Tuesday, 16 April 2013

Mitsprache als integrationspolitisches Element: Deliberation mit muslimischen Vereinen und Verbänden in Berlin

Vortrag von Jennifer Eschweiler

Muslime werden im öffentlichen Diskurs oft als integrationspolitisches Problem dargestellt. Dabei wurde Integrationspolitik jahrzehntelang ohne Beteiligung der Zielgruppen formuliert. So konnten keine erfolgreichen Strategien für die gesellschaftliche Einbindung von Minderheiten entwickelt werden. Außerdem führt die mangelnde Repräsentation ganzer Bevölkerungssegmente zu einem Legitimationsdefizit.

Inspiriert von Jürgen Habermas‘ deliberativem Demokratiemodell, der sozialen Bewegungstheorie und dem Konzept des Citizenship analysiert Jennifer Eschweiler Einbindungsprozesse und Partizipation muslimischer Organisationen in integrationspolitischen Initiativen und Foren in Berlin. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Prozess der Einbindung muslimischer Positionen in den öffentlichen Diskurs.

Jennifer Eschweiler promovierte an der University of Kent in England und an der Universität Roskilde in Dänemark mit der Studie „Towards Voice in the Public Sphere? Deliberation with Muslim Civil Society in Berlin“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Demokratietheorie, Partizipation in Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen sowie soziale Innovationen. Sie lebt als freie Autorin in Berlin und arbeitet zur Zeit an einem Integrationsprojekt mit Berliner Schulen.

Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe Zivilengagement – Theorie, Geschichte und Perspektiven der Forschung.
 

Contact
bis zum 15. April an Marie Unger
marie.unger [at] wzb.eu
Venue
WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, Raum A 300
Tuesday, 16 April 2013
Start 5:00 pm
Organizer
Forschungsgruppe Zivilengagement