliche Kooperation dauerhaft beschädigen. Freier Austausch und ungehinderte Mobilität der Forschenden sind Grundvoraussetzungen für wissenschaftlichen Fortschritt.
Das WZB schließt sich den kritischen Stellungnahmen der Hochschulrektorenkonferenz und European University Association an.